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Sonja Richter Sonja Richter
aktualisiert am 16.08.2019 um 13:07:35

Das neue Schuljahr in Sachsen-Anhalt ist gestartet - Praxislerntage als neues Unterrichtsfach

Marco Tullner mit der Klasse 5a, die mit einem Theaterstück in der Sekundarschule Landsberg begrüßt wurde. Marco Tullner mit der Klasse 5a, die mit einem Theaterstück in der Sekundarschule Landsberg begrüßt wurde.
Foto: S. Richter Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Mädchen und Jungen aus der Kastanienallee bezogen die Schule am Holzplatz.

Landsberg/Halle (sr/ke). Alles neu macht nicht nur der Mai, sondern auch das neue Schuljahr, das am vergangenen Donnerstag (15. August)  in Sachsen-Anhalt begonnen hat. So gilt ab 2019/20 die neue Oberstufenverordnung, die die Abiturabschlüsse in Sachsen-Anhalt vergleichbarer mit denen anderer Bundesländer machen soll. Die neuen Schulverwaltungsassistenten machen es möglich, Lehrkräfte von Verwaltungstätigkeiten zu entlasten. Und ab diesem Schuljahr können die Mädchen und Jungen der 8. und 9. Klassen jede zweite Woche einen Praxislerntag absolvieren.

Um den vorzustellen, war Bildungsminister Marco Tullner zur Schuljahreseröffnung in die Sekundarschule „An der Doppelkapelle“ in Landsberg gekommen, einer von 30 Schulen im Land, die bereits in diesem Jahr mit diesem freiwilligen Angebot starten. „Die Idee dahinter“, so Tullner, „ist die rechtzeitige Berufsorientierung und ein abwechslungsreicherer Unterricht. Deshalb wird der Praxislerntag auch finanziell vom Land unterstützt.“ Und so sieht er konkret in Landsberg aus: Schulleiterin Dany Hambach fragt Betriebe an, ob sie bereit wären, aller zwei Wochen einen oder mehrere Schüler zu betreuen. Auf die dadurch zur Verfügung gestellten Praktikumsplätze können sich die Mädchen und Jungen dann bewerben. „Ich denke, dass wir im Oktober mit den Praxislerntagen starten können“, ist sich Dany Hambach sicher. Immerhin gibt es im Umfeld der Schule viele Unternehmen und mit einigen von ihnen existieren bereits Partnerschaften, die es jetzt weiter auszubauen gilt.  Bis es dann in den Betrieben los geht, können sich die Achtklässler - es gibt immerhin drei achte Klassen in Landsberg - auf diese neue Aufgabe einstellen.

Die Praxislerntage werden in den 8. und 9. Klassen in der Sekundarschule und in der Gemeinschaftsschule durchgeführt und finden im 14-tägigen Rhythmus statt. Dabei erhalten die Schülerinnen und Schüler auch Aufgaben aus der Schule mit - in Landsberg konkret aus den Fächern Wirtschaft, Technik, Hauswirtschaft, Ethik und Deutsch - die sie in „ihrem“ Betrieb lösen sollen. Mit dieser Veränderung der Lernform versprechen sich die Lehrkräfte auch eine neue Motivation für die Schüler. In diesem Jahr starten 30 Schulen im Land mit diesem Angebot. Ziel ist es, dass sich jedes Jahr mehr anschließen und so eine bessere Verbindung zwischen Wirtschaft und Schule schaffen.

Es fehlen Lehrer
Bei seinem Besuch in der Landsberger Regenbogenschule, im Gymnasium und in der Sekundarschule musste der Minister auch immer wieder Stellung zur Personalsituation beziehen, die er in den Grundschulen und Gymnasien noch als gut einschätzt. „Unser Problem sind die Sekundarschulen und die Förderschulen. Dort als Lehrer zu arbeiten, dafür entscheidet sich kaum ein Lehramtsstudent.“ Insgesamt konnten in diesem Jahr bereits 600 neue Lehrkräfte eingestellt werden, gesucht wird Personal für 550 offene Stellen. „Aber gerade in einer Zeit, in der viele Lehrer in Elternzeit oder Rente gehen, spüren wir den Personaldruck.“ Deshalb kündigte er auch ein neues Seiteneinsteigerportal an, das es Interessierten im Vorfeld einer Bewerbung ermöglicht, den Einsatz prüfen zu lassen.

Neue Schulen in Halle
Pünktlich zum Schuljahresbeginn durften hallesche Schülerinnen und Schüler ihre neu gebauten oder sanierten Schulen in Besitz nehmen. Unter ihrem neuen Namen „Marguerite Friedlaender Gesamtschule“ bezogen knapp 500 Mädchen und Jungen der ehemaligen 2. Integrierten Gesamtschule ihr Haus in der Ingolstädter Straße 33. Das wurde im Rahmen des städtischen Investitionsprogramms „Bildung 2022“ für mehr als acht Millionen Euro saniert.

Ganz neu gebaut ist die Schule am Holzplatz - der erste Schulneubau seit 30 Jahren. „Hier wollen wir nicht wieder weg!“ war der einstimmige Tenor der Schülerinnen und Schüler vom Campus Kastanienallee an ihrem ersten Schultag. Der 22 Millionen teure Modulbau wurde in nur neuneinhalb Monaten von der  Firma Goldbeck und vielen weiteren Gewerken gebaut. Auch wenn die Außenanlagen noch nicht ganz fertig sind, übergab pünktlich zu Schuljahresbeginn Goldbeck-Geschäftsführer Klaus Hänsel den symbolischen Schlüssel an Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand, der ihn umgehend an die  amtierende Schulleiterin der Gemeinschaftsschule Kastanienalle, Beatrice Worm, und die stellvertretende Leiterin der Grundschule Kastanienallee,  Katja Kümmling, weiterreichte. Der modernste Schulneubau Halles wird für die 720  Mädchen und Jungen der Gemeinschaftsschule und der Grundschule Kastanienallee  Lernort sein für die Zeit, in der die  Schulgebäude in Halle-Neustadt umfassend saniert werden.

ABC-Schützen
Ab Montag werden auch die ABC-Schützen das erste Mal auf dem Weg in die Schule sein. Die Verkehrswacht Halle e.V. und ihre Jugendverkehrsschule und das Polizeirevier Halle helfen auch in diesem Jahr durch einige mittlerweile bewährte Aktionen, die Sicherheit auf dem Schulweg zu verbessern. So wurden an zwölf Grundschulen der Stadt Markierungen auf den Fußwegen aufgebracht, um den Kindern den sichersten Weg zur Schule zu zeigen und so auf die Benutzung von Fußgängerüberwegen hinzuweisen. An über 20 Standorten in unmittelbarer Nähe der Grundschulen wurden Spannbänder mit der Aufschrift „Achtung Schulanfang“ aufgehängt.

Auch der ökologische Verkehrsclub VCD hat Tipps für die Eltern von Schulanfängern parat: Laufgemeinschaften für den Weg zur Schule bilden, ist der Schulweg zu lang zum Laufen, sind Tretroller oder Fahrräder eine gute Alternative, und man kann gemeinsam mit der Schulleitung Schulstraßen beantragen.

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