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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Stadt will Vermüllung der Peißnitzinsel mit neuem Konzept begegnen: Neue und größere Müllbehälter >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 01.02.2019 um 11:41:27

Stadt will Vermüllung der Peißnitzinsel mit neuem Konzept begegnen: Neue und größere Müllbehälter

Diese (kleinen) Papierkörbe wird es auf der Peißnitz bald nicht mehr geben. Sie werden abgebaut und durch größere Mülltonnen ersetzt.                                                      Diese (kleinen) Papierkörbe wird es auf der Peißnitz bald nicht mehr geben. Sie werden abgebaut und durch größere Mülltonnen ersetzt.
Foto: S. Christmann
Halle (S. Christmann). Mitarbeiter des halleschen Grünflächenamtes konnten sich in der Vergangenheit bemühen, wie sie wollten - der zunehmenden Vermüllung der Peißnitzinsel konnten sie einfach nicht mehr Herr werden. Das lag nicht nur an den für die heutigen Erfordernisse viel zu kleinen Papierkörben, die gerade in den Sommermonaten ruckzuck übervoll waren. Dann wurden die Abfälle eben - wenn nicht an Ort und Stelle einfach liegen gelassen - um die Papierkörbe herum „drapiert".

Das freute vor allem Krähen und Waschbären, die sich über den Abfall hermachten. So konnte es nicht mehr weitergehen. Auch wenn man als ordentlicher Mensch meint, dass, wer an für jedermann zugänglichen öffentlichen Orten Müll verursacht, auch selber für dessen Entsorgung zuständig ist, haben die Stadt und die Stadtwerke nun ein neues Müllentsorgungskonzept für die Peißnitzinsel erarbeitet. Die viel zu kleinen Papierkörbe werden abgebaut und durch insgesamt 90 neue Müllbehälter (Tonnen mit bis zu 250 Liter Fassungsvermögen) ersetzt. An drei Stellen auf Ziegel- und Würfelwiese werden Stahlbehälter aufgestellt, in denen man Grillkohle entsorgen kann. Die Behälter werden an den Stahlbügeln so gesichert, dass sie nicht offen bleiben können. Tiere kommen so nicht mehr an den Abfall heran. In den Frühlings- und Sommermonaten wird der Müll jetzt zwei statt bisher ein mal pro Woche von HWS-Mitarbeitern (also den Besatzungen von Müllautos) abgeholt.

Nicht mehr von den Mitarbeitern des Grünflächenamtes. Die können sich nun wieder mehr ihrer eigentlichen Aufgabe, der Grünflächenpflege, widmen. Auch an Riveufer und Saalepromenade werden die alten durch neue Müllbehälter ersetzt. Allerdings fassen die „nur" 70 Liter. Die werden aber so aufgestellt, dass bei Veranstaltungen wie dem Laternenfest jeweils ein zweiter Behälter zusätzlich angebracht werden kann.

Für all das schließt die Stadt einen Entsorgungsvertrag mit den Stadtwerken ab. Die Mehrkosten belaufen sich auf etwa 42 000 Euro, die man aber mit den laufenden Haushaltskostenstellen abdecken könne. Immerhin fielen ja die Entsorgungs-Kosten für die Arbeitsleistung der Grünflächenamts-Mitarbeiter weg, warf HWS-Geschäftsführer Jörg Schulze in die Debatte.

Stadtwerke-Chef Matthias Lux wünscht sich für die großen Müllbehälter einen Gestaltungswettbewerb, etwa für Schüler. So dass die Tonnen nicht nur ansprechender aussehen, sondern auch unerwünschte Beschmierer ferngehalten werden könnten. Stadtmarketing-Chef Mark Lange regte an, die Tonnen auch als Werbefläche für Veranstaltungen nutzbar zu machen. Bleibt zu hoffen, dass sich durch die engmaschigere Entsorgung nicht mancher bemüßigt fühlt, noch mehr Müll auf der Peißnitz zu hinterlassen. Das Ordnungsamt sollte darauf achten, dass die größeren Tonnen nicht noch jene anziehen, die illegal versuchen, hier ihren Haus- oder Gewerbemüll loszuwerden.

 

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