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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Staatsanwaltschaft Dessau gab Pressekonferenz in Halle zum Todesfall in Köthen: Todesursache Herzinfarkt >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 14.09.2018 um 10:43:49

Staatsanwaltschaft Dessau gab Pressekonferenz in Halle zum Todesfall in Köthen: Todesursache Herzinfarkt

Rüdiger Lässig, Chef des Rechtsmedizinischen Institutes der Uniklinik Halle, sagte es in viele Mikrofone und Kameras: die Todesursache war ein Herzinfarkt. Rüdiger Lässig, Chef des Rechtsmedizinischen Institutes der Uniklinik Halle, sagte es in viele Mikrofone und Kameras: die Todesursache war ein Herzinfarkt.
Foto: S. Christmann Galerie (1 Bild)
Köthen/Halle (sc). Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Dass die Staatsanwaltschaft Dessau mitten in den Untersuchungen zu den Umständen, die zum Tod eines 22-Jährigen am Samstag in Köthen geführt hatten, eine Presseskonferenz nach der Auftakt-Pressekonferenz (am Montag) ansetzte, ist unüblich.

Aber den öffentlich geäußerten Vorwürfen, die Staatsanwaltschaft würde in diesem Fall nachlässig ermitteln, etwas vertuschen wollen, mochte Sachsen-Anhalts Generalstaatsanwalt Jürgen Konrad dann doch zeitnah etwas entgegensetzen. Und noch einmal klarstellen, dass die Todesursache des jungen Kötheners definitiv ein Herzinfarkt gewesen sei. Eindeutig nachgewiesen inzwischen auch durch die feingewebliche Untersuchung in der Rechtsmedizin der Uniklinik Halle. Deren Institutsdirektor Rüdiger Lessig sagte am Mittwoch auch, dass der junge Mann „schwer krank" gewesen sei. Schon kurz nach seiner Geburt sei er am Herzen operiert worden und danach immer wieder wegen seines Herzens in medizinischer Behandlung gewesen. Heute hätte er diesen tödlichen Herzinfarkt jederzeit auch in einer anderen Situation erleiden können. Weshalb man eben nicht sagen könne, dass er durch einen Schlag ins Gesicht, wonach er zu Boden ging, gestorben sei. Aus ermittlungstaktischen Gründen könne und wolle man, so der zuständige Oberstaatsanwalt Dessau-Roßlau, Horst Nopens, zum jetzigen Zeitpunkt nicht alle Ergebnisse der bisherigen Ermittlungen öffentlich machen. Was aber klar sei, ist, dass an den Auseinandersetzungen am vergangenen Samstag mindestens zwei Afghanen beteiligt waren, die seitdem wegen des Verdachtes der Körperverletzung mit Todesfolge in Untersuchungshaft säßen.

Die nach den Ereignissen aufgetauchte Audio-Datei mit einer Frauenstimme, aus der die genannten Vorwürfe gegen die Ermittlungsbehörden abgeleitet wurden, läge der Staatsanwaltschaft vor, so Nopens. Allerdings: ob sie echt sei oder nicht, darauf käme es gar nicht an, erklärte Oberstaatsanwalt Jürgen Konrad. Allein der Wahrheitsgehalt einer Zeugenaussage vor Gericht sei relevant. Und als Zeugin sei die Frau bereits vernommen worden. Sie hätte dabei, so Horst Nopens, ihre Aussagen von der Audio-Datei so „massiv relativiert", dass sie jetzt mehr oder weniger mit den Ermittlungsergebnissen der Behörden zusammenpassen würden. Was sie genau an ihrer Aussagen in der Audio-Datei geändert hat, wollte die Staatsanwaltschaft nicht sagen, nur so viel: Man hätte keine Hinweise darauf erhalten, dass der Geschädigte (der an der eigentlichen Auseinandersetzung nicht beteiligt gewesen sei, lediglich schlichtend habe eingreifen wollen) zu Tode ge-schlagen oder getreten worden wäre.

Was die zunächst am Sonntag und am Montag gebrauchte Formulierung von „akutem Herzversagen" als Todesursache angehe: die sei laut Lessig insofern problematisch, weil das Herz im Prinzip immer versage, wenn man sterbe, tauge also wenig in Bezug auf die konkrete Todesursache. Er habe bereits am Sonntag bei seinen Untersuchungen den Herzinfarkt als Ursache ausgemacht, der dann durch die Gewebeuntersuchungen bestätigt worden sei.

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