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Sonja Richter Sonja Richter
aktualisiert am 31.05.2019 um 11:25:58

Bildung im Vorübergehen: Dante-Forscher war einst das Wunderkind von Lochau

Zwei der drei Spender - Elly Schmidt und Till Voss aus der Wittestraße - brachten gemeinsam mit Prof. Rainer Stillers (re.), Vorsitzender der Deutschen Dante-Gesellschaft, die Zusatzschilder an. Zwei der drei Spender - Elly Schmidt und Till Voss aus der Wittestraße - brachten gemeinsam mit Prof. Rainer Stillers (re.), Vorsitzender der Deutschen Dante-Gesellschaft, die Zusatzschilder an.
Foto: S. Richter Galerie (1 Bild)
Die von Witte 1865 gegründete Dante-Gesellschaft ist bis heute weltweit aktiv.

Halle (red). Karl Witte, wer war das noch mal? Ein Name, den sicherlich nicht jeder in Halle sofort erklären kann.
Und deshalb hat die Straße mit seinem Namen jetzt im Rahmen des Projektes „Bildung im Vorübergehen" der halleschen Bürgerstiftung ein Zusatzschild erhalten, gespendet von Elly Schmidt und Till Voss aus der Wittestraße, die sich zufällig dazu zusammen gefunden haben, und ihrem niedersächsischen Hausbesitzer Gerhard Lauterbach, der sich freute, jetzt endlich zu wissen, nach wem die Straße mit seinem Haus benannt ist.

Abitur mit zehn Jahren an der Thomasschule Leipzig
Bekannt geworden ist Johann Heinrich Friedrich Karl Witte (1800-1883) als „Wunderkind von Lochau". Der Sohn des Pfarrers Karl Heinrich Gottfried Witte und der Pfarrerstochter Johanna Klara Wilhelmine geb. Reimmann wurde vom Vater in einem Erziehungsexperiment fast noch als Baby unterrichtet, konnte bereits mit vier Jahren lesen, mit fünf Jahren schreiben und mit neun Jahren Französisch, Lateinisch, Italienisch, Griechisch und Englisch sprechen. Er löste komplizierte Mathematikaufgaben und hatte eine breite Allgemeinbildung. Mit zehn Jahren meisterte er die Abiturprüfungen an der Thomasschule in Leipzig. Zum Studieren ging es - in Begleitung des Vaters, der dafür beurlaubt wurde - zuerst nach Göttingen und dann nach Heidelberg. Dort promovierte er auch - in den Rechtswissenschaften. 1817, mit gerade einmal 17 Jahren, erhielt er die juristische Lehrbefähigung an der Universität Berlin.

1821 begann er seine eine akademische Karriere an der Universität Breslau und 1833 wurde Karl Witte als Professor für Römisches Recht an die Universität Halle versetzt, wo er zahlreiche Funktionen an der Uni und in der Stadt ausübte, u. a. war er ab 1858 Rektor.

Neben seinen juristischen Arbeiten forschte Karl Witte unermüdlich zu Dante, veröffentlichte philologisch hochrangige Ausgaben seiner „Divina Commedia" und begründete 1865 die Deutsche Dante-Gesellschaft, die noch heute besteht.

Sein Grab befindet sich auf dem halleschen Stadtgottesacker.
 

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