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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 12.10.2017 um 15:32:33

Tierhalter und Wolfschützer gehen gemeinsamen Weg

Tierhalter Swen Keller erklärt vor Ort, wie das neue Herdeschutzprojekt funktioniert. Tierhalter Swen Keller erklärt vor Ort, wie das neue Herdeschutzprojekt funktioniert.
Foto: Anke Katte Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
In Kühren wurde ein beispielhaftes Herdenschutzprojekt vorgestellt.

Kühren (ak). Auf überaus großes Interesse stieß ein Herdenschutzprojekt, das am Dienstag in Kühren bei Aken vorgestellt wurde. Die historische Dorfscheune, in der Mitarbeiter des Wolfskompetenz-Zentrums Iden und des WWF, zunächst die Situation der Wolfspopulation in Sachsen-Anhalt darstellten, war gut besucht.
Nicht nur aus Anhalt-Bitterfeld und Dessau-Roßlau waren Tierhalter, Landwirte und Pächter angereist, sondern auch aus dem Havelland, dem Jerichower Land und dem Salzlandkreis.

Derzeit seien 13 Rudel, die insgesamt knapp 80 Wölfe umfassen, offiziell in Sachsen-Anhalt erfasst. Ein Großteil der Tiere halte sich im nördlichen Teil des Landes auf.

Ansprechpartner im Land für alle Fragen rund um den Wolf ist das Wolfskompetenz-Zentrum. Die fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für die fachliche Beratung zum Herdenschutz, für die Rissbegutachtung vor Ort, für die Erfassung und Überwachung der Bestände sowie die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Und da gibt es jede Menge Bedarf. Denn bekannterweise gehen die Meinungen zum Thema Wolf sehr weit auseinander. Die einen halten seine bloße Anwesenheit für unnötig und unverantwortlich, die anderen freuen sich, dass das Wildtier, das auch als „Gesundheitspolizei des Waldes“ bezeichnet wird, seinen Weg zurück in unsere Region gefunden hat.

Als Vermittler zwischen beiden Lagern versteht sich Christian Emmerich. Der Wolfsbotschafter hat gemeinsam mit einem betroffenen Tierhalter aus Kühren ein Herdenschutzprojekt entwickelt. Die Mutterkuhherde von Swen Keller war im März 2017 Opfer eines Wolfsübergriffs geworden. Der Rinderzüchter und Hundetrainer suchte nach Lösungen, sein in freier Natur lebendes Fleckvieh effektiv zu schützen. Dabei half ihm seine Erfahrung im Umgang mit Hunden.

Seit kurzem bewachen drei Pyrenäen-Berghunde die Herde, die im Wulfener Bruch weidet. Kühe und Hunde, funktioniert das denn? Diese Frage wurde von vielen er­­fahrenen Rinderzüchtern ge­­stellt.
„Ja, sehr gut sogar. Beide haben  sich schnell aneinander ge­­wöhnt und vertrauen sich“, so die Antwort von Swen Keller.

Da aber nicht jeder Tierhalter einen ausgebildeten Herdenschutzhund anschaffen und halten kann, gibt es ein mobiles Zaun-Schnellbausystem, mit dem sich große Flächen effektiv wolfsabweisend einzäunen lassen. Christian Emmerich erläuterte die technischen Details.

Der wirksamste Schutz gegen Wölfe wäre, wie von Swen Keller praktiziert, eine Kombination aus Hunden und Zaun.
Das Land Sachsen-Anhalt fördert die Anschaffung von mobilen Elektrozäunen und Herdenschutzhunden. Zuständig ist das Amt für Landwirtschaft und Forsten Anhalt in Dessau.

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