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Wochenspiegel > Dessau-Roßlau > Warum waschen wir uns? >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 04.10.2017 um 08:01:24

Warum waschen wir uns?

In der Grundschule in Löberitz erfahre ich einiges und viel Interessantes über die Gesunderhaltung des eigenen Körpers und das ist dazu auch noch richtig lustig. In der Grundschule in Löberitz erfahre ich einiges und viel Interessantes über die Gesunderhaltung des eigenen Körpers und das ist dazu auch noch richtig lustig.
Foto: Thomas Schmidt Galerie (9 Bilder) Galerie (9 Bilder) Galerie (9 Bilder) Galerie (9 Bilder) Galerie (9 Bilder) Galerie (9 Bilder) Galerie (9 Bilder) Galerie (9 Bilder) Galerie (9 Bilder)
Sachkundiges Wissen im Sachkundeunterricht in der Grundschule in Löberitz. Redakteur Thomas Schmidt ist heute als Schmidtschüler in der Grundschule Löberitz im Sachkundeunterricht unterwegs.
 
Löberitz (ts).
Heute mache ich mich auf nach Löberitz. Dort gibt es eine kleine ländliche Grundschule mit knapp 80 Kindern und vier Lehrern sowie einer pädagogischen Mitarbeiterin. Klein, aber oho! Die Schulbücher, die ich letzte Woche im Schrank meiner Tochter verzweifelt gesucht habe, habe ich nicht gefunden. Somit konnte ich quasi keine Hausaufgaben machen. Auf dem Schulhof in Löberitz angekommen, sehe ich als erstes das Schachmuseum. Oh je, denke ich mir - na hoffentlich spielen wir heute kein Schach im Unterricht, denn da habe ich garantiert keine Chance. Mich begrüßt persönlich die Schulleiterin Andrea Fälscher und führt mich gleich in ihre vierte Klasse. "Das ist Herr Schmidt vom Wochenspiegel, er wird heute eine Unterrichtsstunde mit uns gemeinsam gestalten, ihr braucht aber keine Rücksicht zu nehmen", lacht mir Frau Fälscher entgegen. Ich halte unmerklich die Luft an -  na hoffentlich kann ich nach dieser Stunde auch noch lächeln.

Im Vorfeld haben die Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse gemeinsam mit Frau Fälscher entschieden, eine Sachkundestunde mit mir zu praktizieren. Die Schülerinnen und Schüler, das sind Anna Maria, Mason, Janek, Devin, Felicitas, Franz, Sydney, Lina, Nick, Isabell, Leonie und Mia. Auch hier gibt es einen Kreis, einen Stuhlkreis und wir nehmen gemeinsam Platz. Als erstes werde ich natürlich von allen von unten nach oben und wieder zurück gemustert.

Links neben mir sitzt Felicitas und rechts neben mir sitzt Franz, ich reiche beiden die Hand und los geht's. "Hallo Kinder, gebt fein acht, ich hab Euch etwas mitgebracht", beginnt Andrea Fälscher die Stuhlkreisrunde. Ich sehe große, erwartungsfrohe, runde Augen. Die Lehrerin hält eine große Tasche in die Runde. Knisternde Spannung ist zu spüren. Was wird wohl in dieser Tasche sein? Auch ich verspüre eine gewisse kindliche Neugier und harre den Dingen, die da gleich kommen. Janek kann sich kaum halten und plauzt heraus: "Was ist da drin Frau Fälscher?" - die Lehrerin beruhigt. "Ihr dürft gleich alle in die Tasche hineingreifen und jeder nimmt einen Gegenstand heraus". Ich kenne sowas ähnliches unter Weihnachtswichteln, so auch meine neugierigen Gedanken. Leoni darf als erste anfangen. Die Kinder hält es kaum auf den Stühlen. Leoni holt eine große 1,5 l Wasserflasche aus der großen Tasche. Die Viertklässler schauen sich gegenseitig an und zucken mit den Schultern.

Lehrerin Andrea Fälscher fragt in die Runde: "Was ist das und wofür benötigt man das?".  Isabell meldet sich aufgeregt und bemerkt sofort lautstark: "Das ist Wasser und man kann damit experimentieren" - Janek ruft aufgeregt: "Man braucht Wasser zum Trinken, damit man überlebt", Felicitas ruft ergänzend: "…damit man nicht verdurstet". Andrea Fälscher gibt sich mit den Antworten zufrieden. Als nächstes ist Lina dran. Übereifrig und ohne hinzuschauen greift Lina in die Tasche und was zieht die Zehnjährige heraus? Ah, ein Kinder-Shampoo mit Goldstückchen und zwei Käfern darauf. Alle fange laut an zu lachen und Lena ruft erstaunt: „Was habt Ihr denn?“. Nachdem sich alle wieder beruhigt haben, stellt die Lehrerin die Frage. Was ist das und wofür braucht man das? Franz darf als Nächster antworten. "Duschbad und Schaumbad, damit man sich waschen kann". Jetzt ist Mason der nächste Beutelgreifer. Nachdem Mason alle eine halbe Minute unter Spannung gesetzt hat und genauso lange in der Tasche gekramt hat, holt er eine pinkfarbene Kinderzahnbürste heraus. Alles johlt und schreit. Mia beruhigt sich als Erste wieder und ruft laut: "Das ist eine Zahnbürste, die benötigt man, um damit die Zähne zu putzen, dann bleibt man auch gesund und die kleinen miesen, fiesen Zahnbakterien haben keine Chance." - Comedyartig lacht alles wieder los.

So einen lustigen Unterricht habe ich nicht erwartet. Ich freue mich mit allen Schülern und Frau Fälscher über die anschaulichen Unterrichtssituationen. Isabell kennt noch eine Alternative: "Es gibt auch spezielle Kaugummis" - "perfekt" lobt Andrea Fälscher Isabell. "Man soll dreimal täglich die Zähne reinigen, vor allem nach den Mahlzeiten und weil man das nicht überall kann, gibt es tatsächlich spezielle Kaugummis dafür". Ich spüre eine zustimmende Mehrheit für diese logische Information in der Runde. Nach und nach erscheinen weitere Utensilien. Papier Taschentücher, Zahnpasta, Badesalz, Peelingcreme, Haarfestiger, Deoroller, Handtuch und ein knallgelber Waschlappen. Der sorgt nach der Antwort von Anna Maria für lautstarkes Gelächter: "Damit kann man die Geschlechtsteile waschen, damit man nicht stinkt" – hui, der hat natürlich voll reingehauen.

Trotzdem hat sie natürlich recht. Nachdem sich alle wieder beruhigt haben, stellt Andrea Fälscher eine allumfassende Frage. Die gut 15 Utensilien liegen dabei auf dem Boden in der Mitte des Stuhlkreises. "Was braucht man davon und was braucht man davon vielleicht nicht unbedingt?" - sofort bricht eine eifrige Diskussion unter den Viertklässlern aus. Zum Schluss bleiben drei Haufen übrig. "Es geht heute um das Thema Gesundheit, speziell um die Gesunderhaltung des Körpers. Wir brauchen auf alle Fälle von allem als wichtigstes, das Wasser, denn unser Körper besteht zu über 98 % aus Wasser". Ungläubiges Staunen und Sydney meint: "Was, so viel, porr eh", staunt der Zehnjährige, so wie alle anderen auch. "Wasser ist wichtig zum Trinken und auch zum Reinigen, doch warum?", so die Löberitzer Schulleiterin. "Weil mein ohne Reinigung krank werden kann", ruft Nick in die Runde. "Ja auch, denn Kinder entwickeln sich und der Körper braucht Hygiene", so die Lehrerin. 

„Das Thema, die Gesund- und Reinhaltung des Körpers, ist Gegenstand der Bildung in der Grundschule. Anhand ihrer Erfahrungen konnten die Kinder Beispiele nennen oder zu den Dingen sprechen, die ich mitgebracht hatte. Herausgearbeitet wurde, dass man den Körper täglich pflegen muss. Hier bringen die Viertklässler gute Beispiele aus ihrem eigenen Lebensbereich (Zahnpflege, tägliches Waschen oder Duschen, Trinken als wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung, saubere Wäsche...)“

Fazit für mich: Bei den mitgebrachten Utensilien konnte gut ein- und zugeordnet werden, welche Pflegemittel zur Körperpflege notwendig sind (Zahncreme, Duschbad, Seife,…) und welche man benutzen kann, aber nicht unbedingt muss (Creme, Spray, Deo...). Jetzt werde ich zukünftig auch wieder mehr darauf achten, was man benötigt bzw. worauf man verzichten kann.
 

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