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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 22.03.2019 um 08:04:56

Oldtimerstammtisch und Museum für Stadtgeschichte geben Einblick in die Dessauer Automobil- und Fahrzeuggeschichte

Uwe Regler (r.) und Andreas Legler vom Oldtimerstammtisch besprechen die letzten Details mit Museumsmitarbeiterin Karin Weigt vor der Eröffnung der Ausstellung. Hingucker der Schau ist die fahrbereite Maschine aus den „Dessauer Motorenwerken Dieterle“. Uwe Regler (r.) und Andreas Legler vom Oldtimerstammtisch besprechen die letzten Details mit Museumsmitarbeiterin Karin Weigt vor der Eröffnung der Ausstellung. Hingucker der Schau ist die fahrbereite Maschine aus den „Dessauer Motorenwerken Dieterle“.
Foto: Anke Katte
Gemeinsame Ausstellung zur Automobil- und Fahrzeuggeschichte der Stadt.

Dessau (red/ak). Eine kleine, feine Ausstellung mit erlesenen Exponaten und umfangreichem Material zu Fahrzeugbauern und ihren Erfindungen aus dem Dessau der 1920er Jahre erwartet alle Technik- und Stadtgeschichtsinteressierten ab diesem Wochenende im Jo­­hannbau.

Anlass für den Blick in die Dessauer Fahrzeuggeschichte ist das 20-jährige Bestehen des Oldtimerstammtisches Dessau e. V., der in seinem Jubiläumsjahr ein umfangreiches Programm mit Vorträgen, Ausfahrten und Sonderausstellungen auf die Beine gestellt hat. 

In den 1920er bis 1930er Jahren gab es in der Muldestadt eine ganze Reihe von Fahrzeugbetrieben und Werkstätten, in denen geschickte Handwerker und geniale Ingenieure tüftelten. Man denke nur an den „Pfeil“, der als Vorgänger künftiger Opel-Modelle in der Werkstatt von Friedrich Lutzmann in der Wasserstadt gefertigt wurde.

Einer, der sich mit Dessaus Fahrzeuggeschichte auf zwei und vier Rädern bestens auskennt, ist Andreas Legler. Er kümmert sich im Verein um die Historie und das Schriftliche. 
Mit Begeisterung erzählt er vom „Dessavia“, einem Auto mit sechs PS, Baujahr 1906 oder von Willy Thiemicke der sich in seinem Betrieb WTZ eigentlich mit Molkereimaschinen beschäftigte, aber auch Motorräder baute und sogar ein Flugzeug aus Wellblech zum Fliegen brachte. Max Hennicke hat im Fischereiweg in Ziebigk skurrile Sachen gebaut, u. a. Motorrad-Anhänger. In der Anhaltischen Automobil und Motorenfabrik AG Dessau wurde auf dem ehemaligen Junkalor-Gelände erfolgreich das Auto „Der Dessauer“ gebaut...

Die kleine Ausstellung, die platzmäßig leider nicht mehr Raum bot, wartet mit zwei echten Hinguckern auf: Einem Seitenwagen aus dem Anhaltischen Fahrzeugwerk Krause, die Leihgabe einer  Oldtimer-Freundin und dem einzigen noch existierenden Motorrad aus den „Dessauer Motorenwerken Dieterle“.

Letzteres konnte dank der Unterstützung zahlreicher Partner, u. a. auch des Autohauses Geissel, für eineinhalb Jahre nach Dessau ausgeliehen werden. Gehütet wird der mobile Schatz im PS.Speicher im niedersächsischen Einbeck.
Uwe Regler, Geschäftsführer im Autohaus Geissel und Mitglied des Oldtimerstammtisches: „Wir haben für die Sonderausstellung auch tolle Unterstützung vom Anhaltischen Theater, der Panoramawerbung und dem Schloss Augustusburg erfahren.“

„Die neue Sonderausstellung passt sehr gut in unser Haus“, erklärt Karin Weigt, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums. „Wir haben eine ganze Etage zur Industriegeschichte, auf der wir anschaulich erzählen, warum Junkers und Gropius nach Dessau kamen und warum es gerade in dieser Zeit so viele Innovationen aus Dessau gab.“ 

In den letzten Tagen vor der Ausstellungseröffnung haben freiwillige Helfer des Museums dafür gesorgt, dass die Schau einen passenden Rahmen erhält. Ohne ehrenamtliches Engagement hätte es wahrscheinlich keine Sonderschau gegeben.  Die Personaldecke in den Dessauer Museen wurde mehr als ausgedünnt.

Die Ausstellung

Dessau zu Beginn der 1920er Jahre. Das Wirtschaftsleben ist geprägt von Krisen, insbesondere im Inflationsjahr 1923. Entlassungen in größeren Betrieben stehen auf der Tagesordnung. Dennoch ist gerade diese Zeit auch eine Zeit des Aufschwungs und vieler Innovationen. Der Wandel der Stadt von einer ehemaligen Residenzstadt zu einer aufstrebenden Industriestadt hatte sich bereits vollzogen. 

Im Bereich der Fahrzeugtechnik entstehen in den Anhaltischen Fahrzeugwerken Robert Krause AG bis in die 1930er Jahre mit großem Erfolg Seitenwagen. 
Die „Dessauer Motorenwerken Dieterle“ bauen Mitte der 1920er Jahre komplette Motorräder. 
Dem Oldtimerstammtisch Dessau e.V. ist es erst kürzlich gelungen, eines dieser historischen Fahrzeuge für einige Zeit nach Dessau zurück zu holen. Das „Dieterle“, benannt nach Walter Dieterle, seinem Erfinder, und viele andere ingenieurtechnische Leistungen werden nun in der Sonderausstellung „Innovative  Fahrzeugtechnik  im  Dessau  der  1920er  Jahre“ zu sehen sein. 

Zur Ausstellungseröffnung am 23. März, um 15 Uhr laden das Museum für Stadtgeschichte Dessau gemeinsam mit dem Oldtimerstammtisch Dessau e.V. herzlich in den Johannbau ein. 
Die Ausstellung ist vom 24. März bis zum 16. Juni 2019 im Museum für Stadtgeschichte Dessau im Johannbau zu sehen. 

Öffnungszeiten: Mi – So 10 bis 17 Uhr.


Termine für Oldtimer-Fans

Der Oldtimerstammtisch Dessau e. V. plant 2019 eine Reihe weiterer hochkarätiger Veranstaltungen:

7. April
15 Uhr, Vortrag im Museum für Stadtgeschichte, „Innovative Fahrzeugtechnik in Dessau der 1920er Jahre“, Andreas Legler, Oldtimerstammtisch Dessau 

13. April
10 Uhr, Marktplatz Dessau, Abfahrt: 13 Uhr, Frühjahrsausfahrt nach Aken

17. Mai
18 Uhr, Vortrag im Technikmuseum „Hugo Junkers“, „Automobilbau in Eisenach“, Matthias Doth, Direktor des Automobilbaumuseums Eisenach

Wartburg-Sonderausstellung

19. Mai
Oldtimer-Abstecher zum Johannbau aus Anlass des Internationalen Museumstages 

7. September
10 Uhr, Herbstreffen auf dem Marktplatz Dessau; Bauhaustour mit Punktefahrt und Preisverleihung

14. September
Sonderaustellung im Technikmuseum „Hugo Junkers“, „Automobiles aus Dessau der 1920er Jahre“ mit Friedrich Lutzmann „Pionier des Automobilbaus“, WTZ - Willy Thiemicke Zivilingenieur, HMA - Hennicke Motorrad - Automobil, Anhaltische Fahrzeugwerke AG Robert Krause, Dieterle Motorenwerke GmbH

Seitenwagentreffen

11. Oktober
18 Uhr, Vortrag im Technikmuseum „Hugo Junkers“, „Der Antrieb der Fahrzeuge des Automobilwerkes Eisenach von 1945 - 1991“, Konrad von Freyberg, ehemaliger Leiter Motorenkonstruktion AWE
 

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