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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 06.03.2019 um 08:10:13

Sie setzen ein klares Zeichen - Gedenken in Dessau-Nord

Dietrich Bungeroth, Stephan Marahrens, Julia Moori und Bernd Krüger rufen am 9. März zu einem Lichterlabyrinth in Dessau-Nord auf. Dazu werden möglichst viele Gläser mit Teelichtern benötigt. Dietrich Bungeroth, Stephan Marahrens, Julia Moori und Bernd Krüger rufen am 9. März zu einem Lichterlabyrinth in Dessau-Nord auf. Dazu werden möglichst viele Gläser mit Teelichtern benötigt.
Foto: Anke Katte
Wochenspiegel-Themenjahr „Menschenskinder“ stellt gewöhnliche und besondere Menschen vor - diesmal die Arbeitsgruppe „Dessau-Nord gedenkt“

Dessau (ak).
Schon zum vierten Mal stellt die Arbeitsgruppe „Dessau-Nord gedenkt“ im Rahmen der großen Aktion des Netzwerkes „Gelebte Demokratie“ und seiner Kooperationspartner für den Nachmittag und Abend des 9. März ein Programm speziell für den Stadtteil und seine Bewohner zusammen. 

Bernd Krüger, Dietrich Bungeroth, Julia Moori und Stephan Marahrens engagieren sich ehrenamtlich in der vorbereitenden Arbeitsgruppe. 

Entstanden ist die Veranstaltung, die jeweils rund um den 7. März, den Jahrestag der Zerstörung der Dessauer Innenstadt im II. Weltkrieg, stattfindet, als Antwort auf die sogenannten Trauermärsche rechter Kameradschaften. 

2019 soll in Dessau-Nord mit einem großen Lichterlabyrinth ein Zeichen für Frieden und Toleranz gesetzt werden. Bernd Krüger, Pädagogischer Leiter am Liborius-Gymnasium: „Dazu brauchen wir möglichst viele Menschen, die zwischen 18 und 20 Uhr mit einem Glas und einem Teelicht in die Rabestraße kommen.“

Schon ab 15 Uhr gibt es auf dem Lidiceplatz eine Mahnwache, Gesprächsangebote, einen kleinen Imbiss und Musik. 
Die Mahnwache erinnert an die Ernsthaftigkeit dieses Ortes, der den Namen des tschechischen Dorfes trägt, das 1942 von den Nationalsozialisten zerstört und deren männliche Einwohner brutal ermordet wurden. „Auch hier werden zu Füßen von Bertolt Brecht und Kurt Weill viele Kerzen stehen, Klaus Meier und seine Freunde werden Lieder singen“, kündigt Dietrich Bungeroth, Pfarrer i. R., an. Damit wird der Bogen zur Petruskirche geschlagen, wo um 19.30 Uhr ein Konzert im Rahmen des Kurt Weill Festes mit dem Synagogalchor aus Leipzig erklingt.

Ab 18.30 Uhr können sich Interessierte wieder auf den Humanistenweg begeben und dabei Wissenswertes über die Herkunft der Straßennamen ihres Stadtteils erfahren. Los geht es in der Goethestraße (Höhe Kaufhalle). 

Bunt und voller Lebensfreude - so lautet das Motto am Kreisel in der Mendelssohnstraße. Stephan Marahrens vom Fahrradclub ADFC: „Hier können alle nicht motorisierten Zweiradfahrer, Skater und Inliner von 15 bis 21 Uhr ihre Runden drehen. Für Kinder liegt Straßenkreide bereit.“

Julia Moori, Lehrerin am Liborius-Gymnasium: „Wir wollen mit unseren Aktionen zeigen, dass wir gute Nachbarschaft mit allen Menschen möchten. Als christliche Schule ist das auch unser Auftrag. Christsein verträgt sich nicht mit Fremdenfeindlichkeit.“


Ein Regenbogen aus 1.000 bunten Plakaten

Die Menschenkette für Frieden und Toleranz war in Dessau-Roßlau seit 2013 ein gelungenes Format, um mit einem breiten bürgerschaftlichen Engagement gegen rechte Aufmärsche rund um den Jahrestag der Bombardierung der Stadt im II. Weltkrieg Flagge zu zeigen.

Nach sechs Jahren möchten das Netzwerk „Gelebte Demokratie“ und seine zahlreichen Kooperationspartner etwas Neues wagen. 

Steffen Andersch: „Wir planen eine große Mit-Mach-Aktion. Unter dem Motto ‚Farben(N) bekennen! Ein Regenbogen für Demokratie und Weltoffenheit‘ laden wir am 9. März recht herzlich zu einer Choreographie ein, in der ein Regenbogen mit sechs Farben als Zeichen für Frieden und Vielfalt nachgebildet wird. Dies geschieht mit Plakaten, die einfach für ein paar Minuten hochgehalten werden, um so die Farben des Regenbogens zu symbolisieren. Die Aktion wird übrigens aus verschiedenen Perspektiven gefilmt – wir finden, ein schönes Bild aus und für Dessau-Roßlau.“

An der Aktion beteiligen sich über 20 Organisationen, die eine entsprechende Farb­­patenschaft übernommen haben.

Außerdem wird es ein Bühnenprogramm am Markt, ein Nachbarschaftsfest am Bauhaus, zahlreiche Aktivitäten in Dessau-Nord und an anderen Orten geben.

Das Programm

7. März
18 Uhr - dezentrale Gedenkkundgebungen (u. a. Friedensglocke, Bauhausplatz,
Altes Theater, Christusgemeinde und Friedhof III)
21 Uhr - Gedenkgottesdienst in der Pauluskirche
9. März
13 Uhr - Auftaktkundgebung und Beginn des bunten Bühnenprogramms auf dem Marktplatz
14 Uhr - Mit-Mach-Aktion Choreographie Farbe(N) bekennen - Ein Regenbogen für Demokratie und Weltoffenheit auf dem Markt zum Läuten der Glocken
14.20 Uhr - Ausklang Bühnenprogramm mit Mit-Mach-Aktion des Anhaltischen Theaters
15  Uhr - Stiftung Bauhaus Dessau mit Nachbarschaftsfest auf dem Bauhausplatz
15 Uhr - Dessau Nord gedenkt  mit zahlreichen Aktionen
16. März
13 - 15 Uhr - Aktionen rund um das Bauhausmuseum

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