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Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 03.07.2019 um 15:15:20

Halles Stadtwerke beim Klimaschutz weit vorne

Mit dem Betriebsstart des weltgrößten Wärmespeichers, umgangssprachlich Thermoskanne genannt, trägt die EVH zur Energiewende bei. Mit dem Betriebsstart des weltgrößten Wärmespeichers, umgangssprachlich Thermoskanne genannt, trägt die EVH zur Energiewende bei.
Foto: Kerstin Eschke Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Von Kerstin Eschke

Mit einem Blick zurück wagen Halles Stadtwerke den Blick in die Zukunft. Trotz der Halbierung des Gewinns zieht die Geschäftsführung des halleschen Stadtwerkekonzerns eine positive Bilanz. Gespräche mit „Fridays for Future“-Vertretern, um Klimaschutzmaßnahmen zu konkretisieren.

Was die Menschen in einer Stadt alles brauchen ist klar: sauberes Wasser, Strom, eine gute Wärmeversorgung, Straßenbahnen und Busse, die zuverlässig fahren, und Orte für Freizeit und Sport wie Frei- und Hallenbäder. Für dieses dicke Paket an Leistungen sind die Stadtwerke Halle (SWH) mit 2 914 Beschäftigten zuständig.

In einer Stadt von morgen sollen diese Dienstleistungen möglichst klimaneutral erbracht werden. In welchem Umfang das gelingt und wie der Stadtwerkekonzern mit seinen Tochterunternehmen wirtschaftlich arbeitet, stellten der Stadtwerke-Chef Matthias Lux und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Bernd Wiegand in der vorigen Woche in einer Bilanzpressekonferenz vor. 2018 erwirtschaftete
der SWH-Konzern einen Umsatz von 615,3 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es 630,8 Millionen. Der Gewinn betrug 5,6 Millionen
Euro. Im Jahr 2017 waren es 10,8 Millionen Euro. „Die Halbierung des Gewinns hat mit Abschreibungseffekten zu tun. Das Finanzamt forderte höhere Steuerrückstellungen für die Deponie in Lochau. Das ist ein Einmal-Effekt“, beruhigt Matthias Lux.

Bei der Energieversorgung setzen die Stadtwerke auf einen möglichst klimafreundlichen Energiemix. Bereits 55,2 Prozent des  eingekauften Stroms stammt aus erneuerbaren Energien. 2016 waren es 47 Prozent. Ein Spitzenwert. Der deutsche Durchschnitt liegt bei 40,4 Prozent. Die Stadtwerke produzieren selbst CO2 -neutralen Strom wie Windenergie, Klär- und Deponiegas und Photovoltaik. Mit diesem werden 55 300 Haushaltskunden der EVH mit einem durchschnittlichen Verbrauch versorgt.

Mit dem Betriebsstart des weltgrößten Wärmespeichers, umgangssprachlich Thermoskanne genannt, trägt die EVH zur Energiewende bei. Bis 2020 wird der Energiepark in der Dieselstraße weiter modernisiert. Dabei werden die vorhandenen Gasturbinen erneuert
und neueste Technologien eingesetzt.

In Sachen „Mobile Stadt“ vermeldet die Havag steigende Fahrgastzahlen. 2018 fuhren rund 55,1 Millionen Menschen mit Straßenbahn und Bus. 54,9 Millionen waren es 2017. Semester- und Jobticket werden rege genutzt, so Lux. Mit einem kostenlosem Schülerticket soll der öffentliche Nahverkehr noch attraktiver werden, wünscht sich OB Wiegand. Ansonsten heißt es weiter schwitzen in der Tram. Lux: „Der Einbau von Klimaanlagen ist sehr teuer und in älteren Bahnen technisch nicht möglich.“

Ein fünftes Belebungsbecken in der Kläranlage Heide-Nord nahm die Stadtwerketochter HWS  im vorigen Jahr in Betrieb. Dieses hilft dabei die Stickstoffbelastung des Abwassers zu senken. Das geklärte Wasser, welches in die Saale eingeleitet wird, ist nun noch sauberer. das Der Bau war außerdem notwendig geworden, weil Halle mit einer Zunahme der Einwohnerzahl rechnet.

Bei den Bauarbeiten in der Großen Steinstraße legten Archäologen ein mittelalterliches altes Trinkwasserrohrsystem frei. Die Bodendenkmalpflegerin Dr. Caroline Schulz präsentierte zwei Teilstücke aus Fichtenholz. Die Rohre mit eingearbeiteter Abzweigung wurden auf die Jahre um 1550 datiert. Matthias Lux wünscht sich, die Funde Schülern für Lehrzwecke zur Verfügung zu stellen. Wie und wo das geschehen soll, wird mit dem Landesamt für Denkmalpflege beraten.

Der heiße Sommer des vergangenen Jahres sorgte für volle Freibäder. Im Nordbad suchten 60 687 und im Freibad Saline 63 551 Badegäste die Abkühlung. Auch das Trinkwasser wurde niemals knapp. 68 000 Kubikmeter wurden an einem heißen Tag
im Mai verbraucht. An durchschnittlichen Tagen liegt der Verbrauch bei rund 50 000 Kubikmetern.

Wie die Stadtwerke mit konkreten Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz in Halle beitragen können, erörterten sie gemeinsam mit
Vertretern der halleschen Ortsgruppe „Fridays for Future“ bei einem Treffen am 21. Juni. Mitte August ist ein weiteres Treffen geplant. Für Lux sind die Gespräche wichtig, denn Bürgerbeteiligung ist Unternehmensstrategie.

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