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Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 02.05.2019 um 16:54:32

Ganz große Oper! Die Gala der Oper Halle „Glanz und Elend der Kurtisanen“ genügt höchsten Glanz-, Drama- und Stimmansprüchen

Aufgebot des Besten, was die Oper Halle zu bieten hat - das Gala-Ensemble für Aufgebot des Besten, was die Oper Halle zu bieten hat - das Gala-Ensemble für "Glanz und Elend der Kurtisanen".
Foto: TOOH/F. Wenzel
Von Susanne Christmann
 
Superlative werden ja heutzutage – immer die zu erhaschenden Klicks im Fokus – ganz schnell aus der Schublade geholt. Nicht nur beim Marketing, das ohne die höchsten Begeisterungstöne über das eigene Produkt, die eigen Firma und die eigene(n) Dienstleistungen eh niemals auszukommen meint.
Wenn man der neuen Gala der Oper Halle unter dem Titel „Glanz und Elend der Kurtisanen“ ehrfurchtsvoll das Etikett „Ganz große Oper!“ aufklebt, dann sieht das sicher für etliche, die sie noch nicht erlebt haben, aus wie die übliche, unvermeidliche Werbung. Das ist es auch, keine Frage, aber zuallererst ist es  wahr – diese festliche Gala ist tatsächlich ganz große Oper! Ob Solisten, Chor, Ballett, Kostüme, Moderation - bis ins kleinste Detail wird hier das Beste aufgefahren, was nur irgend möglich ist. Dass dazu Kammersängerin Romelia Lichtenstein und Bass Gerd Vogel gehören – klar!  Auch von Chor, Staatskapelle (die live AUF der Bühne spielt) und Ballett weiß der Kenner schon länger, was sie Großartiges  zu leisten in der Lage sind.
Aber diese Produktion geht in Einigem über das hinaus, was man von der Oper in Halle erwartet. Da wäre der unglaubliche Sopran von Samuel Marino. Erstmals zu hören im vergangenen Jahr zur Händel-Opern-Premiere „Berenice, Regina d‘ Egitto“ hat man die Gala spielplantechnisch so eingeordnet, dass man den gebürtigen Venzuelaner in der Nähe der diesjährigen Händelfestspiele, wo ja die „Berenice“ noch einmal gegeben wird, verpflichten konnte. Wenn Marino in der Gala „Voi che sapete“ aus der Overtüre zu Mozarts Figaro, die Arie Nr. 5 „Liebster Gott, erbarme dich“ aus der j.-S.-Bach-Kantate „Siehe zu, das deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei“,  „Squallida vese e bruno“ aus Rossinis „Türken in Italien“ und schließlich „I feel pretty“ aus Leonard Bernsteins „West Side Story“ singt, dann meint man, er hat  im Vergleich zum vergangenen Jahr noch eine eigentlich kaum mögliche Schippe auf seinen glockenhellen Sopran und seine Darstellungsfreude (im Kleid mit Petticoat-Rock) und High Heels draufgelegt.
Und dann fegt da Luidmila Lokaichuks Koloratur-Orkan mit Arien aus „La Traviata“ über die Bühne, bei dem man sich verblüfft fragt, woher diese zierliche Sopranistin die Kraft dafür nimmt. Da brandeten „Bravo“-Rufe und Beifallsstürme (zu Recht!) bei der Premiere im leider nicht vollbesetzten Saal auf, die in Halle – außer bei den Händelfestspielen - doch eher nicht so häufig sind.
Schließlich muss an dieser Stelle noch der Moderator des Abends, Dramaturg Philipp Amelungsen, erwähnt werden. Seine professionell klar gesprochene, informative und doch kurzweilig-amüsante Moderation ist das I-Tüpfelchen auf diesen großartigen Abend. Klaus Froboese, der jüngst leider verstorbene Ex-Intendant von Halles Oper, hätte an dieser Produktion höchstwahrscheinlich seine helle Freude gehabt. Denn sie erinnert sehr an „seine“ Gala-Konzerte innerhalb des Opernballs, mit denen stets auf die zu erwartende neue Spielzeit eingestimmt wurde.  
Wer „Glanz und Elend der Kurtisanen“ erleben möchte – am 4. Und 19. Mai hat man in der Oper wieder die - seltene - Gelegenheit dazu.                  
 

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