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Wochenspiegel > Bitterfeld-Wolfen > Warmes Essen an kalten Tagen >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 17.11.2020 um 19:54:36

Warmes Essen an kalten Tagen

Der Gourmetspezialist des Fördervereins Gut Mößlitz, Martin Freiheit, rührt wie viele andere Kolleginnen und Kollegen, kräftig im Kochtopf und gleichzeitig die Werbetrommel zur Krisenbewältigung des „Lockdowns light“ im November. Der Gourmetspezialist des Fördervereins Gut Mößlitz, Martin Freiheit, rührt wie viele andere Kolleginnen und Kollegen, kräftig im Kochtopf und gleichzeitig die Werbetrommel zur Krisenbewältigung des „Lockdowns light“ im November.
Foto: Thomas Schmidt
Der Förderverein Gut Mößlitz e. V. versucht sich, wie viele andere Gastronomiebetriebe, im „Lockdown ligth“ mit gourmethaften Gedanken als Abhol- und Lieferservice in schwierigen Zeiten.

Mößlitz (ts).
Not macht erfinderisch. Steigende Infektionszahlen und ein erneuter sogenannter „Lockdown ligth“ beschränken Gastronomie und Speisegaststätten nun schon zum zweiten Mal in diesem Jahr. Durch die neuen Corona-Einschränkungen müssen Gastronomiebetriebe im November erst einmal dichtmachen. Auf sie kommen schwere Zeiten zu. Einzige Möglichkeit den Herd in kalten Zeiten warmzuhalten ist, auf Bestellung Speisen zuzubereiten, auszuliefern oder abholen zu lassen. Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) sieht die Schließung kritisch.

Einem Drittel der Gastronomiebetriebe droht das Aus. Sachsen-Anhalts Dehoga-Präsident Michael Schmidt ist über die Politik enttäuscht. Neben Friseurbetrieben wiesen Hotellerie und Gastronomie kein direktes Infektionsgeschehen auf. Doch die Politik bleibt hart und möchte Kontakte im Hotel- und Gastronomiebetrieb vorerst im gesamten November unterbinden.
Was bleibt neben einer weiteren Beantragung von staatlichen Hilfen oder die Aufnahme von Notkrediten übrig…? Warmes Essen in kalten Tagen ist die einzige Alternative. Das Licht bleibt in manchen Gastronomiebetrieben dann vielleicht wenigstens in der Küche an.

Auch beim pandemiegebeutelten Förderverein Gut Mößlitz e. V. sind alle Projekte und Veranstaltungen abgesagt. Wieder müssen einige Mitarbeiter in Kurzarbeit. Trotzdem heizt das Küchenteam den Herd weiter an. Der Herd steht unter dem Motto „jetzt erst recht“ voller Töpfe und im Ofen gart ein Fleischgericht. Ein wohlwollender Duft durchzieht die Küche. Es riecht nach Leber und Schmorzwiebeln sowie nach Spaghetti Napoli und zudem nach Milchreis mit hausgemachtem Apfelmus. Mit einem Kochlöffel ausgestattet, rührt der Mößlitzer Chefkoch Martin Freiheit in den brutzelnden Schmorzwiebeln.

Um den Thalheimer herum wuselt sein Küchenteam. Es sieht auf den ersten Blick wieder nach normaler Betriebsamkeit in der Mößlitzer Küche aus... und doch ist es zum zweiten Mal anders. „Wir versuchen wieder verstärkt für die Firmen, die Stadtverwaltung und Bürgerinnen und Bürger aus den umliegenden Orten die Essenversorgung anzubieten“, so der Chefkoch. Bis Ende des Jahres haben er und sein Team einen Speiseplan für Mittagessen ausgearbeitet. Dabei werden drei Kategorien angeboten. Zum einen täglich Snacks zum Preis von vier Euro, dann vegetarische Gerichte für fünf Euro und Fleischgerichte für sechs Euro. Das bedeutet jeden Tag drei verschiedene Essen für all die Menschen da draußen zuzubereiten, die gern eine warme Mahlzeit in einem krisengeschüttelten November bestellen möchten. Gleichzeitig hilft es dem Förderverein, eine Einnahme zu sichern.

„Es ist sicherlich nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein. Wir haben das Angebot auch über den Sommer beibehalten, es soll sich etablieren“, erklärt der Chefkoch. „Doch wir wollen neben der Einnahme auch die Menschen unterstützen... allerdings benötigen wir 60 Abnehmer pro Tag, ab da arbeiten wir kostendeckend. Diesen Wert erreichen wir selten, jedoch hoffen wir, dass die Menschen und Betriebe unser Engagement noch etwas mehr annehmen“, so Martin Freiheit. Wer den Mößlitzer Verein und weitere Gastronomiebetriebe mit Abhol- und Lieferservice unterstützen und gleichzeitig eine leckere, selbst zubereitete, vor allem frische Mahlzeit genießen möchte, findet dazu auf den meisten Seiten der Kommunen oder in den sozialen Netzwerken sowie auf den Internetseiten der Betriebe.

Der Wochenspiegel wünscht allen Gastronomen gutes Durchhaltevermögen während des kleinen Lockdowns und das viele Menschen die gastronomischen Angebote zur Unterstützung nutzen.

 

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