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Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 26.08.2019 um 17:40:00

Junggesellinnen und -gesellen im Handwerk wurden freigesprochen - Endlich frei für den Start ins Berufsleben

Stolze Junggesellinnen und Junggesellen des Friseurhandwerks. Einige von ihnen beginnen ihre Arbeit im elterlichen Betrieb. Stolze Junggesellinnen und Junggesellen des Friseurhandwerks. Einige von ihnen beginnen ihre Arbeit im elterlichen Betrieb.
Foto: Kerstin Eschke Galerie (1 Bild)
Zum ersten Mal fand die traditionelle Freisprechung im halleschen Stadthaus statt.

Halle (ke). Fast konnten die Gäste der Freisprechung des Handwerks die feierliche Luft im Festsaal des halleschen Stadthauses riechen. Denn am Montagnachmittag wurden rund 50 junge Frauen und Männer von den Innungsmeistern des Handwerks in das Berufsleben verabschiedet. 

Eingeladen hatte die Kreishandwerkerschaft Halle-Saalekreis. Deren Chef, der Kreishandwerksmeister Lothar Dieringer, lobte in seiner Festrede den von Handwerkern zwischen 1891 und 1894  im Stil der Neorenaissance und Neogotik gebauten Ratshof und schlug so den Bogen zum Leitgedanken der  Freisprechung, der trotz Industriealisierung und Digitalisierung nichts an seiner Aktualität eingebüßt hat: „Handwerk ist das Werk der Hand, beseelt vom Herzen, geleitet von Verstand“.
Krisensichere Jobs im Handwerk. Die jungen Frauen und Männer hatten die im Sommer stattgefundenen Abschlussprüfungen erfolgreich bestanden. Die Gesellenbriefe übergaben die Innungsmeister und verabschiedeten  die Junggesellinnen und Junggesellen in das Berufsleben. Dass jeder von ihnen heute in einem festen Arbeitsverhältnis steht, beweist, dass ein Beruf im Handwerk ein krisensicherer Beruf ist. Trotz der Tradition und der „Arbeit von Hand“ gibt es keinen Stillstand, mahnt der Kreishandwerksmeister: „Das Lernen hört nicht auf, man muss sich immer weiterentwickeln. Und vielleicht beginnt der eine oder andere in den kommenden Jahren mit einer Meisterausbildung.“

Hallenserin Zweitbeste Konditorin
Im Rahmen der Freisprechung wurden auch die besten Lehrlinge ausgezeichnet. Eine von ihnen ist die Hallenserin Annelie Dorn. Neben ihr schlossen sieben weitere Junggesellinnen und Junggesellen die Prüfungen mit sehr guten und guten Leistungen ab. Annelie Dorn lernte das Konditorenhandwerk im Tötcheneck von Anja Meinhardt in Halle. 

Zu ihrer Profession fand sie über Umwege. „Nach dem abgeschlossenem Soziologiestudium entdeckte ich das kreative in mir“, erzählt die junge Frau glücklich. Eine Pause gönnt sie sich dennoch nicht. Die Konditorin hat bereits eine Meisterausbildung begonnen.

An der Freisprechung nahmen die Innungen der Kreishandwerkerschaft Halle-Saalekreis teil. Dabei waren die Baugewerke-Innung Halle-Saalekreis, die Fleischerinnung Saale-Unstrut-Elster, die Friseur- und Kosmetikerinnung Halle-Merseburg-Saalkreis, die Dachdeckerinnung Halle, die Maler- und Lackiererinnung Halle - Saalkreis - Merseburg und die Landesinnung des Konditorenhandwerks Sachsen-Anhalt.

Im Sommer nahmen 85 Auszubildende aus elf Ausbildungsberufen an den Prüfungen teil. Davon schlossen 71 die  Ausbildung erfolgreich ab. 

Der Brauch der Freisprechung reicht bis ins späte Mittelalter zurück. Damals lebte der Lehrling bei der Familie des Meisters. Nach Beendigung der Lehrzeit wurde er von seinem Meister aus dem Familienverband entlassen, also freigesprochen.   Danach ging er auf Wanderschaft, die Walz.
 

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