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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Tag der Kinderrechte >
Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 27.11.2018 um 12:39:25

Tag der Kinderrechte

Die Button-Maschine war im Dauereinsatz. Carl bediente sie. Die Motive zeichnete Arthur. Die Button-Maschine war im Dauereinsatz. Carl bediente sie. Die Motive zeichnete Arthur.
Foto: Kerstin Eschke Galerie (1 Bild)
Kinder machten in der Saalestadt in der Konzerthalle Ulrichskirche und im historischen Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen auf ihre Rechte aufmerksam. Die kreative Viertklässler der Ersten Kreativitätsschule zeigten spielerisch anderen Kindern ihre Rechte.

Halle (ke). Die kalten Winde am halleschen Musenbrunnen machten den Schülerinnen und Schülern der Ersten Kreativitätsschule Halle einen Strich durch Rechnung. Die Kinder wollten am 20. November vor der Konzerthalle Ulrichskirche mit Mitmachangeboten auf ihre Rechte aufmerksam machen. Also ging es hinein in die Kirche. Die war bereits gut gefüllt mit Vorschulkindern und Grundschülern anderer Schulen, die sich dicht um die Stationen drängten. Hier konnten sie sich mit Hilfe verschiedener Lernspiele über die zehn Kinderrechte informieren.

Anlass war der Internationale Tag der Kinderrechte. Am 20. November 1989 trat die UN-Kinderrechtskonvention in Kraft. In ihr ist verankert: Jedes Kind hat Rechte - und zwar die gleichen Rechte, ganz egal, an welchem Ort der Erde es aufwächst. Fast alle Staaten, knapp 200, haben dieses weltweite „Grundgesetz“ für Kinder ratifiziert.

„In vielen Städten sind deshalb am heutigen Tag Aktionen“, weiß Lars Juister von der halleschen Unicef-Arbeitsgruppe. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen wurde nach dem zweiten Weltkrieg gegründet, um Kindern zu helfen. Lars Juister: „In Halle taten sich die Erste Kreativitätsschule, der Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Halle, das Jugendamt und Unicef zusammen und organisierten einen Kinderrechtetag in der Ulrichskirche.“ Gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern bereiteten die Viertklässler den Aktionstag in einer Projektwoche vor.

So zeigten Alessa und Paulina den Mädchen und Jungen auf einem Wimmelbild, wie das Kinderrecht auf elterliche Fürsorge bei Behinderung aussehen kann. Dicht umringt war der Stand von Carl und Arthur. Sie pressten mit einer speziellen Maschine Button mit selbstgestalteten oder fertigen Motiven zur Kinderrrechten.

Der Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Halle, Mirko Petrick, freute sich über den Zuspuch und schaut voraus: „Im nächsten Jahr werden die Kinderrrechte 30 Jahre alt. Vielleicht schaffen wir eine große Aktion mit allen Akteuren der Kinder- und Ju-gendarbeit in der Stadt, mit Kitas, Schulen und Horten. Es ist wichtig, dass Kinder um ihre Rechte wissen und den Mut haben sie einzufordern.“

Parallel zu den Aktionen in der Ulrichskirche setzten sich Kinder und Jugendliche während eines Graffiti-Workshops mit den Kinderrechten auseinander. Sie gestalteten bewegliche Wände auf der Wiese vor dem Historischen Waisenhaus. Dazu aufgerufen hatte der Jugendclub Treff und das Krokoseum der Franckeschen Stiftungen.

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