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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Hier sind die Programmierer, Konstrukteure und Forscher von morgen am Werk >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 24.01.2018 um 16:22:24

Hier sind die Programmierer, Konstrukteure und Forscher von morgen am Werk

Halle (sc). Sie haben am Neuen Städtischen Gymnasium am Hallmarkt erst mit Beginn des aktuellen Schuljahres mit ihrem neuen „Hobby", der Arbeit in der Robotik-AG, begonnen. Und AG-Leiter Rainer Winz - Informatik-Professor an der Hochschule Merseburg - hat mit Collin, Siri, Aaron, Mira, Moritz, Jana, Frederik und Michael sofort Nägel mit Köpfen gemacht und das Team für den Regionalwettbewerb der First Lego League am 12. Januar angemeldet, der in der Hochschule Merseburg ausgetragen wurde, angemeldet.

Denn die schlauen 12- und 13-jährigen Schülerinnen und Schüler haben es in der vergleichweise kurzen Zeit nicht nur geschafft, wettbewerbsfähige Roboter zu konstruieren und zu bauen, sondern auch noch einen anspruchsvollen Forschungsauftrag zum Thema „Wasser" zu erfüllen. Mittels Team-Work natürlich und unter dem anspruchsvollen Anleitungsniveau von Reiner Winz, der mit ihnen im Prinzip wie mit seinen Studenten umgeht, das heißt, sie so viel wie möglich allein machen lässt und nur anleitet und eingreift, wenn es unbedingt nötig ist. Und der sie zum Regionalwettbewerb angemeldet hat, obwohl die Zeit, die Anforderungen zu erfüllen, sehr knapp bemessen war und sie als Neulinge keinerlei Wettbewerbserfahrung hatten.

Weshalb ihnen auch erst einmal das Herz ein wenig in die Hose rutschte, als sie bei der Ankunft in der Hochschule Merseburg sahen, welch‘ imposant-große und kompliziert aussehenden Roboter die anderen 13 Teams aus Mitteldeutschland so für den Wettbewerb konstruiert hatten. Doch zunächst einmal präsentierten die „Neuen Saalegonauten" ihren Forschungsauftrag. Sie haben sich der problematischen Rückstände von Arzneimitteln im Abwasser angenommen und sich ein getrenntes Rohrleitungssystem ausgedacht, bei dem eine Pflanzenkläranlage die Rückstände herausfiltert.

Dass sie mit dieser Präsentation bei der Jury ordentlich Punkte gesammelt haben mussten, wurde ihnen erst später klar, als sie in der Zwischenwertung - vor den „Rennen" mit den Robotern - auf Platz drei (von insgesamt 14 Teams) auftauchten. Und dann zeigte sich, dass ihr vergleichsweise kleiner Roboter einen entscheidenden Vorteil hatte: er war einfach wendiger und kam dadurch schneller durch den Parcours samt der Bewältigung der dabei geforderten Aufgaben. Sie konnten mit den anderen also nicht nur mithalten, sondern lieferten sich am Ende gar noch ein spannendes Stechen um den dritten Platz beim Roboterfahren. Programmier-Spezialist Moritz hatte zwischen den einzelnen Fahrten auch noch die Nerven, um am Programm jeweils kleine Optimierungen vorzunehmen. In der Gesamtwertung kamen sie schließlich auf den 6. Platz und: sie wurden mit einem Sonderpreis für das beste Newcomer-Team geehrt.

Man kann in Halle jetzt aber auch schon im Grundschulalter mit dem Programmieren-Lernen anfangen. „Robotik an der Grundschule" heißt das neue Projekt des SalineTechnikums im Technischen Halloren- und Salinemuseum. Es unterstützt Lehrkräfte dabei, ihre Schüler frühzeitig an digitale Medien und Technik heranzuführen. Mit dem sogenannten Lernsystem „WeDo 2.0" von Lego education lernen die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe vier das Programmieren, Konstruieren und Gestalten. Angeknüpft wird dabei an die Alltagserfahrungen der Kinder, die heutzutage schon vielfältig im Haushalt Roboter, wie zum Beispiel den Saugroboter, erleben.

Drei Grundschulen aus Halle sind daran interessiert, den Umgang mit den Roboterkästen zu erproben. In einem Schnupperkurs am 18. Januar, durchgeführt von der Technik-LPE GmbH, sammelten die Lehrkräfte erste Erfahrungen mit dem Roboter „Milo". Selbst tüfteln und ausprobieren lautete die Devise. Beides wichtige Grundlagen, um das Thema „Robotik" bestmöglich im Unterricht zu vermitteln. Jetzt entscheiden sie, ob sie die Roboter in ihren Unterricht integrieren werden.

Unterstützt wird das Projekt unter anderem von der Stadtwerke Halle GmbH und dem weinberg campus e. V. Sie ermöglichten das Anschaffen eines Klassensatzes der „Milo-Roboter" sowie Tablets für das „Robotik-Labor" des SalineTechnikums. Die Bausätze können von allen halleschen Grundschulen genutzt werden.

Die Vermittlung der Inhalte mit Hilfe von Fachkräften wird im Startjahr außerdem vom Lions-Club „August Hermann Francke" gefördert. Alle Beteiligten sind sich einig, dass Halle mit dem „Robotik-Labor" nunmehr über ein weiteres attraktives Angebot verfügt, Kindern im und außerhalb des Unterrichtes technisches Know-how nahezubringen.

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