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Wochenspiegel > Dessau-Roßlau > 111 Jahre Sport in Zörbig >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 17.08.2018 um 16:28:57

111 Jahre Sport in Zörbig

Diese alte Aufnahme aus dem Jahre 1925 zeigt eine Sportgruppe mit dem damaligen Sportgruppengründer Rudolf Dinsel. Diese alte Aufnahme aus dem Jahre 1925 zeigt eine Sportgruppe mit dem damaligen Sportgruppengründer Rudolf Dinsel.
Foto: Repro Thomas Schmidt (Heimatmuseum Zörbig) Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Seit 1861 gibt es in Zörbig eine Turn- und Sportbewegung. Vom 17. bis 19. August wird drei Tage lang im Sportverein 1907 gefeiert.

Zörbig (ts).
Sport hat in Zörbig eine lange Tradition, genau genommen bereits seit 111 Jahren oder noch genauer betrachtet seit 1891. Zörbiger Arbeiter gründeten am 14. Juli den “Sportclub von 1907”, der den Fußballsport integrierte. Gefeiert wird vom 17. bis 19. August auf dem Schloss Zörbig, dem Sportplatz, der Sporthalle am Schloss, im Stadtbad und auf dem Tennisplatz. Los geht’s am Freitag, 18 Uhr, auf dem Sportplatz Zörbig mit dem Fußballspiel: Zörbiger FC „Oldies“ gegen den Halleschen FC „Tradition“ mit Anstoß durch Sachsen-Anhalts Finanzminister André Schröder.

Ab 19 Uhr folgen Lineup mit DJ Andrusch im Schlosshof und ab 21 Uhr live „Tänzchentee“. Am Samstag geht’s 10 Uhr im Zörbiger Stadtbad mit der Austragung des alljährlichen Beach-Volleyball-Turniers los. Gleichfalls ab 10 Uhr wird es an der Sporthalle am Schloss sportlich. Dort startet der Strengbachlauf über die Strecken 1 km, 3 km und 10 km. Kinder bis Jahrgang 2005 laufen 1 km, die Jahrgänge 2004 bis 2000 3 km und ab Jahrgang 1999 10 km. Anmeldungen werden noch bis 9 Uhr entgegengenommen. Auf dem Parkplatz daneben wird ein Soccercourt errichtet und zum Soccer-Turnier für Kinder eingeladen. Dazu gibt es einen großen Familiensporttag. In der Sporthalle beginnen ab 11 Uhr lustige sportliche Wettkämpfe.

Jeweils zwei Personen bilden eine Mannschaft. Gewertet wird in fünf Altersklassen, wobei sich die Einstufung aus der Summe des Alters beider Starter ergibt. Gegen 14:30 Uhr zeigen in der Halle die Sportakrobaten des SV Halle ihr Können und im Anschluss gibt es ein Puppentheater für die Kleinen im Besprechungsraum der Turnhalle mit Elefant Tino`s Abenteuer - ein Puppentheater zum Mitmachen und Mitlachen. Beginn ca. 15:30 Uhr; Eintritt 3,00 Euro.

Das Heimatmuseum präsentiert eine Sonderausstellung zum Thema 111 Jahre Zörbiger Sport, zusammengestellt von MuR Brigitta Weber. Die Ausstellung kann noch bis zum 30. November besucht werden (Öffnungszeiten: Montag – Freitag, 09:00 – 15:30 Uhr, sonn- und feiertags von 14:00 – 17:00 Uhr sowie nach telefonischer Absprache unter der Telefonnummer 034956 25605. Von 18 bis 24 Uhr wird im Schlosshof gefeiert.

Die Zörbiger Schulband „Lifve“ beginnt. Gegen 19 Uhr folgen ein paar Grußworte sowie einige Auszeichnungen verdienter Sportler. Gegen 20 Uhr spielen im Wechsel die Liveband „Prokyon A“ und DJ Andrusch. Am Sonntag gibt es ab 10 Uhr auf dem Tennisplatz in der Jeßnitzer Straße einen „Tag der offenen Tür“, die Sportler der Abteilung Tennis laden zum Mitmachen und Reinschnuppern ein. Ebenfalls gegen 10 Uhr starten auf dem Sportplatz in Zörbig ein sportlicher Frühschoppen und um 11 Uhr, die Fußballspiele: ZFC - Turbine -Halle (B-Junioren). 14 Uhr geht es weiter mit dem Zörbiger FC II - SV Friedersdorf II.

Die Geschichte:
Die deutsche Turn- und Sportbewegung geht auf den “Turnvater” Friedrich Ludwig Jahn (1778 – 1852) zurück. Den ersten Turnverein in Zörbig gründeten sportbegeisterte Bürger bereits am 31. August 1861. Zu dieser Zeit erhielten die Jungen in der Schule bereits Turnunterricht. In den folgenden Jahren organisierten sich weitere sportliche Vereine: der Zörbiger Radfahrer-Club 1891, der Sport Verein Zörbig 1896, der Zörbiger Radfahrer Verein “All Heil” 1897, der Radfahrer-Verein “Frisch Auf” zu Zörbig 1902, der Fußballclub Germania 1906 zu Zörbig, der “Sportclub vom Jahre 1907”, der Fußballclub Beamten-Kegel-Klub 1909, der Kegelklub “Guten Abend” 1910 und der Athletikverein 1911.

Seit 1904 wurde Fußball auf dem Schützenplatz gespielt. Die Tore bestanden aus je zwei Meter langen Stangen, überspannt von einem weißen Band. Dann gründeten Zörbiger Arbeiter am 14. Juli den “Sportclub von 1907”, der den Fußballsport einschloss.

Bestand der Verein anfangs nur aus einer Fußballabteilung, wurden nach und nach weitere Sportarten in den Verein integriert. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in welchem die Zörbiger den Sport einstellen mussten, gab es die Abteilungen Fußball, Tennis, Turnen und Gymnastik, Tischtennis, Schach und Billard. Nur der Name hatte sich geändert. Aus dem SV Zörbig wurde dann die BSG "Empor Zörbig". 1975 gab es den nächsten Namen - durch den Trägerbetrieb VEB Starkstromanlagenbau Halle nannte sich der Verein fortan BSG "VEM Zörbig". Mit dem neuen Namen kamen auch neue Sportarten, wie etwa Basketball, nach Zörbig. Geeignete Stätten zum Turnen oder Fußballspielen zu finden, bereitete von Anfang an Schwierigkeiten. Oft wurde zwischen dem Schützenplatz, der Bullenwiese und verschiedenen Lokalitäten gewechselt.

Im ersten Weltkrieg ruhte die Sportbewegung. 1918 erhielt sie neuen Aufschwung. Der Arbeiter-Sportclub umfasste den Turnverein “Frisch auf”, den Fußballklub “Wacker” und den Radfahrerverein “Solidarität”. Rudolf Dinsel gründete 1919 eine Jugendgruppe. Drei Höhepunkte 1921 waren der Zusammenschluss im Arbeiter-Sport-Kartell unter Beteiligung der Löberitzer Radfahrer, der Reichs-Arbeiter-Sporttag in Zörbig und im August die Einweihung des eigenen Platzes mit einem Fußballwettkampf.

Trotz schwerster wirtschaftlicher Bedingungen entwickelte sich der Arbeitersport bis 1933 weiter. Er stagnierte durch den Nationalsozialismus und den 2. Weltkrieg. Schon im Juni 1945 gründete sich der Sportklub 07 neu. Namen und Trägerbetriebe oder Sponsoren wechselten, aber bis in die Gegenwart betätigen sich Zörbiger Sportler unter Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen beim Fußball, Basketball, Badminton, Volleyball, Tennis, Tischtennis, Gymnastik, Schach, Radwandern und in weiteren Sportarten im Sportverein Zörbig e. V. 1907.

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