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Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 08.06.2019 um 16:54:54

Händel-Festspiele in Halle 2019: Eine „Julius Cäsar“-Opern-Inszenierung, über die man spricht, ja streitet

Von Susanne Christmann
Peter Konwitschny, den man inzwischen getrost als über die bundesdeutschen Grenzen hinaus akzeptierte Opernregie-Legende bezeichnen kann, darf sich dieser Tage gewiss leicht verwundert die Augen reiben.
Denn die Reaktionen auf „seinen" „Julius Cäsar in Ägypten" (Premiere war traditionell am vergangenen Freitag als festliche Eröffnung der diesjährigen Händelfestspiele) können gegensätzlicher kaum sein. Während die eine Hälfte der Händel-Fans mit der mit vielen aktuellen Anspielungen gespickten und auf deutsch gesungenen Inszenierung oft nicht mitgehen mögen, loben die meisten Kritiker in den Medien diese Aufführung auch schon mal über den brühmten grünen Klee. Sei es wie es sei: dass über eine Inszenierung über Tage hinweg ausgiebig gesprochen, ja auch gestritten wird, ist allemal besser, als wenn nach dem Verklingen des Schlussapplauses fluxs zum nächsten Programmpunkt der Festspiele übergegangen worden wäre.
Denn derer gibt es wahrlich viele: neun Opern, zwei deutsche Erstaufführungen und über 1 000 Künstler, die an über 100 Veranstaltungen an 22 verschiedenen Veranstaltungsorten beteiligt sind. Das Festspielmotto „Em–pfindsam, heroisch, erhaben - Händels Frauen" scheint eine große Anziehungskraft auf Künstler wie Besucher gleichermaßen entfaltet zu haben. Denn bereits vor Beginn der Festspiele waren die kostenpflichtigen Veranstaltungen zu beachtlichen 70 Prozent verkauft. Die bis auf den allerletzten Platz besetzte Oper wirkte zudem mit dem in Scharen dahinströmenden Publikum wie DAS gesellschaftliche Ereignis der Stadt. Alles, was in Halle Rang und Namen hat, sah man auf den Operfluren wandeln und miteinander ins Gespräch kommen.
Den Festvortrag der diesjährigen Händelpreisträgerin Professorin Silke Leopold (siehe Foto) über Händels Frauenfiguren und die Oper als eine von Natur aus gendergerechte künstlerische Darstellungsform (!) wollten so viele lauschen, dass von überall her Zusatzstühle herangeschaft werden mussten. Musikalisch umrahmt wurde die Auszeichnung für das Lebenswerk dieser kleinen, starken Frau von einer starken Sopranistin: Margriet Buchberger. Die hätte sich so mancher als Besetzung der Cleopatra in der „Cäsar"-Inszenierung von Konwitschny gewünscht (dort sang zwar Vanessa Waldhart wunderbar, aber viel zu zart für ein kraft- und machtvolle Frau wie Cleopatra). Einen anderen Julius-Cäsar-Darsteller als den Barriton (!) Grga Peros, der bei den für einen Kastraten geschriebenen Koloraturen hörbar in Nöte kam, fand das händelverliebte Publikum am Samstagabend im Galakonzert. Dort lieferte sich der Brite Lawrence Zazzo (Altus) mit Mezzosopranistin Vivica Genaux in der Händel-Halle ein kämpferisches Gesangs-Duett nach dem anderen. Da ging stimmlich dermaßen die Post ab - das hätten sich viele auch für „Julius Cäsar in Ägypten" gewünscht.

Bei der Feierstunde am Händeldenkmal „outete" Oberbürgermeister Bernd Wiegand die besonders treuen Händel-Fans. Es sollten all jene die Hand heben, die seit 30 Jahren zu den Festspielen nach Halle kämen. Ergebnis: siehe Foto unten. „Volles Haus" auch am Samstag beim wunderbaren Barockfest auf dem Domplatz!   

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