Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die vorhergehende Ausgabe

E-Paper Archiv
MZ Immobilien

Sehr geehrte Damen und Herren,


zur Zeit bereiten wir eine neue Anzeigenannahme vor.

Schicken Sie Ihre Anzeige bitte vorübergehend an folgende E-Mail-Adresse:
info@wochenspiegel-halle.de

Telefon: (0345) 130 10 0
Fax: (0345) 130 10 61
Wochenspiegel > Bitterfeld-Wolfen > Das Hirtenmal im Freien >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 01.07.2020 um 11:15:04

Das Hirtenmal im Freien

Für Christine und Thomas Braunmiller ist es eine große und spürbare Erleichterung, dass die beiden Touristikfachleute wieder Reisen planen und anbieten sowie auch durchführen können. Ein neues Reiseportfolio bevorzugt den deutschsprachigen Raum. Für Christine und Thomas Braunmiller ist es eine große und spürbare Erleichterung, dass die beiden Touristikfachleute wieder Reisen planen und anbieten sowie auch durchführen können. Ein neues Reiseportfolio bevorzugt den deutschsprachigen Raum.
Foto: Thomas Schmidt Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was von Reisen und Anekdoten erzählen... zum Beispiel von einer Reise nach Spanien in einer anderen Gewichtsklasse und eine Anekdote führt auf die Spuren sardischer Rotweine.

Dessau-Roßlau (ts).
Die Reise- und Touristikbranche hat lange Zeit keine Möglichkeit Menschen in den wohlverdienten Urlaub zu begleiten, doch langsam tut sich etwas. Auch beim Braunmiller Touristik international Busunternehmen aus Dessau-Roßlau kommt wieder Bewegung in die Busräder, sie rollen wieder an. Für Christine und Thomas Braunmiller ist das eine große und spürbare Erleichterung. Ein Blick zurück: Die letzte Fahrt vor dem Stillstand fand Anfang März statt. Eine Schülerstudiengruppe wurde nach Rom gefahren. Kaum waren sie unterwegs, verschärfte sich die Situation.

So fuhren sie ohne Stopp durch die damals gefährdete Region Südtirol und kamen auch gut in Rom an. Der Virus hatte Rom erreicht. Aber dem kam der Rückruf zuvor und nach nur einer Nacht ging es schon wieder unverrichteter Dinge zurück. Viele Schüler waren enttäuscht, einige hatten noch nie das Meer gesehen und waren doch so nah dran und kein einziger Blick auf die „Ewige Stadt“. Nach der Rückkehr mussten auch unsere Busfahrer in Quarantäne. Danach, seit März, steht alles still, gerade als die Reisesaison eigentlich so richtig losgehen sollte. Das Busunternehmen wurde 1991 in Dessau gegründet. Thomas Braunmiller entstammt einem Busunternehmen in Bayern, das sein Vater bereits nach dem Krieg gegründet hat. Er war bereits neben seinem Studium im väterlichen Betrieb tätig…

schon in jungen Jahren als Reiseleiter und endlich mit 21 Jahren begann die Karriere als Busfahrer. Reisen planen und selbst Reisegäste im Bus zu den schönsten Plätzen zu fahren, wurde seine große Leidenschaft. Nach der Wende war die Nachfrage nach Reisen in den neuen Bundesländern riesengroß. Viele grenznahe Busunternehmen fuhren „rüber“, um Gäste für zunächst Tagesfahrten abzuholen, auch Braunmiller aus Bayern hat das gemacht. Das Interesse war gewaltig und so wurde beschlossen, wenn schon, dann machen wir es richtig. Dann ziehen wir nach Dessau, sind wirklich persönlich vor Ort und für die Gäste jederzeit ansprechbar und zu erreichen. Thomas Braunmiller kam im Herbst 1990 mit seiner damaligen Lebensgefährtin und heutigen Ehefrau Christine Braunmiller nach Dessau und beide blieben.

Alles fing an mit einem geliehenen Reisebus aus dem elterlichen Betrieb. Die ersten Tagesfahrten wurden durchgeführt. Oftmals in Städte in den angrenzenden Bundesländern, wie Bayern oder Niedersachsen, und es kam der erste eigene neue Reisebus, ein silberner SETRA mit knallbuntem Design, dazu. „Der besondere Clou war, dass beide Seiten unterschiedlich gestaltet waren; wenn man also mal den Bus von der einen oder anderen Seite fahren sah, konnte man den Eindruck gewinnen, die haben schon zwei Busse – toll“, schwärmt Christine Braunmiller heute noch.

Die erste mehrtägige Reise führt nach Oberbayern. „Wir erinnern uns, dass viele Reisegäste Tränen in den Augen hatten, als sie das erste Mal die Alpen sahen, das war auch für uns unglaublich beeindruckend“, schwärmt auch Firmengründer Thomas Braunmiller von dieser Fahrt. Die erste Reise ans Meer führte nach Italien an die Adria und dann folgten viele große Rundreisen. Norwegen mit dem Fjordland und bis ans Nordkap, die Amalfiküste mit der Trauminsel Capri, Sizilien und Apulien mit den berühmten Trulli, Spanien von der Costa Brava bis in den Süden mit Torremolinos und Malaga und weiter nach Marokko. Viele der großen Reisen fuhr Thomas Braunmiller selbst oder gestaltete sie als Reiseleitung, auch seine Frau war oft als Reiseleiterin mit unterwegs.

Da kommt so manche Erinnerung und Anekdote wieder ins Gedächtnis. „In fast 30 Jahren hat man auch so manches erlebt, beispielsweise in Spanien“, schmunzelt Thomas Braunmiller. Abseits der üblichen Touristenziele kann man problemlos spät das Abendessen bekommen, aber man ist in den Hotels nicht glücklich, wenn man gegen 07:30 Uhr, was für Deutsche normal, jedoch für Spanier in Galizien viel zu früh ist, das Frühstück möchte. So begab es sich, dass Thomas Braunmiller früh durch die Reisegäste informiert wurde, da ist nix mit Frühstück. Für Deutsche eine Katastrophe. Kein Licht im Frühstückssaal, die Kaffeemaschinen waren noch abgedeckt und nur abgepackte Speisen vorhanden.“ Den Lichtschalter haben wir schnell gefunden und auch die großen Kaffeemaschinen in Betrieb genommen“, erinnert sich der Busreiseunternehmer zurück. Dann ist Thomas Braunmiller persönlich in die Küche gegangen, um dieses Fauxpas zu klären.

Dort findet der stattliche Mann einen recht kleinen, schmalen Spanier vor. Der bereitet noch sichtbar müde und genervt leckere Tapas, also belegte Brötchen, vor. Zwei große Tabletts sind schon gourmethaft vorbereitet. Die Tapas wollte der schmächtige Spanier jedoch um keinen Preis hergeben, denn diese waren von einem wohlhabenden Stammkunden bestellt. Der großgewachsene und kräftig gebaute Busfahrer schließt die Küchentür und baut sich vor’m Spanier auf und fragt ihn, ob er das ernst meint und seine deutschen Gäste darben lassen möchte. Der Koch versucht einen kurzen Widerstand und schnauft kurz durch. Doch die bedrohlich wirkende höhere Gewichtklasse lassen den schmächtigen Spanier die Knie weich werden und er gibt auf. Das kurze, jedoch eindringliche Auftreten, hat nicht nur für einen Punktsieg gesorgt, sondern auch der Gruppe zwei volle Tabletts mit leckeren Tapas beschert.

Mit diesem köstlichen Frühstück aus der Küche war Thomas Braunmiller der Applaus gewiss. In weitere Reiseanekdote führt nach Sardinien. „Wir waren bei einem köstlichen Hirtenmal unter freiem Himmel. Es gab reichlich zu essen und zu trinken. Eine Frau hatte vielleicht ein bisschen reichlich Wein genossen und musste sich während der Weiterfahrt zum Hotel übergeben“, schmunzeln Christine und Thomas Braunmiller. Der Bus hält am Straßenrand nahe einer typischen Nuraghe. Spucktüte und reichlich Zellstoff wurden benötigt, um das Missgeschick in den Griff zu bekommen. Vorsichtig fährt der Bus die kurvenreiche Strecke weiter. Am Hotel angekommen plötzlich ein: „Oh weh, wo sind denn meine Zähne“, tja die liegen wohl heute noch im sardischen Straßengraben. Doch die Braunmillers sehen jetzt Licht am Horizont. „Wir waren zweimal mit zwei Bussen in Berlin auf Bus-Demos. Speziell der 17. Juni, als tausend Busse aus ganz Deutschland mehrspurig die Straße des 17. Juni bis zum Brandenburger Tor gefüllt haben, um für das Überleben der gesamten Bus- und Touristikbranche zu kämpfen, das war sehr beeindruckend“ erzählt Christine Braunmiller.

Einen Tag später rollte der erste Bus zur Aufenthaltsreise an die Ostsee nach Zinnowitz, dann nach Klaistow. Es folgten Tagesfahrten nach Leipzig zur Bootsfahrt und an den Goitzschesee. „Im Juli findet unsere seit vielen Jahren beliebte 6-tägige Reise „Geburtstagsfahrt ins Blaue“ statt“, freuen sich die beiden Reiseunternehmer mit Herzblut. „Es geht langsam wieder los und das macht uns alle glücklich – wir sind voller Tatendrang“, so Thomas Braunmiller. Das Unternehmen hat das Portfolio an Reisen umgestellt, viele Angebote gehen durch Deutschland und den deutschsprachigen Raum, wie Österreich und Südtirol. Auch viele kleinere familiäre Hotels sind dazugekommen. Für das Ausland warten Kroatien und das blaue Meer auf die Gäste.

 

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
PR-Anzeigen unserer Kunden
Kostenlose Blinkis für mehr Sicherheit im Straßenverkehr in Sachsen-Anhalt Kostenlose Blinkis für mehr Sicherheit im Straßenverkehr in Sachsen-Anhalt Augenoptiker Fielmann startet erneut die Blinki-Verkehrssicherheitsaktion und schenkt Schulanfängerinnen und Schulanfängern...
Anzeige
Sag Ja!
Direkt am Elberadweg - Aken liebt die Radtouristen Direkt am Elberadweg - Aken liebt die Radtouristen In Aken weisen 15 neue Kennzeichnungen mit  Elberadweg-Logo den Radtouristen den Weg. Eine Thermoplastik mit Retroreflexion brachten Bürgermeister...
Anzeige
Fechten mit Tim - Florians olympische Schnupperstunde Fechten mit Tim - Florians olympische Schnupperstunde Florian Busch nimmt Schnupperstunden in olympischen Sportarten - diesmal zu Gast beim Fechten des PSV 05 Köthen. ...
Anzeige
Unser Land