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Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 25.07.2018 um 09:40:36

Sommerplausch: Die Rolle(n) des Moderators

Als Moderator ist Thomas Passek (links) voll in seinem Element, schon als Kind moderierte der Dessauer im Kinderferienlager Programme auf der Bühne. Als Moderator ist Thomas Passek (links) voll in seinem Element, schon als Kind moderierte der Dessauer im Kinderferienlager Programme auf der Bühne.
Foto: Stefan Julius Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Im Sommerplausch unterhält sich Reporter Thomas Schmidt mit Moderator Thomas Passek. Für Thomas Passek ist es wichtig eine entspannte Atmosphäre zu schaffen.

Dessau (ts).
Moderatoren sind Menschen, die im Fokus stehen. Thomas Passek ist ein solcher und hat diese Intension in die Wiege gelegt bekommen und quasi auch mit der Muttermilch aufgesogen, wie er selber meint. Grund dafür ist der Karneval, der Karneval in Dessau und natürlich Mutter Brigitte und Vater Frank, beide sind Karnevalisten (der ersten Stunde beim MCC, Mitteldeutscher Carneval Club, vorher Magnetbandwerker Carneval Club) und sie haben ihren Sohn – schon früh zum Sprechen auf der Bühne animiert.

Aktiv betreibt er allerdings keinen Karneval mehr - aber seit ein paar Jahren, zur fünften Jahreszeit, moderiert er das Festprogramm des Dessauer Umzuges auf dem Marktplatz. Thomas Passek steht mittlerweile seit über 30 Jahren auf den Bühnen der Region. Als Kind auf der Karnevalsbühne und in der Bütt, heutzutage auf den Show- und Veranstaltungsbühnen in und rund um Dessau. Reporter Thomas Schmidt hat sich im Sommerplausch mit dem „Moderator“ unterhalten.

Herr Passek, Sie sind Moderator? Was genau kann man darunter verstehen?
Also das Wort Moderator/Moderation kommt ja aus dem Lateinischen und heißt so viel wie steuern und lenken. Wenn ich moderiere, lenke ich z. B. ein Programm, eine Veranstaltung, Preisverleihung, Präsentation, führe Gespräche und greife hin und wieder in diese ein.
Ein Moderator darf vor allem viel reden (das liegt mir), es hört immer jemand zu, man kommt viel rum, darf manchmal Dinge tun, die sonst keiner darf und man lernt jede Menge interessante Menschen kennen. Das verstehe ich unter einem Moderator.

Wie sind Sie zur Moderation gekommen?
Mmmh, also ich glaube irgendwann in den 80er Jahren, in einem Kinderferienlager, da durfte ich im Rahmen eines Abschlussprogramms, einmal die Programmpunkte an- und absagen und dann natürlich das Sprechen beim Kinderkarneval – das waren wohl die Anfänge. Später dann als Frontmann der „Jüngsten Rockband der DDR“- Albatros musste ich natürlich auch moderieren, genauso wie als Mitarbeiter bei radio SAW und als DJ sowieso.

Welche Moderationen machen Sie, welche davon gern und warum und umgekehrt?
Also, eigentlich alles quer Beet, wie man so schön sagt… von der Moderation eines Showprogramms (z. B. auf einem Stadtfest oder einer Festveranstaltung), einer Unternehmens–Gala, einer Autopräsentation, einer Messe-Moderation, einer Pressekonferenz, bis hin zu politischen Talkrunden und Diskussionen und natürlich nicht zu vergessen die Moderation als Ringsprecher bei Kampfsportveranstaltungen (z. B. Freefight -und Boxevents).
Also letztere (Moderationen) mache ich sehr gerne, gerade weil ich mich seit dem 6. Lebensjahr selbst dem Kampfsport verschrieben habe und mich dafür interessiere (Ringen, Grappling, Freefight, MMA im 1. DRC Dessauer Ringer Club). Moderationen ohne jegliche vorherige Absprachen (also nur auf Zuruf), bzw. ungeklärtem Ablauf der Veranstaltung, sind gar nicht mein Fall.

Was sind sogenannte schwierige Moderationen für Sie?
Die, die von mir eine lange, intensive und inhaltliche Vorbereitung/Recherche abverlangen. Zum Beispiel Talkrunden, Diskussionen zu aktuell-politischen Themen und Konferenzen mit Themen – die mich – auf Grund ihres Stoffes – persönlich berühren. Ein Beispiel der Dessauer-Fachtag „Lokales Netzwerk Kinderschutz 2016“, wo es um misshandelte Kinder ging.    

Hatten Sie schon einmal einen Blackout? Wie rettet man dann diese Situation?
Daran kann ich mich eigentlich nicht erinnern. Als Sänger jedoch kam dies hin und wieder mal vor. Da stand ich auf der Bühne, die Bandkollegen fingen an zu spielen und ich hatte den Text bzw. den Einsatz vergessen/verpasst. Solange das Publikum nichts mitbekommt und du es in dem Moment gut überspielen kannst, ist das aller Ehren wert.  

Wie bereiten Sie sich auf Moderationen vor?
Mit sehr viel Akribie. Ich nehme alle Informationen zur Veranstaltung und baue mir ein Moderationsgerüst, also einen Leitfaden. Füge Zitate, Sprichwörter und Überleitungen ein und am Ende schreibe ich alles in einen Moderationsablauf. Dies kann schonmal mehrere Stunden dauern, denn nicht immer habe ich gleich eine zündende Idee parat. 
 
Was halten Sie von Moderationskarten zum Ablesen?
Ich finde sie sind als Moderations- bzw. Gedankenunterstützung nicht verkehrt. Auch bekannte Moderatoren aus dem Radio -und TV-Geschäft greifen auf die Karten ab und zu zurück. Meist immer dann, wenn kein Telepromoter oder große Pappkarten/Tafeln zur Verfügung stehen bzw. nicht verwendet werden können.

Gibt es für Sie in Funk und Fernsehen einen Lieblingsmoderator? Wenn ja, warum erhält er von Ihnen dieses Prädikat?

Also wenn ich an das Radio denke, fallen mir gleich mehrere ein. Von Radio SAW Maik ‚Scholle‘ Scholkowsky, Marc Angerstein und der leider zu viel verstorbene Volker Haidt ein. Bei Volker war es die Mischung aus allem, die Stimme, sein Witz, sein Humor, seine Musikalität, sein unglaubliches Talent – Stimmen von bekannten Persönlichkeiten zu imitieren, aber auch in bestimmten Situationen, eine Seriosität und Ernsthaftigkeit in die Moderation zu legen.  Beim Fernsehen ist mein Vorbild – Günther Jauch.  

Gibt es einen Moderator, der für Sie Vorbild ist?
Da würde ich gern bei Günther Jauch bleiben. Er ist wirklich ein exzellenter Moderator. Wie bereits eben erwähnt, kann er wirklich breitgefächert jegliche Art von Moderation übernehmen. Und er ist seinem Stil über Jahre treugeblieben. Ich mag zum Beispiel auch den respektvollen Umgang mit seinen Gesprächspartnern.

Welche Sendung würden Sie gern einmal moderieren und warum?
Darüber habe ich, ehrlich gesagt, noch nie nachgedacht. Vielleicht „Sachsen-Anhalt-Heute“, dann aber nur zusammen mit Susi Brandt (lacht..., war mal beim Radio eine Kollegin von mir).

Welche Moderationsanfragen würden Sie immer ablehnen?
Werbeverkaufsveranstaltungen jeglicher Art, wie zum Beispiel Teleshopping.  

Hatten Sie schon einmal einen Interviewgast, zu dem Sie keinen „Draht“ aufbauen konnten? Wenn ja, wie verhält man sich ihm gegenüber?
Na ja, hin und wieder kam das schon mal vor…aber nichts Prekäres, was mir in Erinnerung geblieben ist. Ja, wie verhält man sich dann am besten? Da hilft nur: Augen zu und durch!

Kurz und knapp:
Was schätzen Sie an sich selber?

Meine Hilfsbereitschaft, meine Freundlichkeit und meinen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn.  

Was schätzen Sie an anderen?
Die Ehrlichkeit, die Höflichkeit und einen respektvollen Umgang miteinander.  

In zehn Jahren…?
Bin ich 10 Jahre älter und hoffentlich gesund.  

Für welche drei Dinge in Ihrem Leben sind Sie am dankbarsten?
Als erstes möchte ich da meine Familie nennen (und die ist groß), meine Freunde und Nachbarn, auf die ich mich immer verlassen kann, dass ich gesund bin und mich auf alles freue, was ich noch erlebe.

Auf was könnten Sie in Ihrem Leben nicht verzichten?
Auf meine Kinder, meine Enkeltochter, meine Familie, meine Freunde und auf eine ehrliche, liebevolle, aufrichtige und harmonische Beziehung. Auf meine Zigaretten schon… (lacht).

Welcher Mensch kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie das Wort erfolgreich hören?
Christopher Columbus. Er ist für mich einer der größten Persönlichkeiten der Zeitgeschichte. Er war ein sehr intelligenter, mutiger und erfolgreicher Mann.

Vielen Dank für den Sommerplausch und einen angenehmen Tag sowie noch eine moderatorische Glanzzeit.

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