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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Bauhaus-Meister zurück in der Moritzburg >
Jana Keller Jana Keller
aktualisiert am 27.09.2019 um 13:20:22

Bauhaus-Meister zurück in der Moritzburg

Sonderausstellung zum Bauhaus-Jubiläum sorgt für Comeback verlorener Schätze.

2019 ist das Jahr des Bauhauses. Das Kunstmuseum Moritzburg möchte sich an den Festivitäten zu Ehren des 100-jährigen Jubiläums beteiligen und eröffnet am 28. September die Ausstellung „Bauhaus Meister Moderne. Das Comeback“. In dieser werden sowohl die Künstler des Bauhauses als auch die Geschichte des Kunstmuseums aufgegriffen. Das Projekt ist das ambitionierteste sowie finanziell größte, welches das Haus je gestemmt hat, so Museumsdirektor Thomas Bauer-Friedrich. Zahlreiche Kooperationspartner halfen bei der Realisierung, darunter die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, die Ostdeutsche Sparkassenstiftung, die Porzellanmanufaktur Meissen und viele weitere. So hat sich das gesamte Museum in eine einzige große Exposition verwandelt, die als Hauptsonderausstellung zum Thema Bauhaus in Sachsen-Anhalt gilt. Besucht werden kann sie bis zum 12. Januar 2020.

Rekonstruktion der alten Sammlung

Auf zwei Ebenen in sechs Abschnitte unterteilt, widmet sich die Ausstellung zunächst der „Rekonstruktion der ersten Sammlung moderner Kunst“. Bis 1933 galt die Sammlung der Moritzburg als eine der führenden in Deutschland für die heutige klassische Moderne. Dafür sorgte die Arbeit der Museumsdirektoren Max Sauerlandt und Alois J. Schardt. 147 der vorhandenen Werke wurden im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ der Nationalsozialisten beschlagnahmt. 15 der Kunstobjekte wurden inzwischen zurückerworben, knapp 40 weitere sind zurzeit als Leihgaben im Haus. Einer der Höhepunkte der Ausstellung: die Wiedervereinigung von sieben der einst elf Gemälde des Halle-Zyklus von Lyonel Feininger.

Virtuell durchs Museum

Doch auch die verlorenen Schätze dürfen bewundert werden – dank einem virtuellen Museumserlebnis nach Walter Gropius. Dieser nahm 1927 an einem Architekturwettbewerb der Stadt Halle für eine moderne Stadtkrone teil. Sein Entwurf „Hängende Gärten“ war seiner Zeit weit voraus, wurde mit keinem Preis bedacht und nie realisiert. Bis jetzt. Denn dank einer Kooperation mit dem Studiengang Multimedia | VR-Design der Burg Giebichenstein dürfen Sie Gropius‘ Museum nun mithilfe modernster Virtual-Reality-Technologie besuchen. Dafür wurden fast 500 Kunstwerke gescannt und in virtuelle Ausstellungsräume integriert. Die komplette Sammlung der Moderne des halleschen Museums, wie sie bis 1937 bestand, kann bestaunt werden. Begrüßt wird man von Walter Gropius persönlich. Noch dazu ist es sogar möglich, durch virtuelle Wände zu gehen – unter Aufsicht, damit die realen Wände nicht zum Problem werden.       

Die Meister der Moderne

Ein weiterer Teil der Exposition ist gerade im Bauhaus-Jahr ein Sahnehäubchen, denn er widmet sich den Bauhaus-Meistern Kandinsky, Klee, Feininger, Schlemmer und Muche. Mit seltenen Meisterwerken aus internationalen Sammlungen wird ihr Schaffen während des Bestehens des Bauhauses in Weimar, Dessau und Berlin erlebbar. Im angrenzenden Zimmer wartet „rot, gelb, blau. Das Bauhaus für Kinder“, eine interaktive Ausstellung, in der die Werke der Meister nachempfunden werden können. Darüber hinaus legt die Präsentation „Wege zur Burg der Moderne“ den Fokus auf den Aufbau der halleschen Moderne-Sammlung zwischen 1908 und 1939. Sie umfasst die Jahre der Museumsdirektoren Max Sauerlandt, Burkhard Meier, Paul Thiersch, Alois J. Schardt und Hermann Schiebel und zeigt deren geschickten Ausbau der Sammlungen durch Stiftungen und Schenkungen. Den Rundgang beendend, behandelt eine spezielle „Kandinsky Edition“ Dekorentwürfe von Wassily Kandinsky für Tassen und Teller, die nun erstmals gemeinsam mit der Porzellanmanufaktur Meissen umgesetzt wurden. Einzelne Stücke können erworben werden.

Ein buntes Rahmenprogramm

Im Rahmen von „Bauhaus Meister Moderne. Das Comeback“ wartet ein buntes Begleitprogramm auf die kulturbegeisterten Besucher. So gibt es verschiedene Führungen, Workshops, Vorträge sowie eine Offene Werkstatt. Im MoritzKunstCafé darf die Ausstellung „Hommage an Lyonel Feininger“ mit Fotografien von Angela Dolgner bestaunt werden. Am 5. Oktober lockt der Leipziger Komponist und Pianist Steffen Schleiermacher mit „Musik am Bauhaus – Ein Konzert mit Deutschlandfunk Kultur“ ins Museum und am 13. des Monats wartet ein Familiennachmittag. Zusätzlich werden im Puschkino sowie im Luchs.Kino am Zoo verschiedene Filme angeboten. Das komplette Programm finden Sie auf der Webseite des Museums.

 

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