Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die vorhergehende Ausgabe

E-Paper Archiv E-Paper Archiv

Sehr geehrte Damen und Herren,


zur Zeit bereiten wir eine neue Anzeigenannahme vor.

Schicken Sie Ihre Anzeige bitte vorübergehend an folgende E-Mail-Adresse:
info@wochenspiegel-halle.de

Telefon: (0345) 130 10 0
Fax: (0345) 130 10 61
Wochenspiegel > Halle (Saale) > Warum Naturschützer und Trothaer mit dem ökologischen Waldumbau hadern >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 05.07.2019 um 19:47:31

Warum Naturschützer und Trothaer mit dem ökologischen Waldumbau hadern

DB-Planer Helge Dreher (ganz rechts) und Fachgutachter Burkhard Lehmann (mit Mikro) , Ralf Meyer vom BUND und Trothaer beim Waldspaziergang im Trothaer Wäldchen. DB-Planer Helge Dreher (ganz rechts) und Fachgutachter Burkhard Lehmann (mit Mikro) , Ralf Meyer vom BUND und Trothaer beim Waldspaziergang im Trothaer Wäldchen.
Foto: S. Christmann
Halle (S. Christmann). Am liebsten wäre es so manchem Trothaer und Umweltschützer, wenn man der Natur im Trothaer Wäldchen einfach weiter ihren Lauf lassen, also gar nichts tun würde. Alles solle am besten bleiben, wie es ist.

Das aber brächte die Deutsche Bahn in große Schwierigkeiten. Denn die setzt mit ihren Maßnahmen zum ökologischen Waldumbau in Trotha eine Gesetzesforderung um. Für die notwendigen Eingriffe in die Natur bei der Errichtung der neuen Zugbildungsanlage hat sie an anderer Stelle einen Ausgleich, eine umweltstärkende Ersatzmaßnahme umzusetzen.

Einen ziemlich anspruchsvollen und nicht gerade billigen ökologischen Waldumbau in Trotha hat man in Abstimmung mit der Stadt dafür auserkoren.  Auch beim bereits zweiten gemeinsamen Waldspaziergang in der vergangenen Woche mit Trothaer Bürgern und Umweltschützern sprechen einige   Teilnehmer der Deutschen Bahn den ökologischen Sinn dieser Maßnahme ab. Burghard Lehmann,  Inhaber von Myotis - Büro für Landschaftsökologie in Halle, erklärt als freier, unabhängiger Fachgutachter immer wieder das Vorhaben: Nicht gebietsheimische Bäume wie Hybrid-Pappeln, Robinien und Eschen-Ahorn sollen entfernt werden. An deren Stelle sollen entweder sogenannte Lichtinseln entstehen oder natur- bzw. gebietsheimische Baumarten  treten, vorwiegend Eichen. Das bringt die Gegner des Waldumbaus auf die sprichwörtliche Palme. Wenn Eichen sich  hier wohlfühlen würden, hätten sie sich auch schon von selbst angesiedelt, meinen sie. Die notwendige Wässerung der jungen Triebe ist für sie Ressourcenverschwendung, zumal ja nicht mal sicher sei, ob dieses „Experiment“ überhaupt gelinge. 

Dass sich die Robinien, die zum langsamen Absterben geringelt wurden, auch nicht selber angesiedelt haben, sondern in den 1960-er Jahren  hier angepflanzt wurden, lassen sie ebenso wenig gelten wie den Fakt, dass  die Robinien ohnehin mehr oder weniger  am Ende ihrer Lebenszeit angelangt sind. Fachmann Lehmann sagt,  Robinien seien nicht geeignet für die Ansiedlung von Wildtieren, Ralf Meyer vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) argumentiert dagegen und droht eine gerichtliche Auseinandersetzung  zu dieser Maßnahme an mit dem Ziel, dass gänzlich auf diesen ökologischen Waldumbau in Trotha verzichtet werde.

Die Trothaer Bürger meinen, dass diese Maßnahme  viel besser in der Dölauer Heide oder in Halles Süden angebracht wäre, aber nicht in ihrem geliebten Wäldchen. Lediglich die Tatsache, dass die Bahn hier auch gleich den vielen alten Müll, der von einer einstigen  Kleingartenanlage stammt, mit entsorgen will, finden alle gut. Die jugendlichen Mountainbiker, die sich im Wäldchen eine Cross-Strecke gebaut haben, ziehen indes zufrieden von dannen. Die Bahn hat versprochen, diese beim Waldumbau unangetastet zu lassen.       

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
Die Welt der Phänomene Die Welt der Phänomene Deutschlands einzigartige Experimentierlandschaft im phaeno in Wolfsburg sorgten für Hochspannung oder erfrischende Abkühlung. ...
Anzeige
Saalekids
Halbzeitfest auf der Baustelle der Mattisburg in Halle Halbzeitfest auf der Baustelle der Mattisburg in Halle Ein neues Zuhause für acht traumatisierte Kinder aus Mitteldeutschland. ...
Anzeige
„Tierisch gut“ - Wir suchen das schönste Foto von Ihrem Haustier! „Tierisch gut“ - Wir suchen das schönste Foto von Ihrem Haustier! Bis zum 31. August können Sie Ihr schönstes selbst gemachtes Foto an den Wochenspiegel schicken oder Ihr Tier im Fotostudio professionell ins rechte...
Anzeige
Sag Ja!