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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Gefahr für Abwehrgeschwächte - Vibrionen (Umweltkeime) haben sich im Naturbad Angersdorfer Teiche wegen der Hitze vermehrt >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 12.07.2019 um 18:54:30

Gefahr für Abwehrgeschwächte - Vibrionen (Umweltkeime) haben sich im Naturbad Angersdorfer Teiche wegen der Hitze vermehrt

Eigentlich  idyllisch: das Freibad Angersdorfer Teiche.  Nun haben sich aber  im Wasser Umweltkeime vermehrt. Eigentlich idyllisch: das Freibad Angersdorfer Teiche. Nun haben sich aber im Wasser Umweltkeime vermehrt.
Foto: Foto: S. Christmann
Halle-Neustadt (Stadtwerke).  Das Gesundheitsamt  hat in den Angersdorfer Teichen einen Umweltkeim -  Vibrionen - im Wasser festgestellt. Für abwehrgeschwächte Personen, für Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen und Personen mit offenen  Wunden besteht dadurch ein Gesundheitsrisiko. Ihnen wird vom Baden in diesem See abgeraten.

Die Bäder Halle GmbH als Betreiber folgt dem  Gesundheitsamt: Eine Schließung  ist nicht erforderlich. Die Benutzer sind aber ausführlich zu informieren.  Vibrionen sind Bakterien, die natürlicherweise in salzhaltigen Gewässern  wie den Angersdorfer Teichen vorkommen. Steigen die Wassertemperaturen im Sommer über 20 Grad Celsius an und beträgt der Salzgehalt mehr als 0,5 Prozent, kann es zu einer Vermehrung der Vibrionen kommen. Eine Infektion mit den nachgewiesenen Vibrionen kommt selten vor, kann aber ernste Erkrankungen hervorrufen. Risiken bestehen hauptsächlich für Menschen mit geschwächtem Immunsystem (z. B. einer HIV-Infektion), chronischen Erkrankungen (z. B. Diabetes mellitus) und Lebererkrankungen sowie für Personen mit oberflächlichen oder tiefen Hautverletzungen. Diese sollten hier im Moment nicht  baden.

Jeder Badegast erhält bei Betreten des Bades die erforderlichen Infos schriftlich.  Personen, die weiter das Bad nutzen, sollten beachten: Falls sich nach dem Baden eine Wunde entzündet, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden und auf den möglichen Zusammenhang des Badens in den Angersdorfer Teichen und einer Infektion mit Vibrionen hingewiesen werden. Der Konsum von rohem Fisch aus dem See muss vermieden werden, da sonst Magen-Darmerkrankungen auftreten können. Anlass für die Maßnahmen war  eine Wundinfektion eines älteren Herrn mit Vorerkrankung.  Deshalb wird ab sofort in Halle zusätzlich bei den  routinemäßigen Badegewässerkontrollen auch auf Vibrionen untersucht.

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