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Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 20.11.2020 um 11:20:27

Zehn Jahre „Helfende Hände“ in Dessau: Mehr als zweites Zuhause

Das Foto entstand Ende Oktober in den Vereinsräumen. Im Hintergrund: Vorstandsvorsitzender Frank Brakelmann mit verdienstvollen Vereinsmitgliedern Hadmut Lorenz, Cornelia Berger und Christel Kuhnert. Das Foto entstand Ende Oktober in den Vereinsräumen. Im Hintergrund: Vorstandsvorsitzender Frank Brakelmann mit verdienstvollen Vereinsmitgliedern Hadmut Lorenz, Cornelia Berger und Christel Kuhnert.
Foto: Frank Schmidtke
Verein blickt voll Stolz auf eine eindrucksvolle Entwicklung zurück.

Dessau (fs). „Gerade, klare Menschen wär’n ein schönes Ziel, Leute ohne Rückgrat haben wir schon zu viel“.
Diese Zeilen aus Bettina Wegeners wunderbarem Lied „Kinder“ stehen auch für den Anspruch, den der Trägerverein vom Dessau-Roßlauer „Jugendtreff mit Herz“ an sich und seine größtenteils ehrenamtlichen Mitarbeiter gestellt hat. Eigentlich sollte es zum Jubiläum eine richtige Feier geben, aber aus den leidlich bekannten Gründen singt die 17-jährige Luna Juling nun dieses Lied vor einer relativ kleinen Runde, die sich in den Vereinsräumen in der Ferdinand- von-Schill-Straße 7 zusammengefunden hat, um Rückblick zu halten auf ein Jahrzehnt erfolgreicher Kinder- und Jugendarbeit.

Was im Jahr 2010 als kleines Pflänzchen begann, von dem man nicht wusste, ob es jemals richtig gedeihen würde, ist mittlerweile ein Mega-Baum geworden, umschreibt der Vereinsvorsitzende Frank Brakelmann die Entwicklung von „Helfende Hände“.

Der Samen dafür wurde freilich schon einige Jahre vorher durch die leider schon verstorbene Leiterin des gleichnamigen Projektes Lotte Jüptner gelegt. Dabei war von Anfang an aber eins immer klar: „Die Kinder sind der Mittelpunkt, um sie dreht sich unser Handeln“ wie Frank Brakelmann betont.

Ganz besonders am Herzen liegt dem Verein die soziale Teilhabe aller Kinder – leider, auch in unserer Stadt, immer noch keine Selbstverständlichkeit. Viele Kinder sind aufgrund der wirtschaftlichen Situation ihrer Familie körperlichen und seelischen Belastungen ausgesetzt und von Sorgen und Ängsten geplagt, sodass sie das Wichtigste vergessen, und zwar einfach ein Kind sein zu dürfen.

Deshalb ist eines der vorrangigsten Anliegen von „Helfende Hände“ die Förderung von sozial benachteiligten Kindern. Kreative Freizeitbetreuung in den Vereinsräumen, die Verbesserung der Bildungschancen durch Nachhilfeunterricht oder auch die Organisation von Feriencamps und gemeinsamen Ausflügen sind weitere wichtige Aufgabenbereiche.
Seit Juli 2015 ist der Verein ein anerkannter Träger der Freien Jugendhilfe und erhielt im darauffolgenden Jahr erstmalig und seitdem stetig eine feste Förderung durch die Stadt Dessau-Roßlau, welche im Rahmen der Fehlbedarfsfinanzierung möglich gemacht wurde.

Dadurch kann der Verein inzwischen auch zwei festangestellte Mitarbeiter beschäftigen. Ein Erzieher, eine Kinderpflegerin und angehende Erzieherin sowie neun „Ehrenamtliche“ gehören mittlerweile zur „Mannschaft“. Diese hat vollauf zu tun, denn im Schnitt besuchen pro Monat 250 Kinder die Einrichtung, wobei sich die Zahlen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert haben. Deshalb ist der Verein sehr froh darüber, dass es im vergangenen Jahr gelang, der drohenden „Platznot“ durch die Anmietung neuer Räume entgegen zu wirken. Der große Zulauf macht die Mitarbeiter aber auch sehr stolz, ist er doch Indiz dafür, dass die Arbeit des Vereins bei den Kindern und Jugendlichen ankommt. Zufriedene Eltern empfehlen per Mundpropaganda die Institution weiter, denn der Bedarf an Hilfs- und Freizeitangeboten für Kinder in der Bauhausstadt ist nach wie vor ungebrochen.

„Über den Tellerrand Dessaus hinauszublicken, das und vieles mehr hat der Verein für uns möglich gemacht“, sagt Luna Juling, die im nächsten Jahr ihr Abitur macht und anschließend Sozialwissenschaften studieren will. Wer weiß, wohin es sie dann verschlägt. Die Welt sollte ihr offen stehen. Es ist unschwer zu erkennen: Durch „Helfende Hände“ sind aus Kindern Leute geworden und zwar solche mit Rückgrat.

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