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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 08.05.2020 um 15:48:19

50 Jahre Frauenfußball in Dessau-Mildensee: Neuauflage des Turniers von 1970 geplant

Diese Damen bestritten 1970 das erste Frauenfußball-Turnier in Mildensee. Für den SV Mildensee kickten S. Ebenhahn, R. Deckert, B. Borchert, E. Repke, B. Stabler, M. Wehrmann, M. Mattusch, E. Schwerin, I. Dannenberg, C. Stelzel, D. Eisenbarth, G. Huber, M. Arndt, M. Frauendienst, B. Wolf, R. Fiedler,  E. Müller, M. Heinze und B. Lomsche. Die Damen „in Weiß“ haben alle in der damaligen Filmfabrik ORWO Wolfen gearbeitet. Alle Teilnehmerinnen des ersten Turniers sind  herzlich zu einer Neuauflage (aufgrund von Corona steht der Termin noch nicht fest) eingeladen. Bitte melden bei: Bernd Künne, Tel./Fax 0340 2 16 19 71. Diese Damen bestritten 1970 das erste Frauenfußball-Turnier in Mildensee. Für den SV Mildensee kickten S. Ebenhahn, R. Deckert, B. Borchert, E. Repke, B. Stabler, M. Wehrmann, M. Mattusch, E. Schwerin, I. Dannenberg, C. Stelzel, D. Eisenbarth, G. Huber, M. Arndt, M. Frauendienst, B. Wolf, R. Fiedler, E. Müller, M. Heinze und B. Lomsche. Die Damen „in Weiß“ haben alle in der damaligen Filmfabrik ORWO Wolfen gearbeitet. Alle Teilnehmerinnen des ersten Turniers sind herzlich zu einer Neuauflage (aufgrund von Corona steht der Termin noch nicht fest) eingeladen. Bitte melden bei: Bernd Künne, Tel./Fax 0340 2 16 19 71.
Foto: Verein
Revanche für die Damen aus der ehemaligen Filmfabrik.

Mildensee (red). 1970 wurde in Dessau-Mildensee eine Frauenfußball-Abteilung gegründet. Dieses damals viel beachtete Ereignis liegt jetzt 50 Jahre zurück.

Aus diesem Anlass sollte am 6. Juni 2020  auf dem Sportplatz in Mildensee (Auf dem Anger Nr. 4) ein Frauen-Kleinfeld-Turnier mit vielen Überraschungen ausgetragen werden. Die Organisatoren um den damaligen Trainer Bernd Künne würden sich sehr freuen, wenn zu diesem Turnier möglichst alle damaligen Kickerinnen  (siehe Foto) begrüßt werden könnten. Auch wenn das Turnier aufgrund der Corona-Situation wahrscheinlich noch einmal verschoben werden muss, wäre es schön, wenn sich die  Damen trotzdem schon melden.

Geschichte des Frauenfußballs

Der Frauenfußball hat - wie der Fußball überhaupt - seinen Ursprung im Großbritannien, wo 1895 - also 32 Jahre nach den Männern - der British Lady Football Club gegründet wurde. Die britische Regierung verbot im Jahr 1902 das Kicken den Frauen. Der Deutsche Fußballbund (DFB) schloss sich dem Verbot an. Noch 1955 ließ der DFB verlauten: „Frauenfußball darf in keiner Form unterstützt werden. Den Vereinen wird untersagt, Frauen aufzunehmen oder ihnen Sportplätze zur Verfügung zu stellen.“
Erst 1970 wurde das Verbot in der Bundesrepublik aufgehoben. Etwas anders entwickelte sich der Frauenfußball in der DDR. Es war ein bulgarischer Student, der sich 1968 stark für den Frauenfußball einsetzte. Aber auch die DDR-Sportfunktionäre zeigten zunächst wenig Verständnis und werteten den Frauenfußball als Freizeit- und Erholungssport ab. Die Begeisterung der Frauen für den Ballsport ließ sich jedoch nicht bremsen. Bis 1971 hatten sich in der DDR schon 150 Frauenfußball-Mannschaften gegründet.

Der Knüller beim Vereinsjubiläum

Im kleinen beschaulichen Mildensee bereitete man 1970 das 55-jährige Jubiläum des Sportvereins vor. Ein Höhepunkt musste her, und da der Frauenfußball gerade überall im Gespräch war, hatte man damit einen echten Knüller gefunden: Eine Frauenfußball-Abteilung wurde gegründet.

Zuerst wurden die Spielerfrauen des SV Mildensee 1915 e. V. angesprochen. Mit Helmut Dannenberg wurde auch ein Trainer gefunden. Es wurde fleißig trainiert, jedoch fehlten Vergleichsspiele mit anderen Frauen-Mannschaften. Bernd Künne, der damals in Wolfen tätig war, sprach einige Kolleginnen an, die ohne fußballerische Vorkenntnisse sofort bereit waren, gegen die Mildenseer Frauen anzutreten. So kam das ersten Frauenfußballspiel in Mildensee zustande.

„Den Wolfener Damen war völlig unklar, in welchem Outfit Frauen Fußball spielen würden. Also entschieden sie sich für Tenniskleidung mit kurzen Röckchen“, erinnert sich Bernd Künne.
Das Spiel lockte fast 500 Zuschauer, zumeist neugierige Männer, zum Sportplatz und bescherte Mildensee einen Sportplatzrekord. Gespielt wurde auf Kleinfeld. Die Mildenseer Frauen waren in der klaren Favoritenrolle. Hatten sie doch schon einige Trainingseinheiten hinter sich. Zudem wurde ihr Team mit aktiven Handballspielerinnen verstärkt. Die unvorbereiteten Spielerinnen aus der Chemiestadt konnten dem nur wenig entgegensetzen, was auch im Spielergebnis von 13 : 0 deutlich wurde. Trotzdem ernteten sie für ihren Mut und ihren Spieleinsatz am Ende viel Applaus.

Und wie ging es mit dem Frauenfußball in Mildensee weiter?
In den 1980er Jahren war in der DDR ein Rückgang des Frauenfußballs zu verzeichnen. Interessierte Spielerinnen wurden im Knaben- und männlichen Jugendbereich aufgefangen.
2006 wurde im SV Mildensee von Carsten Lehmann, Heiko Müller, Mario Körting sowie Hans und Eva Fähse eine neue Jugendgruppe mit weiblichen Spielerinnen gegründet. Zwei Mädels waren von Anfang an dabei: Angelina Barthel und Josephine Szuppa begannen 2006  ihre Fußball-Karriere bei den Jungs in der F-Mannschaft. Später kamen noch andere fußballbegeisterte Mädels dazu. 2010 spielten die Mildenseerinnen zum ersten Mal mit anderen Dessauer Mädchen in einer Kreisauswahl unter Führung von Rosemarie Krabbes.
2011 wurde die Spielgemeinschaft Mildensee/DSV 97 ins Leben gerufen, womit auch die Teilnahme an Vereinsländer-, Pokal- und Hallenlandesmeisterschaften möglich wurde.
Ab 2012 holten die Fußball-Mädels als MSG Mildensee viele Siege bei Landes-, Pokal- und Hallenlandesmeisterschaften.
In der C-B-Jugend schlossen sich Waldersee und Mildensee zusammen, um für das Großfeld eine spielfähige Mannschaft stellen zu können.
2014 wurde Angelina Barthel  zur Sportschule Potsdam verabschiedet, wo sie bei den B-Juniorinnen in der Bundesliga und jetzt in der 2. Mannschaft für Turbine Potsdam  (2. Bundesliga) spielt.  
2017 wurde eine Spielgemeinschaft mit Abus gebildet. Fußballbegeisterter Nachwuchs wird für die Frauenmannschaft dringend gesucht, den aufgrund von Beruf, Lehre oder Studium hat es viele Spielerinnen woanders hin verschlagen.

Eine Powerfrau aus Mildensee

Als sich in Mildensee eine Frauenfußballmannschaft formierte, war Monika Arndt sofort dabei. Sie konnte auf allen Positionen eingesetzt werden. Zuerst schoss sie Tore, später stand sie im Tor. Ihr ist es zu verdanken, dass das Geschehen im Mildenseer Frauenfußball schriftlich festgehalten wurde. Sie führte über alle Spiele Buch.Später absolvierte sie einen Schiedsrichterlehrgang und war als erste Frau in Dessau berechtigt, Seniorenspiele bis in die Kreisoberliga zu leiten.

 

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