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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Textile Stoffe aus dem 3-D-Drucker, ein Brautkleid aus Pilzgeflecht und ein Duschvorhang aus Moos - Jahresausstellung der "Burg" emuntert zu spannender Entdeckungsreise >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 12.07.2018 um 20:19:58

Textile Stoffe aus dem 3-D-Drucker, ein Brautkleid aus Pilzgeflecht und ein Duschvorhang aus Moos - Jahresausstellung der "Burg" emuntert zu spannender Entdeckungsreise

Dorothea Lang präsentiert textile Objekte aus dem 3-D-Drucker im Eingangsbereich der Bibliothek am Neuwerk. Dorothea Lang präsentiert textile Objekte aus dem 3-D-Drucker im Eingangsbereich der Bibliothek am Neuwerk.
Foto: S. Christmann
Halle (sc). Ein Duschvorhang aus Moos, das in der feuchten Umgebung des Badezimmers prächtig gedeiht, ein Brautkleid aus Pilzgeflecht (Myzel), das man wirklich nur das eine Mal tragen kann, ein Pflaster für Kinder, dass ohne die Beschichtungsebene für die bunten Bildchen auskommt und statt dessen nur dann ein Bild(chen) aufleuchten lässt, wenn es mit Blut in Berührung kommt - die Design-Studenten der Kunsthochschule Burg Giebichenstein beschäftigen sich nicht „nur" mit der Kunst, sondern auch den aktuellen Fragen der Zeit wie der Nachhaltigkeit von verwendeten Materialien und damit dem Schutz der Umwelt.

Aber es gibt zur Jahresausstellung jetzt am 14 und 15. Juli an allen Standorten der „Burg" - Neuwerk, Unterburg Giebichenstein, Hermes-Gebäude, Landeskunststiftung) von 10 bis 18 Uhr auch richtig Verrücktes zu sehen. Je schräger, desto besser, aber funktionieren muss es, lautete die Aufgabe für Studierende in den Grundlagenfächern, als sie in Team-Arbeit eine Frühstücksmaschine innerhalb von ein paar Tagen konstruieren sollten. Herausgekommen sind eine „Tee-Tunke" für das Überbrühen von ganz vielen Teebeuteln in einem 30-Litergefäß, eine Spiegelei-Schleuder oder ein Toast-Karussell, bei dem die Scheiben auf höchst kunstvoll-verwickelte Weise mit Marmelade bestrichen werden.

Die Schau steht übrigens unter der Leitfrage „Welchen Fehler braucht das System?" Die auf diese Frage gegebenen Antworten - vom Rektor bis zum Verwaltungspersonal - werden an den Ausstellungsstandorten präsentiert und laden zur Diskussion ein.

Noch mehr zum Programm der Jahresausstellung gibt es hier.

 

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