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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 04.12.2019 um 10:03:29

Weiterhin Baustopp am Erweiterungsbau des Umweltbundesamtes: Was wird aus dem Vorzeigebau?

Während der Erweiterungsbau im Inneren bezugsfertig ist, sind  die Fassadendämmung und -verkleidung nach wie vor ein Streitpunkt. Während der Erweiterungsbau im Inneren bezugsfertig ist, sind die Fassadendämmung und -verkleidung nach wie vor ein Streitpunkt.
Foto: Anke Katte Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder)
Klimaneutral Bauen mit Komplikationen

Seit Februar 2018 dreht sich auf der Baustelle kein Rad.

Dessau (ak). 1,1 Millionen Euro an Mehrkosten sind seit dem Baustopp für den Erweiterungsbau des Umweltbundesamtes (UBA) in Dessau angefallen. Wer diese Kosten am Ende tragen wird, ist noch offen, ebenso wann und wie weitergebaut werden kann. Die Entscheidung darüber wird am Landgericht fallen, wo gegenwärtig ein Rechtsstreit geführt wird. 
Dreh- und Angelpunkt des Streites zwischen den Auftraggebern und den Planern und bauausführenden Firmen sind Mängel an der Dämmung der Außenfassade. 

In einem Pressegespräch mit anschließendem Baustellenrundgang erläuterten Vertreter des Umweltbundesamtes, der zuständigen Bundes- und Landesministerien sowie des Landesbetriebes Bau-und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt am 3. Dezember ihre Sicht der Dinge.

Der Grundstein für den modellhaften Vorzeigebau mit höchsten Ansprüchen an den Klimaschutz war im April 2016 mit großem Tamtam gelegt worden. Veranschlagte Baukosten: 13,5 Millionen Euro. Erklärtes Ziel war es, für 111 Büroarbeitsplätze ein Plus-Energie-Gebäude zu errichten, auf jeden Fall aber sollten der Null-Energie-Standard erreicht werden.

Bei der Grundsteinlegung  hieß es: „Als Plus-Energie-Gebäude wird das Haus die benötigte Energie zu 100 Prozent durch Erdwärme und Photovoltaik selbst erzeugen und zudem noch Energie an das benachbarte Mutterhaus abgeben. Den mutigen Entwurf, der sich von der Formensprache her nicht in bekannte Muster fassen lässt, kommt von den Architekten Anderhalten Berlin.“

Das Richtfest wurde bereits im  November desselben Jahres gefeiert. Danach folgten der Innenausbau und die Montage der Anlagentechnik. 

Nach der Montage der Fenster und den Fassadenarbeiten wurden laut Torsten Richter vom Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt erhebliche Mängel bei der Anbringung der ersten Dämmlage sichtbar. Die geforderten 28 Zentimeter Dämmung wurden an vielen Stellen um bis zu acht Zentimeter unterschritten. Besonders augenscheinlich sei die mangelhafte Verarbeitung des Dämmmaterials an den  Fensterbereichen, wo Kältebrücken entstünden.

„Die daraus resultierenden Mängelanzeigen gegenüber dem Planungsbüro und den Baufirmen wurden nicht ausreichend beantwortet.“
Da man jetzt davon ausgehen musste,  dass die angestrebten energetischen Ziele nicht erreicht würden, wurde im Februar 2018 ein Baustopp verhängt.

Die Beseitigung der angesprochenen Mängel wurde vom Planungsbüro und der Baufirmen zurückgewiesen. Stattdessen legten diese ein  Privatgutachten vor, das im Wesentlichen die Mängel bestätigte, aber unbeantwortet ließ, wer für diese verantwortlich ist.

„Um den Prozess zu beschleunigen haben wir uns für ein selbstständiges Beweisverfahren entschieden, erklärt Dr. Dana Starosta vom Ministerium der Finanzen Sachsen-Anhalt. „Inzwischen liegt uns ein Sachverständigengutachten vor,  dass die Mängel bestätigt. Allerdings trifft dieses  Gutachten keine Aussagen darüber, welche Sanierungsmaßnahmen erforderlich sind. Dieses Gutachten müssen wir noch abwarten. Es ist für Anfang 2020 in Aussicht gestellt.“

Ungeklärt ist auch, ob das verbaute Dämmmaterial, das jetzt Wind und Regen ausgesetzt ist, komplett entfernt und durch neues ersetzt werden muss. Sollte dies der Fall sein, würden noch einmal rund 900.000 Euro zu Buche schlagen. 

„Unser Ziel ist nicht verhandelbar. Wir bauen hier für das Umweltbundesamt mit hoher Erwartungshaltung in energetischer und bauphysikalischer Hinsicht, es handelt sich um ein modellhaftes Gebäude mit Vorbildfunktion. 
Der Bund will bis 2050 einen komplett klimaneutralen Gebäudebestand haben“, so Ralf Poss vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. 

Momentan erzeugt der Erweiterungsbau keine Energie. Im Gegenteil, damit das Eichenparkett und die Holzverkleidungen nicht feucht werden, muss es beheizt werden,  mit Ökostrom - versteht sich. 

 

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