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Wochenspiegel > Bitterfeld-Wolfen > Ein kulturelles Haus im Wandel der Zeiten - das Städtische Kulturhaus Wolfen >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 30.09.2014 um 10:22:50

Ein kulturelles Haus im Wandel der Zeiten - das Städtische Kulturhaus Wolfen

Ein kulturelles Haus im Wandel der Zeiten - fast 90 Jahre Städtisches Kulturhaus Wolfen haben viele Spuren und zahlreiche Stars hinterlassen. Ein kulturelles Haus im Wandel der Zeiten - fast 90 Jahre Städtisches Kulturhaus Wolfen haben viele Spuren und zahlreiche Stars hinterlassen.
Foto: Thomas Schmidt

Von der ehemaligen Filmfabrik der Agfa-Werke bis hin zur kommunalen Kulturbegegnungsstätte der Stadt Bitterfeld-Wolfen. 87 Jahre haben viele Spuren und zahlreiche Stars hinterlassen.

Wolfen (red/ts)
. Das heutige „Städtische Kulturhaus Bitterfeld-Wolfen“ ist seit vielen Jahren, genau seit 87 Jahren, ein wesentlicher Grundstein für das kulturelle Leben in der Region. Die bedeutendste kommunale kulturelle Begegnungsstätte ist ein geschichtsträchtiges Haus im Wandel der Zeiten. Dieses „Kulturgut“ kann auf eine fast neunzigjährige Geschichte verweisen.
In den Jahren seines Bestehens erlebte das Haus eine wechselhafte Geschichte.

Alles begann einst als Speisesaal und Umkleideraum von Arbeitern der Agfa-Werke. Da diese Behelfseinrichtung den Bedürfnissen und Anforderungen der Unterhaltungsabende nicht mehr entsprach, wurde das „Gebäude 062“ als Speisesaal aufgegeben und zu einem Theater umgebaut.

Am 17. Dezember 1927 fand die feierliche Übergabe und Einweihung des neuen Hauses statt. Es folgten große Veranstaltungen mit berühmten Künstlern. Kurz vor dem Kriegsende wurde während eines amerikanischen Luftangriffes auf die Filmfabrik auch das Theater schwer beschädigt.

Dach und Obergeschoss brannten aus. Nach umfangreichen Wiederaufbau- und Rekonstruktionsarbeiten konnte das „Theater der Werktätigen“, wie es dann hieß, am 04. November 1950 wieder eröffnet werden. Am 30. April 1954 erfolgte die feierliche Übergabe des Hauses an die Gewerkschaft der Filmfabrik. Das Haus erhielt den Namen „Klubhaus der Gewerkschaften“. Am 04. Oktober 1988 wurde dem „Klubhaus der Gewerkschaften“ der Name „Sella Hasse“ verliehen.

Nach der politischen Wende 1990, kam einer der Tiefpunkte in der Geschichte des Hauses. Die Filmfabrik, finanzieller Träger des Hauses, musste 1990 alle Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Im Kulturhaus wurde engagiert nach Möglichkeiten gesucht, mit weniger personellem Aufwand die gleiche Arbeit weiterzuführen. Lediglich zwei Mitarbeiter hatten als Notbesetzung die Aufgabe, nur unbedingt Notwendiges zu erledigen.

Am 01. Mai 1991 übernahm die Stadtverwaltung Wolfen das Haus. Heute finden im „Städtischen Kulturhaus“ wieder große Veranstaltungen, Ausstellungen, Tagungen sowie ein reges Vereinsleben statt. Für das Haus begann nun eine neue Zeit - mit allen dazugehörigen Herausforderungen, Höhen und Tiefen.

Aus den Zirkeln und Volkskunstgruppen wurden Vereine. Ihr Treffpunkt war weiterhin das „Städtische Kulturhaus“. Auf Empfehlung des Kulturausschusses des 1. Stadtparlaments nach der Wende wurde den Vereinen eine kostenlose Nutzung des Hauses und aller übrigen öffentlichen Einrichtungen gewährt. Auch die Partnerstadt Witten bot Hilfe an. Davon profitierte insbesondere das Kinder- und Jugendballett. Somit konnten die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass das Kulturhaus in wachsendem Maße Bedeutung für die Stadt, die Region und darüber hinaus einnahm.

Das Team des Kulturhauses ist in Zusammenarbeit mit verschiedenen Veranstaltern und Agenturen bestrebt, den Gästen des Hauses ein breitgefächtertes Angebot verschiedenster Genre zu unterbreiten. Neben Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche sind das unter anderem Varietéveranstaltungen, Kabarett, Musicals, Ballett, Oper und Operette, Theater, Kleinkunst und Tanzveranstaltungen. Um die Angebotsvielfalt und die dazu notwendigen technischen Möglichkeiten bieten zu können, hat die Stadt in den letzten Jahren erhebliche finanzielle Mittel in den Um- und Ausbau des Kulturhauses investiert. 

Den Abschluss bildet die Sanierung des Großen Saales. Seit einigen Wochen wird dort gehämmert, gebohrt, geschliffen und gewerkelt was die Werkzeuge hergeben. Der Boden wird erneuert und eine moderne Belüftung soll für saubere und bessere Luft sorgen. Zudem löst eine neue und moderne Bestuhlung die alte Ausgesessene ab. Damit werden dann alle Räume und Säle des Kulturhauses für die Zukunft gerüstet sein.

Neben dem lebhaften Vereinsleben, finden im „Städtischen Kulturhaus Bitterfeld-Wolfen“ durchschnittlich um die 100 öffentlich-kulturelle Veranstaltungen mit ca. 20 000 Besuchern jährlich statt.

Am Mittwoch, den 1. Oktober, findet ab 17 Uhr, ein buntes Programm statt. Damit möchte die Stadt Bitterfeld-Wolfen Danke sagen. Alle Unterstützer wurden dazu eingeladen und sollen während der Festveranstaltung  ihre Sponsorenurkunde überreicht bekommen. Musikalisch untermalt wird diese Veranstaltung vom Wolfener-Ballett-Ensemble e.V., Marko Roye und von der Yamaha-Musikschule.

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich und nur für geladene Gäste, entgegen anderslautender Informationen.

 


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