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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Rauschgiftkriminalität im Raum Halle hat laut aktueller Kriminalstatistik zugenommen: Immer mehr Konsumentendelikte >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 14.03.2019 um 20:36:25

Rauschgiftkriminalität im Raum Halle hat laut aktueller Kriminalstatistik zugenommen: Immer mehr Konsumentendelikte

Im südlichen Sachsen-Anhalt wird geklaut und eingebrochen, was das Zeug hält. Zwar sind die Fälle gegenüber 2017 zurückgegangen, aber dennoch machten die Fälle dieser Deliktgruppe den Löwenanteil aller begangenen Straftaten aus.                                 Im südlichen Sachsen-Anhalt wird geklaut und eingebrochen, was das Zeug hält. Zwar sind die Fälle gegenüber 2017 zurückgegangen, aber dennoch machten die Fälle dieser Deliktgruppe den Löwenanteil aller begangenen Straftaten aus.
Foto: Polizeiinspektion Halle
Halle (S. Christmann/Polizeiinspektion). Auch wenn man es angesichts der medialen Berichterstattung vielleicht kaum glauben mag - die Anzahl der Straftaten, die in Halle, dem Saalekreis, in Mansfeld-Südharz und dem Burgenlandkeis im vergangenen Jahr der Polizei gemeldet wurden, ist zurückgegangen. Im vierten Jahr in Folge!

60 106 Fälle wurden 2018 registriert, das sind 5 839 Fälle weniger als 2017 (minus 8,85 Prozent). Das geht aus der aktuellen polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2018 hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Daraus geht aber auch hervor, dass im Bereich der Rauschgiftkriminalität die Zahl der erfassten Fälle bei 3 391 lag, was immerhin einen Anstieg um 11,5 Prozent bedeutet. In den meisten Fällen (2 667) handelte es sich um sogenannte Konsumentendelikte. Auch die allgemeinen Verstöße im Zusammenhang mit der Droge Crystal sind im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent angestiegen. Insgesamt stellte die Polizei 2018 unter anderem über 25 Kilogramm Marihuana, über vier Kilo Crystal und gut 1,5 Kilogramm Amphetamine sicher.

Wer gedacht hatte, dass das „Tatmittel Internet" immer auch in unseren Breiten immer mehr in den Fokus rückt, hat sich zumindest für das Jahr 2018 getäuscht. Um satte 17,2 Prozent ging die Anzahl diesbezüglicher Straftaten im vergangenen Jahr zurück. Auch die Computerkriminalität ging mit 1182 Fällen leicht zurück (minus 37 Fälle). Mit 40,8 Prozent bildeten 2018 die Diebstahlsdelikte den größten Brocken der straftaten - gleichwohl auch hier im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang der Fallzahlen um 3044 auf 24 518 (minus 11 Prozent) zu verzeichnen ist. Aufgeklärt wurden allerdings nur 28,5 Prozent der Fälle (6983).

Nur beim Wohnungseinbruchsdiebstahl stellte die Polizei eine Steigerung um 55 Fälle gegenüber 2017 fest - bei allen anderen Diebstahlsarten gingen die Fallzahlen zurück. Allerdings, so vermerkt die Polizei dazu, seien eine Vielzahl - fast die Hälfte - von Wohnungseinbrüchen im „Versuchsstadium" stecken geblieben.

Mit 608 erfassten Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung insgesamt im Jahr 2018 wurden im Vergleich zum Vorjahr 72 Fälle mehr registriert (plus 13,4 Prozent). Ihr Anteil an der Gesamtkriminalität beträgt 1 Prozent. Es konnten 505 Fälle aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote liegt bei 82,9 Prozent und somit um 4 Prozent höher als 2017 (Eine Vergleichbarkeit zu den Vorjahren ist nur eingeschränkt möglich, da auf Grund einer Gesetzesänderung im Sexualstrafrecht seit Januar 2017 die sexuelle Belästigung gemäß Paragraph 184i des Strafgesetzbuches nicht mehr unter der Beleidigung auf sexueller Grundlage, sondern eigenständig erfasst wird).

Auch Straftaten gegen das Leben nehmen trotz oft anderer Wahrnehmung einen (sehr) geringen Anteil an der Gesamtkriminalität ein - 2018 nämlich nur 0,05 Prozent. Trotzdem ist natürlich auch hier jeder der 32 erfassten Fälle einer zu viel. Und dass auch „nur" 75 Prozent der Fälle bisher aufgeklärt werden konnte, kann vor allem die Opfer beziehungsweise deren Angehörige wohl nicht befriedigen.

Trotz des Rückgangs der Straftaten: auch jedes Opfer einer solchen ist ein Opfer zu viel. Registriert wurden 2018 11081 Straftatsopfer üm südlichen Sachsen-Anhalt. Davon waren 6617 männlich und 4464 weiblich, 8161 waren Erwachsene, 951 Heranwachsende, 982 Jugendliche und 987 Kinder. Die Polizeibeamten selber blieben nicht verschont: 2018 wurden 478 Polizisten Opfer einer Straftat. Immerhon 52 Polizisten weniger als im Jahr zuvor.
 

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