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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Fundstück bei archäologischen Ausgrabungen auf der Mittelburg Wettin: frühmittelalterlicher Kalkbrennofen mit einem Durchmesser von 4,5 Metern >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 25.03.2019 um 17:50:02

Fundstück bei archäologischen Ausgrabungen auf der Mittelburg Wettin: frühmittelalterlicher Kalkbrennofen mit einem Durchmesser von 4,5 Metern

Grabungsleiterin Ulrike Trebstein an den freigelegten Grundmauern eines frühmittelalterlichen Kalkbrennofens.   Grabungsleiterin Ulrike Trebstein an den freigelegten Grundmauern eines frühmittelalterlichen Kalkbrennofens.
Foto: S. Christmann
Von Susanne Christmann

Wie kam man Mitte des 12. Jahrhunderts beim (Weiter)Bau einer Burg schnell, logistisch einfach und in großer Menge an das Baumaterial? Man errichtete vor Ort einen großen Kalkbrennofen Die Reste eines solchen - also dessen Grundmauern - mit einem Durchmesser von 4,5 Metern haben die Archäologen aus Halle jüngst bei ihren Ausgrabungsarbeiten auf dem Gelände der Mittelburg in Wettin dicht unter der Oberfläche gefunden. Was ihnen auch verriet: als der Kalkbrennofen nicht mehr gebraucht wurde, wurde er einfach wieder abgerissen und dann wurde die Fläche aufgefüllt.

Mit teilweise so viel Füllmaterial, dass das vorhandene Gefälle nach Süden in Richtung Unterburg danach sehr viel weniger steil war. Mit dieser Entdeckung sind jetzt die archäologischen Grabungsarbeiten auf der Mittelburg abgeschlossen. Alles, was man vorgefunden hat, werde, so Projektleiter Matthias Becker und Grabungsleiterin Ulrike Trebstein, akribisch dokumentiert. Die Ausgrabungsfläche wird so verfüllt, dass man danach zum einen mit dem Neubau des langgestreckten Gebäudes für Fachkabinette und Unterrichtsräume (anstelle der einstigen Stall- und Scheunengebäude) sowie eines neuen Heizhauses für das Wettiner Burg-Gymnasium beginnen könne. Am 23. April, so Saalekreis-Sprecherin Kerstin Küppersbusch, soll mit den Rohbauten begonnen werden. Davor werde ein Kran aufgebaut, der dann weithin sichtbar von den Bauarbeiten hoch über der Saale künden werde.

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