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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Kohleausstieg und Strukturwandel haben in Sachsen-Anhalt längst begonnen: Für zügige Genehmigungen soll der Investbeirat sorgen >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 20.09.2019 um 20:34:21

Kohleausstieg und Strukturwandel haben in Sachsen-Anhalt längst begonnen: Für zügige Genehmigungen soll der Investbeirat sorgen

Strukturwandel ist (auch) Chefsache: Ministerpräsident Reiner Haseloff mit LVA-Chef Pleye und Minister Webel. Strukturwandel ist (auch) Chefsache: Ministerpräsident Reiner Haseloff mit LVA-Chef Pleye und Minister Webel.
Foto: S. Christmann
Halle (S. Christmann). Kohleausstieg und Strukturwandel haben in Sachsen-Anhalt längst begonnen. Das wurde am vergangenen Mittwoch mehr als deutlich, als eine Konferenz im Landesverwaltungsamt (LVA) in Halle Investoren und Verwaltung  an einen Tisch brachte. Während lVA-Präsident Thomas Pleye den insgesamt 50 Konferenzteilnehmern den Investbeirat als ein wesentliches Steuerungsinstrument für möglichst schnelle und effiziente Genehmigungsverfahren vorstellte,  konnte Chris Döring, Geschäftsführer der GETEC green energy GmbH, von einer großen Anzahl von Firmen berichten, die heute schon zukunftsweisen aktiv sind. Die große Anzahl bestätige, dass sie im Strukturwandel (auch) eine unternehmerische Chance sehen würden. 

Über 500 Millionen Euro, hat er hochgerechnet, wollen diese in den nächsten Jahren in Sachsen-Anhalt investieren. Nicht nur direkt in regenerativen Energie-Gewinnung, sondern auch in den Ausbau der Infrastruktur, in Unternehmensgründungen sowie in Forschung und Entwicklung.  Man setzt dabei einige Hoffnungen in den Investbeirat, denn keiner hat Zeit und Geld zu verlieren mit einer langwierigen, bürokratischen Genehmigungspraxis. Schließlich wolle und solle man auch etwas abbekommen von den 40 Milliarden Euro, die bis 2038 vom Bund in die vier Kohle-Bundesländer  und ihren Strukturwandel hineingeben werden.

Zu den Projekten, die jetzt schon realisiert werden gehören eine Biomethananlage in Höhenmölsen, ein schwimmendes Photovoltaik-Testfeld im Tagebausee Amsdorf, ein Batteriespeicher in Zerbst und ein Wasserstoff-Kombiprojekt der Deutschen Hydrierwerke GmbH in Rodeleben. 

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