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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 15.02.2019 um 14:19:52

Wie weiter am Schlossplatz in Dessau? Stadt hält an Hotel-Plänen fest

Pressegespräch mit Oberbürgermeister Peter Kuras (M.), Beigeordneten Christine Schlonski (Stadtentwicklung und Umwelt) und Dr. Robert Reck (Wirtschaft und Kultur). Pressegespräch mit Oberbürgermeister Peter Kuras (M.), Beigeordneten Christine Schlonski (Stadtentwicklung und Umwelt) und Dr. Robert Reck (Wirtschaft und Kultur).
Foto: Anke Katte Galerie (1 Bild)
Stadt hält an Hotel-Plänen fest -  Initiative und Bürger sollen in die Erarbeitung eines Gestaltungkonzeptes für den Lustgarten und den Platz einbezogen werden.

Dessau (ak).
Der Schlossplatz in Dessau steht momentan im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Die Vielzahl der Kommentare und Leserbriefe und die Aktivitäten der Bürgerinitiative „Schlossplatz“ veranlassten die Stadtverwaltung, die Öffentlichkeit über ihre weitere Vorgehensweise zu informieren. Dazu hatten Oberbürgermeister Peter Kuras und die Beigeordneten Christine Schlonski (Stadtentwicklung und Umwelt) und Dr. Robert Reck (Wirtschaft und Kultur) am vergangenen Mittwoch zu einem Pressegespräch eingeladen. Vorausgegangen war ein konstruktives Treffen mit Vertretern der Bürgerinitiative, die den Platz gern wieder nach historischem Vorbild in seinem früheren Glanz sehen würde.


„Ich bin froh, wenn sich Bürger so intensiv für das Wohl und Wehe ihrer Stadt einsetzen und habe vollstes Verständnis für das Interesse an der historischen Bausubstanz“, so der Oberbürgermeister. Realität sei aber, dass die Reste des Stadtschlosses und der Herzoglichen Wache nach dem Krieg von den neuen Oberen der Stadt nicht gewollt waren und gesprengt wurden. Ein Vergleich mit der Frauenkirche in Dresden wäre vermessen, zumal nach der Wende in Dessau der Johannbau und die Marienkirche mit viel Geld und Liebe zum Detail wieder aufgebaut wurden. Das komplette 18. Jahrhundert an dieser Stelle wieder aufzubauen, könne und wolle man nicht. Das Ganze wäre finanziell utopisch und auch von den Besitzverhältnissen der Immobilien her gar nicht machbar.

Kuras schilderte noch einmal, wie viel Engagement und persönlichen Einsatz Dr. Robert Reck und er in das Hotelprojekt investiert hätten. Dass sich mit Getec und Papenburg zwei solvente Investoren aus Sachsen-Anhalt für einen Hotelneubau am Schlossplatz interessieren, sei ein Glücksfall. So könne ein Jahrzehnte langer städtebaulicher Missstand endlich beseitigt werden. Die Vorgaben in der städtischen Ausschreibung des Projektes haben sowohl vom Grundriss als auch von der Gebäudehöhe her die einstige Bebauung berücksichtigt. Die Vorschläge beider Investoren würden aus Sicht von Christiane Schlonski hervorragend in das Stadtbild passen und stünden künftigen Entwicklungen am Lustgarten und am Schlossplatz nicht im Wege. 

„Deshalb sollten wir das Hotelprojekt zu einem vernünftigen Abschluss bringen“, so Kuras, zumal die Auslastungszahlen für mehr städtische Hotelbetten sprächen. 
Beide Investoren hätten sich bereit erklärt, historische Elemente in ihre Pläne aufnehmen. So gebe es noch Statuen und Reliefs von den Pavillons „Elbe“ und „Mulde“, die einst den Lustgarten zierten und schon seit Jahren im Auftrag der Stadt eingelagert sind. Sie könnten als Reminiszenz an das einstige Residenzschloss im künftigen Hotel in Szene gesetzt werden. 

Die Strategie der Stadt sei es, den Hotelneubau und die Entwicklung des Schloss­­platzes im Einklang miteinander vor­anzubringen und die Bürgerschaft einzubeziehen. 
Der Stadtrat soll spätestens im Juni - also noch bevor die neu gewählten Mitglieder antreten - entscheiden, welcher Investor den Zuschlag erhält. 

Parallel wird daran gearbeitet, eine Ersatzunterbringung für das im ehemaligen Berufsschulgebäude eingelagerte Archivgut zu finden und das Gebäude auf Kosten der Stadt komplett abzureißen.

Mit Hilfe von Fördermitteln, die die Stadt nach ihrer gescheiterten Laga-Bewerbung (Landesgartenschau) beantragt hatte und die im Dezember eingetroffen sind, soll für den Bereich Mühleninsel, Schlossplatz und Lustgarten ein Verfahren angeschoben werden, das alle bisherigen Ideen sammelt und unter Beteiligung von Vertretern aus Politik, Stadtgesellschaft, interessierten Bürgern und Planungsbüros diskutiert und neu bewertet. Am Ende des von einem externen Moderator begleiteten Prozesses soll ein Gestaltungskonzept stehen. 

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