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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 04.11.2020 um 10:49:18

Pandemiegeschehen in Dessau-Roßlau jetzt tagesaktuell auf Info-Portal der Stadt - Viel Lob für die Doppelstädter

Oberbürgermeister Peter Kuras sagte am Montag schweren Herzens den Neujahrsempfang im Theater ab. Oberbürgermeister Peter Kuras sagte am Montag schweren Herzens den Neujahrsempfang im Theater ab.
Foto: Anke Katte
Pressegespräch zu den erneuten Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Dessau (ak). Am Montag traten die von der Bundeskanzlerin und den Regierungschefs aller Länder beschlossenen verschärften Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie und die geänderte Pandemieverordnung des Landes Sachsen-Anhalt in Kraft. 
Obwohl Dessau-Roßlau mit seinen Zahlen bundesweit zu den Orten mit dem geringsten Ansteckungsgeschehen gehört, treffen die Einschränkungen des öffentlichen Lebens auch hier mit aller Härte zu. Restaurants und Hotels dürfen keine Gäste begrüßen, Sportstätten bleiben geschlossen, Kinos, Theater, Museen ebenso. Das öffentliche Leben wird wieder heruntergefahren, mit all seinen Auswirkungen... Die persönlichen Kontakte auf ein Minimum beschränkt.

„Ein hoher Preis“

Oberbürgermeister Peter Kuras: „Diesen hohen Preis müssen wir alle zahlen, damit wir hoffentlich ein einigermaßen normales Weihnachtsfest feiern können und  die Kindertagesstätten und Schulen weiterhin offen bleiben.“
Besonders schmerzhaft ist aus seiner Sicht die Schließung unseres Anhaltischen Theaters, wo sehr viel Zeit und Mühe investiert wurden, um sehr erfolgreich Corona-gerechte Formate auf die Bühne zu bringen.  Dass die gerade an der Tabellenspitze stehenden Dessau-Roßlauer Handballer nun wieder vor leeren Rängen spielen müssen, sei ebenso bedauerlich.
 
Dank an die Dessauer

Dennoch appellierte er an die Dessauer, sich auch weiterhin so vorbildhaft wie bisher an die Vorgaben zu halten. Das habe sicher auch dazu beigetragen, dass die Situation in der Doppelstadt im Vergleich zu anderen Regionen beherrschbar sei. Dennoch ist man im städtischen Klinikum auf steigende Corona-Zahlen vorbereitet. 

Klinikum ist vorbereitet

Dr.  Joachim Zagrodnick, Ärztlicher Direktor, informierte darüber, dass das Covid-Krankenhaus wieder in Betrieb genommen wurde und zunächst auf zwei Stationen begrenzt ist. Bei Bedarf könne es auf sechs Stationen mit insgesamt 184 Betten und 84 Beatmungsplätzen erweitert werden. Schwieriger sei es dann aber schon mit dem medizinischen Personal, dass bei steigenden Fallzahlen  von anderen Stationen und Aufgaben abgezogen werden müsste. Momentan sei die Lage aber stabil. 
Am Wochenanfang waren fünf positiv getestete Patienten im Klinikum in Behandlung. Eine größere Zahl mit Fieber- und Erkältungssymptomen befand sich zu diesem Zeitpunkt isoliert in der Diagnostik. 
Von Beginn der Pandemie bis dato wurden 36 positiv getestete Patienten im Klinikum behandelt, vier davon sind verstorben, drei davon hatte schwere Nebenerkrankungen. 
Auch Dr. Zagrodnick richtete seinen ausdrücklichen Dank an die Bevölkerung. Er ist überzeugt, dass mit  Maske und Abstand die sprunghafte Ausbreitung des Virus verhindert werden kann. 
Auch die Rückverfolgung von Ansteckungsketten laufe sowohl innerhalb des Klinikums als auch im Gesundheitsamt der Stadt sehr gut, sodass die Lage unter Kontrolle sei.

So schätzte es auch Jens Krause, Beigeordneter für Gesundheit, Soziales und Bildung, ein. Nur in einem Fall von derzeit 117 Personen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, seien massive Verstöße gegen die Auflagen bekannt, sodass man hier wohl die Staatsanwaltschaft einschalten müsse. 
Im Gesundheitsamt sind derzeit zwölf Mitarbeiter ausschließlich mit dem Thema Corona beschäftigt, darunter zwei Ärztinnen und zwei Bundeswehrsoldaten. 

Als sehr positiv wurde  von Dr. Zagrodnick bewertet, dass in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der Stadt sehr schnelle und mutige Entscheidungen getroffen werden. So sei es besser, eine komplette Schulklasse oder Kindergartengruppe beim Auftreten eines Coronafalls für ein paar Tage zu Hause zu lassen, als später die komplette Einrichtung schließen zu müssen und Probleme bei der Rückverfolgbarkeit zu bekommen.  

Tierpark ist geöffnet

Im Detail gingen die Teilnehmer der Pressekonferenz noch einmal darauf ein, dass zwar die Schwimmhallen und Sportstätten der Stadt seit dem 2. November für die Öffentlichkeit geschlossen seien, aber Reha-Sport und Schulschwimmen davon ausgenommen sind. Ebenso  könnten die Sportvereine  prüfen lassen, ob Individualsport möglich sei.  
Peter Kuras: „Ich bin sehr froh, dass unser Tierpark, die Bibliotheken und das Landes- und Stadtarchiv  auch im November offen bleiben dürfen.“ 

Eine Entscheidung, die ihm sehr schwer gefallen ist, betrifft den Neujahrsempfang im Theater. Er hat ihn schweren Herzen abgesagt. 

Digitales Info-Portal

Michael Conrad, Leiter der Statistikstelle, gab bei der Pressekonferenz den Startschuss für ein  Corona-Virus-Info-Portal,  das auf der städtischen Internetseite tagesaktuell einen Gesamtüberblick über das Pandemiegeschehen vom Aufzeichnungsbeginn am 16. März 2020 bis jetzt liefert.  Die Daten dafür kommen direkt vom Gesundheitsamt und werden  zu anschaulichen Diagrammen aufbereitet:  
http://verwaltung.dessau-rosslau.de/stadt-buerger/neuigkeiten/covid-19-corona-virus-info-portal.html  

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