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Wochenspiegel > Halle (Saale) > GiebichenStein Designpreis an talentierte junge Künstler verliehen >
Jana Keller Jana Keller
aktualisiert am 21.10.2019 um 15:33:12

GiebichenStein Designpreis an talentierte junge Künstler verliehen

Es ist schon zu einer Tradition geworden: Pünktlich zu Beginn des Wintersemesters wird der GiebichenStein Designpreis aus rotem Porphyr an besonders kreative Studierende der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle verliehen – 2019 fand die Veranstaltung bereits zum achten Mal statt. Über 90 Arbeiten wurden eingereicht – wie immer ein neuer Rekord. Teilnehmen konnten Studierende der Burg aus dem Fachbereich Design. 21 der eingereichten Arbeiten wurden während der Jahresausstellung der Burg von einer hochschulinternen Auswahlkommission ausgewählt und sind nun noch bis zum 31. Oktober in der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt im Neuwerk 11 zu besichtigen. Hier nur nominiert zu werden, ist schon eine beachtliche Leistung. Die ausgestellten Werke geben einen faszinierenden Einblick in neueste Designkonzepte, innovative Materialien und experimentelle Projekte, oft unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Fragestellungen.

Glückwunsch an die Gewinner
 
Eröffnet wurde die Ausstellung mit der Vergabe der Preise an die Gewinner am 16. Oktober um 18 Uhr in der Kunststiftung. Prämiert wurden die besten Arbeiten in vier Kategorien. In „Beste Kommunikation“ überzeugten Marlen Kaufmann, Thea Kleinhempel, Tabea Seufert, David Strach und Marie Schuster mit „Wir sind entspannt, es geht uns gut“. „Beste Idee/Bestes Konzept“ gewann Judith Anders für die Arbeit „Vaio“. Im Bereich „Engagiertestes Anliegen“ wurden in diesem Jahr gleich zwei Sieger gekürt: Tamara Siewert mit „Erdbeerwoche“ sowie Gina Hartig und Martha Sophie Kikowatz mit „Exclusive Design“. Das „Interessanteste Experiment“ wiederum erbrachte Stephan Kloß mit der Arbeit „Mutant – Multiperspektivische Gestaltung von Klang und Musik“. Ausgewählt wurden die Arbeiten von einer externen Jury.

Sonderpreise & Zweifach-Sieger

Darüber hinaus verlieh der Freundes- und Förderkreis der Kunsthochschule einen Designpreis an Magdalena Sophie Orland für das Werk „Zwischen_Räumen“. Jeder der GiebichenStein Designpreise wird dank der Unterstützung des Förderkreises mit 500 Euro ausgezeichnet. Des Weiteren wurden drei Sonderpreise vergeben: Der von der culturtraeger GmbH gestiftete Grassi-Nachwuchspreis ging an Lea Schweinfurth und ihre Arbeit „Not_A_Studio“, der Preis der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt an Anna Neumann und ihr Werk „Trübe Tage“ und auch der Preis des Stadtmuseums Halle hatte gleich zwei Gewinner: „Vaio“ von Judith Anders sowie „Exclusive Design“ von Gina Hartig und Martha Sophie Kikowatz konnten hier erneut überzeugen.

Die Künstler hautnah

Schon im Vorfeld der Preisvergabe informierten einige Teilnehmer persönlich zu ihren Arbeiten, darunter auch Lea Schweinfurth, die den Grassi-Nachwuchspreis mit nach Hause nehmen durfte. Ihr Werk „Not_A_Studio“ soll zur Auseinandersetzung mit Mode als nachhaltige Praxis anregen. So schuf sie eine Kollektion aus weggeworfener Kleidung und brachte dabei gebrauchte Materialien in eine neue Form. Allerlei textile Accessoires entstanden, die explizit auffallen sollen und zusätzlich zu vorhandenen Outfits getragen werden können – befreit von Gender und Konfektionsgröße. Die Mode wird zum Kommunikator, Nachhaltigkeit soll offen und kreativ besprochen werden. Ein QR-Code an den einzelnen Stücken führt darüber hinaus zur digitalen Plattform von „Not_A_Studio“.

Das Verlangen nach inklusivem Design

Auch Gina Hartig und Martha Sophie Kikowatz – doppelt siegreich – präsentierten ihr „Exclusive Design“. Auf den ersten Blick handelt es sich lediglich um eine Ansammlung weißer Plastikstühle, doch der Schein trügt. Die Stühle repräsentieren eine unbequeme Wahrheit: Unsere Umwelt entscheidet über Teilhabe und Exklusion in der Gesellschaft. Gestalten wir die Umwelt so, dass manchen Menschen die Teilhabe erschwert wird, rufen wir in ihnen ein Gefühl der Behinderung hervor. Die Künstlerinnen wollen so ein inklusives Design von Alltagsgegenständen anregen, darunter scheinbar belanglose Kleinigkeiten wie Reißverschlüsse oder Trinkflaschen. Zu diesem Zweck wurden die einzelnen Stühle so deformiert, dass sie beim Hinsetzen ein Gefühl der Unbequemlichkeit hervorrufen.      

Musikalische Mutanten

Stephan Kloß stellte mit seinem „Interessantesten Experiment“ wiederum eine VR-Anwendung vor. Dank „Mutant“ können zwei oder mehr Nutzer gemeinsam ein Musikstück gestalten, indem sie es in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Tonarten hören. Mithilfe einer Touchscreen werden die Instrumente eingespielt, ein interaktives Musikalbum entsteht. So hat der Künstler bereits ein sehr abstraktes Konzert gegeben. Die zugehörige App benutzt eine Software, an der er bereits seit 2011 arbeitet. Welche Ziele das Experiment am Ende wird erreichen können, weiß er selbst noch nicht, denn die künstliche Intelligenz kann sich selbstverständlich auch ganz von selbst weiterentwickeln.

Verschwörungstheorien & Zukunftsvisionen

Stella Friedenberger, nominiert in der Kategorie „Beste Kommunikation“ beschäftigte sich in ihrer Arbeit „Augmented Conspiracy“ mit dem Thema Verschwörungstheorien. Als Grundlage und Controller diente ihr das Buch „We Never Went to the Moon: America’s Tirty Billion Dollar Swindle“ von Bill Kaysing. In der gleichen Kategorie nominiert waren auch Lisa Linz und Maja Redlin. Sie waren für das „Visuelle Erscheinungsbild der Jahresausstellung 2019“ verantwortlich. Aufgrund des aktuellen politischen Klimas wurden die Medien der Jahresausstellung spezifisch genutzt, um sich klar für demokratische Kräfte und die Freiheit von Kunst- und Kulturschaffenden einzusetzen – gegen Rassismus und Diskriminierung. Drei Statements wurden entwickelt, die typografisch stark und präsent sowie farbenfroh im öffentlichen Raum wirkten. Diese möchte die Burg auch in Zukunft nach außen tragen. 
 

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