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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 11.10.2017 um 08:11:20

Lebenshilfe Roßlau setzt in der Feldstraße Farbtupfer

Das Haus „Schladdenboom“ der Lebenshilfe Roßlau. Das Haus „Schladdenboom“ der Lebenshilfe Roßlau.
Foto: Detlef Barth Galerie (1 Bild)
Hauses „Schladdenbohm“ dient dem Bereich Ambulant Betreutes Wohnen.

Roßlau (red/db). Vor wenige Tagen hat die Lebenshilfe Roßlau (LHR) ein neues Wohnhaus in der Feldstraße 5 in Roßlau eingeweiht. Es ist dem Bereich des Ambulant Betreuten Wohnens zugeordnet und mit Wohnungen für ambulant betreute Mitarbeiter der Lebenshilfe ausgestattet. Im Dachgeschoss entstanden Büroräume für die Verantwortlichen des Ambulant Betreuten Wohnens.

Eingeladen zur Freigabe des neuen Objektes waren Vereinsmitglieder, Unterstützer und Partner des Vereins, die sich in das Projekt mit eingebracht haben. Bei der Lebenshilfe Roßlau arbeiten derzeit rund 250 betreute erwachsene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sie werden durch erfahrenes Fachpersonal unterstützt und angeleitet.

Bereits kurz nach dem Start des Ambulant Betreuten Wohnens im Jahr 2010 wurde die Lebenshilfe Roßlau auf ein zum Verkauf stehende Haus in der Feldstraße aufmerksam. Das Objekt gefiel und im Dezember 2012 ging dieses Grundstück in das Eigentum der LHR über. Geschäftsführerin Christina Hensel: „Es bestand der Wunsch nach einer geringen Entfernung zu unseren Werkstätten in Waldesruh, Innenstadtnähe und es sollte eine freistehende Immobilie mit Garten und Grünfläche sein“.
Viele Leistungen, wie der notwendige Abbruch, die Beräumung und die Entkernung wurden 2014 in Eigenleistungen durchgeführt, um die notwendige Baufreiheit zu schaffen.

Es folgte 2015 und 2016 der Umbau, der Altmieter des ersten Obergeschosses wurde für sieben Monate „ausgesiedelt“.
Im April 2016 zog der Mieter wieder hier in die Feldstraße ein. Eigentlich zog er wieder in seine Etage zurück.
Inzwischen sind auch die ersten zwei langjährig betreuten Mitarbeiter als Mitbewohner eingezogen.

Mit dem Haus hier in der Feldstraße hat die Lebenshilfe das vierte Gebäude für den Bereich Wohnen entstehen lassen. Alle Wohnhäuser sind individuell und tragen ihre eigenen Namen: „Haus Lärchenweg“, „Haus Kiefernweg“ und „Haus Waldhorn“.
Nun galt es für das „Haus Feldstraße“ einen schöneren Namen zu finden. Es sollte ein Besonderer werden, der dieses farbenprächtigen Objektes in das rechte Licht rückt. Und mit Hilfe von Roßlaus obersten Ortschronisten Klemens Koschig wurde man fündig.

Haus Schladdenbohm

Sieht man von der Hauptstraße ab, ist die Feldstraße die älteste Straße jenseits der Rossel. Diesen Namen hat sie schon 1884 erhalten. Im „Roßlooischen Volksmund“ hatte die Straße damals noch einen anderen Namen: Schladdenbohmstraße.
Er stammt aus jener Zeit, wo es noch keine Handwagen gab. Deshalb wurde im Sommer mit der Bockkarre gekarrt. Im Winter tat der Schlitten gute Dienste. Mit diesem „Schladden“ also holten die Roßlauer ihr Holz aus dem „Busch“ oder besser „Bohm“, weshalb die Straße „Schlittenbohmstraße“ bzw. wie bereits erwähnt “Schladdenbohmstraße“ genannt wurde.

 

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