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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Umfangreichster Ankauf für das Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt seit seiner Gründung: Anhaltische Münzen und Medaillen aus der Sammlung Heinz Thormann >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 12.06.2019 um 16:21:03

Umfangreichster Ankauf für das Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt seit seiner Gründung: Anhaltische Münzen und Medaillen aus der Sammlung Heinz Thormann

Diese Reichstaler von Anhalt-Zerbst von 1667 gehörten zur Sammlung von Heinz Thormann und wurden für das Landeskunstmuseum Moritzburg ersteigert.    Diese Reichstaler von Anhalt-Zerbst von 1667 gehörten zur Sammlung von Heinz Thormann und wurden für das Landeskunstmuseum Moritzburg ersteigert.
Foto: S. Christmann

Halle (Stiftung Moritzburg). Am 14. März 2019 wurde auf einer Auktion der renommierten Münzhandelsfirma Fritz Rudolf Künker in Osnabrück die in Quantität und Qualität einzigartige Sammlung von Heinz Thormann versteigert. Dank der großzügigen Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Kulturstiftung der Länder und der Saalesparkasse konnte das Kunstmuseum Moritzburg Halle ein bedeutendes Konvolut von mehr als 200 Münzen und Medaillen, darunter viele erstrangige Raritäten und Unikate, erwerben.

Die Sammlung trug Heinz Thormann (1923 Rathenow a. d. Havel – 2016 Osnabrück) in über 60 Jahren in akribischer Arbeit zusammen. Sie hat für die anhaltische Landes- und Kulturgeschichte eine nicht zu hoch einzuschätzende Bedeutung.
Der Sammler hat in mehr als 30 Veröffentlichungen seine umfängliche Fachkenntnis zur Münz- und Geldgeschichte Anhalts unter Beweis gestellt. Darunter sind insbesondere die Bücher zu den anhaltischen Münzen des Mittelalters (1978), zu den Münzen der Herzöge von Sachsen aus dem Hause Anhalt (1982) oder zu den anhaltischen Kippermünzstätten (1993–94) als wissenschaftliche Standardwerke hervorzuheben. Heinz Thormann wurde für seine wissenschaftlichen Leistungen mehrfach gewürdigt und zuletzt für sein Lebenswerk im Jahr 2014 mit dem Eligius-Preis der Deutschen Numismatischen Gesellschaft geehrt.

Die Erwerbung von Objekten aus der Sammlung Thormann schafft einen neuen Kernbestand des Museums, der die Bedeutung und Ausstrahlung seines Münzkabinetts als Münzkabinett des Landes Sachsen-Anhalt wesentlich stärkt. Der Erwerb schließt für das Land auch Lücken, die in der Folge des Zweiten Weltkriegs entstanden waren.

Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) verfügt mit dem Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt über einen numismatischen Universalbestand von derzeit etwa 120 000 Münzen, Medaillen und Geldscheinen. Konzeptioneller Schwerpunkt ist die mitteldeutsche Münz- und Geldgeschichte, vor allem die des historischen Raumes des heutigen Sachsen-Anhalt, dessen numismatische Bedeutung allein durch die in ganz Europa einmalige Zahl von etwa 150 Münzstätten in Mittelalter und Neuzeit charakterisiert wird. Die anhaltische Geschichte mit ihrer weitverzweigten Münzprägung und herausragenden barocken Medaillenkultur stellt für diesen Raum einen wesentlichen Moment dar, der von keinem anderen Münzkabinett als dem halleschen als Arbeitsschwerpunkt betrachtet wird. Dies gilt für die Münzen der Askanier in Anhalt, im Herzogtum Sachsen und in Brandenburg, für die anhaltischen Münzen und Medaillen der Residenzen in Zerbst, Köthen, Bernburg, Harzgerode und Dessau sowie für die Geldzeichen des Freistaates Anhalt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

 

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