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Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 16.11.2017 um 19:44:43

Halle auf internationalem Hansetag 2018: Hinreise doch nicht auf Wasserweg - per Tieflader gelangt "Askania" nach Rostock

Der Kaffenkahn der halleschen Jugendwerkstätten bei seinem Einsatz zu Bischof Thietmars Flussreise im Sommer 2015. Der Kaffenkahn der halleschen Jugendwerkstätten bei seinem Einsatz zu Bischof Thietmars Flussreise im Sommer 2015.
Foto: Archiv/S. Christmann
Halle (sc). Das wäre auch zu spektakulär gewesen: Halles Flusssegler „Askania" - vielen auch bekannt als „Kaffenkahn" - mit einer zünftig ge-wandeten Schar an Bord hätte sich auf dem (Fluss)Wasser auf den Weg nach Rostock zum internationalen Hansetag vom 21. bis 24. Juni 2018 gemacht.

Dieser Idee vom halleschen Hanseverein stand Halles Oberbürgermeister Anfang Februar 2017 mehr als aufgeschlossen gegenüber. Allein, der zeitliche und finanzielle Aufwand, den man hätte dafür betreiben müssen, er-schien, so die federführende Stadtmarketinggesellschaft (SMG) auf Anfrage des WOCHENSPIEGEL, den Projektpartnern zu hoch. So habe man entschieden, den Flusssegler auf dem Landweg nach Rostock zu transportieren - per Tieflader von der Firma Finsterwalder. Dafür könne man alle verfügbaren Ressourcen - in allererster Linie die verfügbaren Finanzen - direkt zum Hansetag in Rostock einsetzen.

Seit 2009 war die Stadt Halle auf allen internationalen Hansetagen in Nowgorod (Russland), Parnü (Estland), Kaunas (Litauen), Lüneburg, Herford, Lübeck, Bergen (Norwegen) und Kampen (Niederlande) vertreten. Für 2018 will die Stadt die Beteiligung in Rostock größer als bisher aufziehen. Eine ausgesuchte Delega-tion soll an dem integrierten Wirschaftskongress teilnehmen. Auswahl-Kriterium: es sollen solche Leute mitfahren, die am ehesten in der Lage sind, handfeste Wirtschaftsabschlüsse zu tätigen. Als reine Unterhaltungsreise will der Oberbürgermeister die Fahrt nach Rostock nicht verstanden wissen. Dass Bernd Wiegand selbst mit von der Partie ist, ergibt sich schon aus dem Umstand, dass zur Delegiertenversammlung der Hansestädte am 23. Juni nur die Oberbürgermeister zugelassen sind. Auch der Hallische Hanseverein wird vertreten sein, nicht nur, weil die „Askania" vor Ort am Warnow-Ufer von einem Segelfachkundigen bei den dort angebotenen Rundfahrten betreut werden muss. Der Flusssegler be-kommt auch extra für den Hansetag in Rostock ein neues, weißes Segel mit dem Logo der Stadt Halle darauf.

Im „Gepäck" wird die hallesche Delegation nicht nur die obligatorischen Siedesalz-Säckchen haben, sondern auch Fässer mit frischen Heringen. Die SMG schnürt ein Werbepaket für Rostock. Die Halloren werden mit einer mobilen Siedepfanne vor Ort erwartet. Neben der Wirtschafts- wird es auch eine Bürgerdelegation geben, zu der neben dem schon genannten Hallischen Hanseverein auch ein Shantychor gehören wird.

Allen Halle-Hanse-Skeptikern will man noch einmal ins Stammbuch schreiben: Die Hanse war (und ist) nicht nur ein Bündnis von Küstenstädten an Nord- und Ostsee. Sie diente auch als Klammer für Städtebündnisse im Binnenland, als Vorbild für die Entwicklung eigenbestimmter Handelsbeziehungen der Binnenstädte untereinander, zur Sicherung des innerstädtischen Friedens und der Überlandwege - kurz, sie war als Schutz- und Rechtsraum für den Fernhandel bedeutsam. Vielschichtige Handelsverbindungen und -interessen hätten also auch „Landstädte" veranlasst, dem Hansebund beizutreten, neben Halle auch Köln, Dortmund, Hildesheim, Braunschweig, Goslar und Magdeburg.

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