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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 19.07.2018 um 09:38:59

An zwei Sommerabenden spuckt und speit der Vulkan in Wörlitz

Rundgang der Akteure auf dem Vulkan: v. l. Pyrotechniker Frank Sander, Brigitte Mang, Direktorin der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, Konzertmanager Hans Reimann und Dr. Steffen Kaudelka, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kulturstiftung. Rundgang der Akteure auf dem Vulkan: v. l. Pyrotechniker Frank Sander, Brigitte Mang, Direktorin der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, Konzertmanager Hans Reimann und Dr. Steffen Kaudelka, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kulturstiftung.
Foto: Anke Katte Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Ein künstlicher Vulkan, der Feuer spuckt, ist europaweit einmalig.

Wörlitz (ak). Es gibt wohl kaum einen verlässlicheren Vulkan als den im Wörlitzer Park. Denn man weiß mit nahezu hundertprozentiger Be­­stimmt­­heit, wann er das nächste Mal ausbrechen wird. 

Den Termin verkündete Brigitte Mang, Direktorin der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, am Montag bei einem Pressegespräch auf der Felseninsel Stein in Wörlitz. Demnach wird der für den Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau in den Jahren 1788 bis 1794 errichtete künstliche Vulkan am 25. und 26. August 2018 ausbrechen. Das besondere Schauspiel im Unesco Weltkulturerbe fällt zudem ins Jahr des 100-jährigen Bestehens der Kulturstiftung. 

Dass es sich diesmal um einen Samstag und Sonntag handelt, liegt an den Wörlitzer Filmtagen, die am 24. August enden werden. 

Über das hochkarätige Rahmenprogramm, das die Inszenierung des Vulkanausbruchs begleiten wird, informierte Hans Reimann vom gleichnamigen Konzertmanagement. Das Schauspiel aus Licht, Ton, Wasser, Musik, Tanz, Pyrotechnik und Kulinarik wird in bewährter Weise in Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung und dem Ringhotel ‚Zum Stein‘ serviert“, so Hans Reimann.

Die sommerlich-kulinarische Gondelfahrt zur Insel Stein wird von musikalischen und tänzerischen Einlagen begleitet, dargeboten vom Vokalquintett Nobiles, dem Bläserensemble des Anhaltischen Theaters Dessau und einem renommierten Ballettensemble aus Berlin. An der Insel angekommen erwartet die Gäste ein Konzert im antiken Theater.

Als krönenden Ab­­schluss erleben die Besucher den spektakulären Ausbruch des Vulkans zur Blauen Stunde (also kurz nach Sonnenuntergang) vom Wasser aus. Das pyrotechnische Spektakel, für das Pyrotechniker Frank Sander mit seinem Team aus Thüringen verantwortlich zeichnet, wird in Anlehnung an die historischen Ausbrüche zur Zeit des Fürsten in Szene gesetzt. Sander kennt den künstlichen Vulkan und seine technischen Geheimnisse schon vom letzten „Ausbruch“ im Jahr 2016. 

Ein weithin hörbares Grollen und Grummeln wird schon gegen 17.30 und 18 Uhr die bevorstehende Eruption ankündigen.
Wer sich an einem der beiden Abende einen der 240 begehrten Plätze auf den Gondeln sichern möchte und hautnah bei dem exklusiven kulinarischen und kulturellen Erlebnis dabei sein möchte, muss schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Ein Ticket kostet 160 Euro. Die Nachfrage ist groß, vor allem der Samstag ist schon sehr gut gebucht (www.gartenreichsommer.de).

Da der Park bis auf einige wenige Bereiche, die aus Sicherheitsgründen an diesen beiden Abenden gesperrt sein werden, allen Besuchern offen steht, kann man als Zaungast das pyrotechnische Spektakel auch völlig kostenfrei miterleben. Hunderte Schaulustige haben das bei den vergangenen Vulkanausbrüchen getan. Mit Klappstühlen, Decken und Picknickkörben bewaffnet, sicherten sie sich schon Stunden vorher gemütliche, lauschige Plätze. 

Allerdings sollte man rechtzeitig anreisen und einen Spaziergang vom Großparkplatz aus durch den Park einplanen, rät Brigitte Mang. In Wörlitz selbst wird es am letzten Augustwochenende keine Parkmöglichkeiten geben, so sieht es das Notfallmanagement, das mit Feuerwehr und Rettungskräften abgestimmt ist, vor. 

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