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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Kay Senius, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit: Jobcenter werden "Kümmerer" >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 30.01.2019 um 10:31:41

Kay Senius, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit: Jobcenter werden "Kümmerer"

Kay Senius hält nichts vom bedingungslosen Grundeinkommen. Kay Senius hält nichts vom bedingungslosen Grundeinkommen.
Foto: S. Christmann
Halle (S. Christmann). Auch vor Sachsen-Anhalt, so Kay Senius, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, in der vergangenen Woche vor Medienvertretern, mache die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes nicht Halt. Das werde besonders deutlich, wenn man dies über einen Zeitraum von zehn Jahren betrachte.

Gab es in unserem Land 2008 noch 755 404 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, waren es 2018 immerhin 799 074. Die Prognose für 2019 geht von 806 266 aus. Auch die Zahl der dem Amt gemeldeten offenen Stellen belegt den Aufwärtstrend (2008: 7 736 - 2018: 19 514). Aber: Sachsen-Anhalt liegt nach wie vor unter dem Bundesdurchschnitt. Es könnte auch in unserem Land mehr Beschäftigungswachstum geben - vor allem die Logistikbranche sucht händeringend Fachkräfte. Allein die Demografie macht nicht nur dieser Branche einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Noch würden EU-Ausländer den Arbeitskräfterückgang in Sachsen-Anhalt mehr oder weniger kompensieren. Auch die Digitalisierung mildere ihn teilweise ab.

Aber richtig dramatisch sähe es in der Gesundheits- und Pflegebranche aus: hier steige der Bedarf durch die alternde Gesellschaft immer weiter. Dabei, so Senius, sei ein Auseinanderdriften des regionalen Arbeitsmarktes zu beobachten. Während sich in Mansfeld-Südharz und im Landkreis Stendal überalterte Bevölkerung, niedriges Beschäftigungswachsstum, Langzeitarbeitslose und Hartz-IV-Betroffene konzentrierten, profitierten der Burgenlandkreis und der Harzlandkreis von ihrer Nähe zu westdeutschen Arbeitsmärkten oder urbanen Zentren.

In Folge der guten Arbeitsmarktentwicklung würden zudem die Menschen noch sichtbarer, die besondere Unterstützung bräuchten. Die Jobcenter entwickelten sich daher immer mehr zu „Kümmererinstitutionen". Gar nichts hält Senius vom bedingungslosen Grundeinkommen. Das würde auf die Probleme „nur" Geld legen. Der Staat dürfe hier aber nicht aus der Verantwortung entlassen werden.

Leserkommentare:


kritiker, Dessau:
"Jetzt wo der wirtschaftliche Abschwung droht sollte man etwas entgegensteuern bei der Beschäftigungspolitik ! Gerade Langzeitarbeitslose wäre geholfen eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ähnlich der Bürgerarbeit zu geben ! Egal was ob kommunal oder gemeinnützig !"

Neubert, Halle:
"Grundeinkommen nicht ,aber ständige 1 Euro Jobs helfen auch nicht zu einem Arbeitsplatz ,sage ich aus Erfahrung. Meine Frage an meinem Jobcenter Mitarbeiter war ,wieviele 1 Euro Jobs denn man absolvieren muss ,um endlich mal vernünftig Geld zu erarbeiten. Alles für mich nur dummes Gefasel und die Betroffenen sollen es ausbaden. Nein Danke! Ich köönte mich dem Klageverfahren beim Bundesgerichtshof anschließen und könnte noch mehr über eine unfähige Arbeitsmarktpolitik berichten."


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