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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 06.09.2019 um 08:55:42

Tag des offenen Denkmals in und um Dessau-Roßlau

Die Wasserburg in Roßlau. Die Wasserburg in Roßlau.
Foto: Anke Katte
Dessau (red). In diesem Jahr begeben sich die Reporter auf eine Reise zu Orten, die gewöhnlich, außergewöhnlich und ungewöhnlich sind. 
Der aktuelle Ort zum Sonntag sind die offnen Denkmale am Denkmalstag in der Region.  Am 8. September ist es soweit: Tausende Denkmale öffnen deutschlandweit ihre Türen und laden ein, sonst Verschlossenes oder Unbekanntes neu zu entdecken. Die Deutsche Stiftung Denkmalsschutz (DSD), die den Aktionstag bundesweit koordiniert, veröffentlicht jetzt das Programm online unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.  

Rund 8.000 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten sind Teil von Deutschlands größter Kulturveranstaltung. 

Anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums steht der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto: „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Vielerorts stehen revolutionäre Ideen oder der technische Fortschritt, die ein Denkmal ausmachen, im Fokus.

Was heute als alt erscheint, war nicht immer alt: „Viele Denkmale, die uns heute selbstverständlich erscheinen, waren zu ihrer Entstehungszeit modern und revolutionär. Ihre Spuren möchten wir gemeinsam am Tag des offenen Denkmals entdecken“, freut sich  Dr. Skudelny, Vorstand der Stiftung. In dem aktuellen Programm zum Tag des offenen Denkmals lassen sich Denkmale nach Regionen, Gattungen oder auch nach barrierefreien Zugängen suchen und filtern. Besonders praktisch ist der Merkzettel, mit dem sich Besucher ihre individuelle Denkmalroute für den Tag des offenen Denkmals zusammenstellen und auch ausdrucken können. 
Für alle, die unterwegs lieber zum Smartphone greifen, empfiehlt sich die kostenlose App. Ab Ende August ist die App für iOS- und Android-Nutzer verfügbar.
 
Die Kultureinrichtungen des Landkreises Anhalt-Bitterfeld und der Stadt Dessau-Roßlau beteiligen sich auch in diesem Jahr mit einer Vielzahl von Angeboten. Sie nehmen darin Bezug auf das aktuelle Motto in den unterschiedlichsten Varianten und Darbietungen, orientierend allerdings auch an der lokalen und regionalen Geschichte. Der Eintritt ist übrigens an dem Tag frei. 

Die Redaktion hat eine kleine Übersicht von Angeboten in der Region zusammengestellt: 

Dessau-Roßlau
Dessau-Roßlau steht am bundesweiten Denkmalstag ganz im Zeichen der Eröffnung des Bauhaus Museums Dessau.  So ist die Denkmalfahrradtour (Start: 9.30 Uhr Lily  Herking-Platz) zeitlich so begrenzt, dass am Nachmittag für Interessierte genügend Zeit bleibt, an den Aktivitäten zur Eröffnung  teilzunehmen.  
Neben der Denkmalfahrradtour ist ein Besuch der darüber hinaus geöffneten Objekte wie Wasserturm, Mausoleum, Ölmühle, Burg Roßlau, TGZ, Rehsumpf oder Technikmuseum empfehlenswert.

Satellitenspiegel:
Ein Vortrag, eine Ausstellung sowie Vorführungen und Führungen warten auf alle Interessierten  an der Alten Landebahn in Dessau beim 10-Meter-Satellitenspiegel in der Zeit von 11 bis 17 Uhr. Der DARC e.V. Ortsverband W22 ZAB Dessau hält den Satellitenspiegel auf dem ehemaligen Flugplatzgelände instand, modifiziert ihn für neue Anwendungen außerhalb der einstigen Funktion und betreibt ihn für internationale Kommunikation. Der Parabolspiegel gehörte zum in Dessau stationierten Funkaufklärungsregiment-2 der NVA.  Er diente dem Abfangen von Sendungen geostationärer Satelliten im Frequenzbereich von 3-12 GHz mittels Horn- und Rillenhornantennen. Ziel war das Eindringen in die Satellitendatenkanäle der NATO-Streitkräfte, die aufgeklärt und mitgeschrieben wurden. 

Ölmühle:

Die AG Heimatgeschichte lädt Interessenten in die Roßlauer Ölmühle (Hauptstraße 108a) in der Zeit von 11 bis 18 Uhr ein. Im 16. Jahrhundert wurde zum ersten Mal die Ölmühle an der Rossel als sogenannte kleine Mühle erwähnt. Sie diente als Tuch-, Walk- und Ölmühle. 1847 wurde das heutige Gebäude errichtet, welches allerdings schon seit den 1920er-Jahren nicht mehr als Mühle genutzt wurde. Je nach Bedarf werden an dem Tag Führungen angeboten und um 15 Uhr wird ein nachgebautes Schaufelrad zu Wasser gelassen. 

Wallwitzburg:
Am Tag des offenen Denkmals können Interessierte auch der Wallwitzburg (Am Peisker 1, Hinterer Georgengarten,  Dessau) in der Zeit von 10 bis 18 Uhr einen Besuch abstatten. Auf dem um 1800  in Form eines mittelalterlichen Burgrestes  erbauten Aussichtsturm können Besucher unter anderem einen tollen Ausblick auf die Elbe genießen. 

Kapenschlösschen:
Auch das Kapenschlösschen, zwischen Oranienbaum und Vockerode gelegen, Sitz der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe, ist als Baudenkmal des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs beim Tag des offenen Denkmals am 8. September wieder dabei. Zwischen 11 und 17 Uhr können Besucher Gebäude und Außengelände besichtigen und Informationen zur wechselvollen Geschichte des Schlösschens erhalten. 
Schlosspark:
Zu einer Führung durch den Schlosspark Oranienbaum, lädt die Biosphärenreservatsverwaltung  Mittelelbe interessierte Naturfreunde  um 10 Uhr (Treffpunkt  Parkplatz vor der Orangerie) ein. Schlosspark, chinesischer Garten und  Orangerie beherbergen einige botanische Raritäten. Zum Beispiel Zitruspflanzen, die an den Höfen in Mitteleuropa seinerzeit Zeichen von herrschaftlichem Luxus und Weltläufigkeit waren.  Exkursionsleiter Lothar Händler geht  insbesondere auf die interessante Tier- und Pflanzenwelt des Schlossparks ein.

Rehsumpf:
Die Flussbadeanstalt am Rehsumpf ist ein Stück Moderne in Dessau und präsentiert sich am Tag des offenen Denkmals von 10 bis 17 Uhr. Mit Badespaß, Schwimmen und Gymnastik wurde der moderne Lebensstil geprägt – das kann in der Ausstellung „Mehr Luft, Licht, Sonne“ am Rehsumpf, Wasserstadt 20, Dessau-Roßlau erfahren werden.
Auch die frisch sanierten Badekabinen, die zum Jubiläum „Bauhaus 100“ Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt erhielten, sind zu besichtigen. 
Es gibt Badespaß und Spiele für Kinder und Jugendliche, Kaffee und Kuchen. 

Kirchen:
Zum Tag des offenen Denkmals am  8. September sind in der Evangelischen Landeskirche Anhalts rund 100 von insgesamt 212 Kirchen geöffnet.  

Eine Übersicht ist unter www.landeskirche-anhalts.de/service/denkmaltag-2019 eingestellt. 

Konzerte zum Denkmaltag gibt es in der Kirche St. Johannis (17 Uhr, Orgelkonzert mit Burkart Rüger zum 9. Deutschen Orgeltag) und in der Petruskirche (14 Uhr Orgelkonzert) in Dessau. 

Eine Tour der Stadt Dessau-Roßlau zum Denkmaltag macht gegen 14 Uhr Station in der Auferstehungskirche in der Dessauer Siedlung. 

Zum traditionellen Kirchturmfest an der Kirchenruine Schierau bei Raguhn wird von 13 bis 18 Uhr eingeladen. 

In der Region Zerbst sind zahlreiche Kirchen des Projektes „Lichtungen – zeitgenössische Glasmalerei in anhaltischen Kirchen“ geöffnet, etwa in Eichholz, Garitz, Grimme, Kerchau, Kermen, Kleinleitzkau, Lindau, Nutha, Wertlau und Zerbst (St. Bartholomäi). 

Interessenten sind eingeladen, die Kirchen mit dem Fahrrad zu erkunden. In den Gotteshäusern liegen am Denkmaltag Routenvorschläge aus. Von Bornum (Kirche, 12 Uhr), Garitz (Dorfkirchenmuseum, 11.30 Uhr) und Trüben (Kirche, 12 Uhr) aus führt eine Wanderung zur Dorfkirche in Bornum, wo 13 Uhr eine musikalische Andacht stattfindet.





 

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