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Torsten Waschinski Torsten Waschinski
aktualisiert am 14.03.2018 um 09:10:38

Heimatrezepten auf der Spur: Sauerbraten mit Kartoffeln

Christian Leo Parasian Siregar und Theo Tribintang stammen aus Indonesien und wurden jetzt mit deutscher Küche konfrontiert. Christian Leo Parasian Siregar und Theo Tribintang stammen aus Indonesien und wurden jetzt mit deutscher Küche konfrontiert.
Foto: Sebastian Köhler Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder)
Auszubildende kreieren Gerichte klassisch und modern. Ehrgeiziges Kochprojekt mit Schülern des Berufsschulzentrums „Hugo Junkers“.

Anhalt (TW/red).
Aus Medan in Indonesien sind Theo Tribintang (21) und Christian Leo Parasian Siregar (24) vor einiger Zeit nach Deutschland gekommen. Sie absolvieren eine Kochausbildung beim Freizeit- und Ferienhof in Großpaschleben und helfen dabei, den Fachkräftebedarf in der Branche zu decken.

Theo und Christian besuchen für den theoretischen Teil ebenfalls das Berufsschulzentrum „Hugo Junkers“ in Dessau, wo sie unter anderem von Thomas Wolffgang unterrichtet werden. Beim (Aus)Bildungsprojekt über traditionelle Heimatgerichte, bei dem die Azubis überlieferte Rezepte in die Neuzeit übertragen, haben sie sich den Sauerbraten vorgenommen. Bei der Beschaffung der regionalen Zutaten wurden sie unterstützt durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Anhalt-Bitterfeld, Dessau, Wittenberg mbH.

„Der Sauerbraten ist ein Klassiker der deutschen Küche. Wie bei vielen Gerichten bestehen unterschiedliche Regionen darauf, dass ihr Sauerbraten der Ursprüngliche ist. Eine Gemeinsamkeit aller Sauerbraten ist jedoch das Einlegen von Fleisch in einer Beize aus Essig und verschiedenen Gewürzen“, haben Christian und Theo herausgefunden. Vor allem römische Einflüsse sollen dem Sauerbraten zugrunde liegen, denn angeblich habe kein Geringerer als Julius Cäsar auf seinem Marsch über Bonn, Köln und Aachen nach Gallien Rindfleisch in Essig-Amphoren (Tongefäßen) konservieren lassen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich wahrscheinlich daraus über Jahrtausende der Rheinische Sauerbraten.

„Da wir die anhaltische Küche kochen mussten, haben wir das traditionelle Rezept von Sauerbraten ein bisschen geändert. Ursprünglich müssen Rosinen in der Soße enthalten sein. In der Praxis wir haben sie weggelassen“, erklären die beiden Azubis ihren Ansatz. „Als Beilage haben wir Kartoffelklump gewählt, weil es ganz typisch anhaltische Küche ist, besonders in Bernburg. Genauso haben wir uns entschieden, den Rotkohl als Gemüse zu wählen. Rotkohl ist ein typisches Wintergemüse und passt sehr gut zu den Sauerbraten. Aber der Hauptgrund, warum wir den Rotkohl gewählt haben: Er ist immer als Gemüse beim Sauerbraten dabei. Diese Kombination ist wirklich hervorragend.“

Für ihre moderne Variation richteten Theo und Christian den Sauerbraten mit scharfer Soße, Rotkohl, Kartoffeltalern, roten Zwiebelringen, Blattpetersilie und Tomate an. „Wir denken, wenn jemand sauer und scharf isst, wird es im Mund explodieren. Scharfe Soße ist auch unser typischer Geschmack.“

Und die roten Zwiebelringe? „Wenn wir scharfe Soße kochen, kochen wir immer mit Zwiebel dazu. Normalerweise benutzen wir Gemüsezwiebeln, aber wir denken, wenn wir rote Zwiebel verwenden, wird es farblich schön aussehen.“

Die Kartoffeltaler gibt es auch in Indonesien. „Aber wir nehmen sie nicht als Beilage. Sie sind in unserem Land die Vorspeise. Wenn wir Suppen essen möchten, dann gibt es auch Kartoffeltaler dazu. Wir machen hier, weil ein Grundnahrungsmittel in Deutschland die Kartoffel ist. Wir denken, wenn der Gast Kartoffeltaler isst, das ist es ein typisches deutsches Essen.“

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