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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 18.10.2019 um 08:46:28

Festgottesdienst zum Ende der 25. Bibelturm-Saison in Wörlitz

Die Orgel der St. Petrikirche stammt aus  der Zörbiger Werkstatt Rühlmann & Sohn. Die Orgel der St. Petrikirche stammt aus der Zörbiger Werkstatt Rühlmann & Sohn.
Foto: Anke Katte
Die erste Ausstellung zur Bibel im Turm der Wörlitzer Kirche St. Petri wurde 1994 eröffnet.

Wörlitz (red). Mit einer musikalischen Festveranstaltung am Sonntag, den 20. Oktober, um 15 Uhr in der Wörlitzer Kirche St. Petri geht die 25. Saison am Bibelturm zu Ende. Sie wird von Landeskirchenmusikdirektor Matthias Pfund an der Orgel sowie einem Projektchor unter der Leitung von Susanne und Hans-Stephan Simon gestaltet. 

Wortbeiträge übernehmen Propst Dr. Matthias Hamann aus Dessau-Roßlau und Pfarrer Thomas Pfennigsdorf aus Wörlitz. Nach der Feierstunde wird zu Kaffee und Kuchen geladen. Der Eintritt zum Bibelturm ist danach frei. 
Der Turm mit seiner interaktiven Ausstellung rund um die Bibel wurde im Jahr 1994 eröffnet. Den Auftakt bildete ein ökumenisches Bibelfest 1993 in Köthen. Seit der Öffnung haben rund 310.000 Menschen den Turm besucht. 

Der Bibelturm ist der 66 Meter hohe Kirchturm der St.-Petri-Kirche in Wörlitz. Von Palmsonntag bis Mitte Oktober kann man den Turm besichtigen und in der aktuellen Ausstellung auf drei Etagen mehr über das Kirchenjahr und die christlichen Feste erfahren. Den krönenden Abschluss zum Ende des Aufstiegs bildet ein weiter Blick über das Dessau-Wörlitzer Gartenreich. 

Trägerin des Bibelturms ist die Evangelische Landeskirche Anhalts. Für die inhaltliche Arbeit ist ein ökumenischer Beirat verantwortlich, dem Vertreterinnen und Vertreter mehrerer christlicher Konfessionen aus der Region angehören.

Schon die in romanischer Zeit erbaute Kirche Petri, der Vorgängerbau des jetzigen Gotteshauses, besaß einen Turm mit Türmerwohnung. Die Türmer hielten Wache und bedienten Glocken und Orgel. Im umgebauten Turm lebten im 19. Jahrhundert mehrere Schneidermeister. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg bewohnten Menschen aus Schlesien und Ostpreußen die Räume. 
Letzte Türmerin war für fast 30 Jahre Irene Brune, die neben ihrer Küstertätigkeit Führungen anbot und Gastgeberin für manche Jugendgruppe war. Von 1986 bis 1994 stand die Wohnung leer.
 
 

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