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Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 12.03.2019 um 19:06:48

Vier hallesche Museen haben kurzerhand gemeinsam ein Jahr der Frauen in Halle ausgerufen: "Ladies first!" nicht nur im Händel-Haus

Maria Scheunpflug von der Stiftung Händel-Haus präsentierte die extra aufgelegte Broschüre zum Maria Scheunpflug von der Stiftung Händel-Haus präsentierte die extra aufgelegte Broschüre zum "Jahr der Frauen" in Halles Museen.
Foto: S. Christmann
Von Susanne Christmann

Auch wenn es dafür keine vorherige Absprache gab, so ganz zufällig kommt es nicht, dass vier hallesche Museen am vergangenen Donnerstag ein „Jahr der Frauen in Halle" ausgerufen haben. Ausgehend vom Jubiläum „100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland" scheint es folgerichtig, dass Frauen tatsächlich auch in Halle derzeit besonders im Fokus stehen. „Ladies first!" heißt es in diesem Jahr also nicht nur im Händel-Haus, sondern auch in der Kunsthalle Talstraße, dem Kunstmuseum Moritzburg und im Stadtmuseum.

Dabei sind die Sichtweisen auf die Frau breit gefächert. In der Kunsthalle Talstraße, die gleich vier Sonderschauen den Frauen widmet, ist beispielsweise der Untertitel zur Sonderschau „Die schaffende Galatea" nicht ganz unwichtig: „Frauen sehen
Frauen" heißt der und dabei geht es vom 12. Juli bis zum 13. Oktober 2019 ausschließlich um weibliche Autorenschaft. Exemplarisch wird da anhand von Künstlerinnen wie Paula Modersohn-Becker, Käthe Kollwitz oder Cornelia Schleime gezeigt, wie sich Frauen respektive Künstlerinnen im Verlauf des 20. Jahrhunderts aus ihrer Rolle als Objekt herauslösen und zum Subjekt erheben.

Im Kabinett der Kunsthalle Talstraße werden vom 13. Juli bis 13. Oktober 2019 unter dem Titel „Frauen-Schönheit-Schicht" Fotos von Barbara Köppe gezeigt, die Frauen aller Hierarchieebenen im damaligen VEB Kosmetik-Kombinat der DDR porträtiert hat.
Bei der Ausstellung „Das Frauenbild der 1920-er Jahre - Zwischen Femme Fatale und Broterwerb" vom 1. November 2019 bis zum 9. Februar 2020 werden aus der Sammlung des Wiesbadener Geschäftsmanns Frank Brabant die zahlreichen Frauenbildnisse verwandt. Gemalt von der creme de la creme der Maler der klassischen Moderne: Emil Nolde, Alexej von Jawlensky oder Ernst Ludwig Kirchner. Im bewussten Bruch dazu wird die „Frankfurter Küche" plaziert (Die Frankfurter Küche wurde laut Wikipedia 1926 im Rahmen des Projekts Neues Frankfurt von Ernst May initiiert und von der Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotzky ausgearbeitet, sie gilt als Urtyp der modernen Einbauküche).

Das Händel-Haus steuert die bereits laufende Schau „Ladies first" bei, die bis zum 12. Januar 2020 jene starken Frauen beleuchtet, die in Händels Umfeld gewirkt haben. Händel selbst bleibt dabei im Hintergrund und ist lediglich der rote Faden, der ihre Geschichten miteinander verbindet. Bei den diesjährigen Händel-Festspielen vom 31. Mai bis zum 16. Juni tritt seine Gestalt in seinen Werken natürlich wieder hervor, aber auch hier heißt es beim Thema „Empfindsam, heroisch, erhaben - Händels Frauen". Den Frauengestalten „Zwischen Alcina und Theodora" widmet sich auch die wissenschaftliche Konferenz.

Das Kunstmuseum Moritzburg weist in „Wege der Moderne - Kunst in Deutschland im 20. Jahrhundert" nicht ausschließlich, aber immer wieder auf die Protagonistinnen dieser Kunstepoche wie Paula Modersohn-Becker, Mathilde Flögl oder Marguerite Friedlaender hin. 2019 auf der Empore im Westflügel neu zu entdecken sind zwei monumentale textile Kunstwerke der zwischen 1920 und 1925 an der „Burg" tätigen Johanna Schütz-Wolfff: großformatige Bildteppiche „An Hölderlin" und „Mutter und Kind II". Dazu kommt im Sommer die Lichtinstallation „Things come" von Angela Zumpe.

Unter dem Motto „Halle Entdecken!" wirft das Stadtmuseum einen Blick auf die Frauengeschichte der Stadt. Die bewusste Suche nach weiblichen Spuren hat eine große Zahl von Zeugnissen dazu zu Tage gefördert, die überall in der Dauerausstellung zu finden sind.

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