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Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 07.10.2016 um 10:28:04

Stahlharte Pyramide in Brehna - Locker vom Hocker 2.0

Beim Locker-vom-Hocker-Fototermin mit dem Stahlspezialisten Matthias Gabler und seiner stahlharten Pyramide inmitten der Produktionshalle in Brehna. Beim Locker-vom-Hocker-Fototermin mit dem Stahlspezialisten Matthias Gabler und seiner stahlharten Pyramide inmitten der Produktionshalle in Brehna.
Foto: Sebastian Köhler
Locker vom Hocker 2.0 - Wochenspiegel-Plauderstunde mit Matthias Gabler. Joint Venture im asiatischen Raum.

Zur entspannten Gesprächsrunde trifft sich Stefan B. Westphal vom Wochenspiegel mit außergewöhnlichen Menschen der Region - diesmal in einer Pyramide beim Stahlbau Brehna und dem Geschäftsführer Matthias Gabler.


Wo begegnet man Stahl aus Brehna?
Man trifft unseren Stahl in den Regionen Bitterfeld und Leuna oder im Porschewerk sowie im gesamten Bundesgebiet, unter anderem auch im Fantasialand bei der Wasserbahn Chiapas und auch bei Teilen des Bergmassivs der neuen Achterbahn und im fast kompletten europäischen Wirtschaftsraum.

Ist Stahl besser und flexibler als anderes Material?
Ja, im Grunde genommen schon, jedoch kann man auch mit Glas, Holz und Beton in der Kombination eine Menge gestalten. Deswegen sind wir nicht nur im Stahlbau unterwegs, sondern entwickeln und bauen auch schlüsselfertige Industrieprojekte. Letztendlich ist es eine Mischung aus mehreren Bereichen. Diese Mischung macht letztendlich den Erfolg aus.

Welche Bedeutung hat Ihr Markenzeichen, die Pyramide?
Die Pyramide ist unser Markenzeichen, unser Statussymbol. Sie symbolisiert, dass man im modernen Bauwesen auch andere eindrucksvolle und gut sichtbare Konstruktionen problemlos umsetzen kann. Sie symbolisiert den Nachbau der ägyptischen Pyramiden, den sogenannten goldenen Schnitt. Das bedeutet gleichzeitig, wir sind sehr individuell aufgestellt.

Wie sieht ein typischer Tag von Matthias Gabler aus?
Ich glaube, so wie bei den meisten anderen Menschen. Ich stehe 05:30 Uhr auf und mache die Brote für meine beiden Söhne. Das lass ich mir auch nicht nehmen. Dann sitzen wir als Familie gemeinsam am Frühstückstisch. Es ist die einzige Möglichkeit am Tage sich gemeinsam zu sehen, vor allem tauschen wir dabei das Wichtigste bei frischem Kaffee und guter Laune aus.

Würden Sie selber auch mit anpacken?
Ich habe alles von der Pike auf gelernt. Als Erstes eine Ausbildung zum Baufacharbeiter beim WBK Dessau absolviert und anschließend zu DDR-Zeiten studiert. Hier bei Stahlbau Brehna habe ich 2000 als angestellter Geschäftsführer begonnen und dann ab 2007 die Anteile des Unternehmens sukzessive übernommen. Somit bin ich heute alleiniger Gesellschafter und wir sind mittlerweile mit derzeit 78 Mitarbeitern in Brehna unterwegs. Zur Firmengruppe gehört auch noch ein Planungsbüro, wo weitere 20 Mitarbeiter konstruktiv tätig sind.

Sie haben weiterhin Joint Venture Unternehmen in China gegründet. Gibt es da Unterschiede zwischen Deutschland und Fernost?
Eigentlich nicht. Die Mentalität der Menschen ist dort vielleicht ein klein wenig anders und entspricht in etwa den Wertvorstellungen in der ehemaligen DDR. Man kann den Mitarbeitern noch Werte anders vermitteln. Ab und zu gibt es einen Fahnenappell früh am Morgen und man schwört alle schwürt alle wird auf den Tag und die Produktivität ein. Persönlich fühle ich mich in China auch so wohl wie zu Hause in Deutschland. Einzig die Verständigung ist sicherlich nicht ganz so einfach, doch die erfolgt über Mitarbeiter, die beide Sprachen beherrschen. Zur Not verständigt man sich auch mit allen anderen Sinnen, d. h. Beinen, Händen oder per Augenkontakt.

Haben Sie eigentlich irgendwie noch Freizeit?
Ja sicher. Ich laufe 2- bis 3-mal in der Woche bis zu 10 km und bin leidenschaftlicher Fußballer. Früher war ich selber aktiver Fußballer bei Vorwärts Dessau. Mein Herz schlägt auch für den Motorsport. Wir unterstützen hier den Rennsportfahrer Martin Kirchhoff, der als großes Talent im Nachwuchsbereich gilt. Vielleicht sieht man ihn irgendwann auch mal in der Formel I. Und abends ist auch die Firma das Hobby, wenn man mit seinen Kunden auf vielen Veranstaltungen unterwegs ist.

Wie sieht es bei Ihnen mit dem Fachkräftemangel aus?
Da sind wir wieder beim Thema Pyramide. Ich habe schon seit jeher auf den eigenen Nachwuchs gesetzt. Man zahlt es mir mit Treue und Engagement zurück. Dabei geht es nicht nur um die Gehaltshöhe, sondern um Anerkennung und Freude sowie Teamarbeit. Grundwerte, die bei uns noch etwas bedeuten. Auch Fehler gehören dazu, die man dann gemeinsam auswertet und abstellt.

Was haben Sie früher persönlich an Chefs gehasst?
Da muss ich Sie enttäuschen. Ich habe keinen Hass gegen irgendeinen Chef gehabt. Gut war die Einstellung eines früheren Poliers, der immer zu mir sagte „Geht nicht, gibt es nicht“. Es gibt für jedes Problem eine Lösung. Bei uns im Unternehmen steht der Mensch im Vordergrund und das ist ein wichtiger Aspekt
 
Würden Sie gern mal als Untercover-Boss Ihren eigenen Betrieb unter die Lupe nehmen?
Nein, das würde ich bestimmt nicht tun und irgendwo wäre das auch ein Stück weit ein Vertrauensbruch gegenüber meinen Mitarbeitern.

Gibt es irgendetwas, was Sie im Leben bereuen?
Nein, der Blick geht immer nach vorn, niemals zurück. Im Grunde genommen trifft man nicht immer die richtige Entscheidung. Doch ganz ehrlich, ich bereue nichts.

Wenn wir jetzt 20 Jahre in die Zukunft blicken, was ist dann mit Matthias Gabler?
Dann bin ich 72 Jahre und genauso überzeugt von dem, was ich tue, wie heute. Ich muss immer aktiv sein und ich würde gern auch dann noch beim Stahlbau Brehna etwas machen. Allerdings weiß man nie, ob es das Unternehmen so in dieser Form noch gibt und wie sich die Gesellschaft generell verändert. Wichtig wäre mir aber auch, dass die Gesellschaft erkennt, dass es nur gemeinsam geht. Nicht der Einzelne, sondern das Gesamte ist der Erfolg!

Zur Person:
  • Matthias Gabler - 1964 in Bad-Freienwalde geboren
  • verheiratet, zwei Söhne 13 und 18 Jahre - zehn Klassen Oberstufe
  • zwei Jahre Lehre zum Facharbeiter - 1987 bis 1990 Studium in der DDR - drei Jahre als Bauleiter in Wetzlar gearbeitet -  zwei Jahre für Dr. Jürgen Schneider in Leipzig als Oberbauleiter tätig, dort für die Sanierung der Barthels- und Webers Hof Passagen mit viel praktischer Erfahrung aktiv
  • von 1995 bis 2000 Niederlassungsleiter bei der Baugesellschaft Dickel in Brehna – seit 2000 Geschäftsführer und Gesellschafter Stahlbau Brehna, IPK-Leipzig und Future in Steel Kunming China und leidenschaftlicher Fußballfan von RB Leipzig und Bayern München.

 

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