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Jana Keller Jana Keller
aktualisiert am 26.11.2019 um 11:56:15

Fix und Fairtiq – ohne Vorkenntnisse durch den halleschen Tarifdschungel mit neuer Fahrkarten-App

Die Vertreter der Havag, der Stadt und der Stadtwerke sowie die Fairtiq-Entwickler aus der Schweiz kurz vor der Probefahrt zum Ausprobieren der neuen App.
Die Vertreter der Havag, der Stadt und der Stadtwerke sowie die Fairtiq-Entwickler aus der Schweiz kurz vor der Probefahrt zum Ausprobieren der neuen App.
Foto: Jana Keller
Die Fairtiq-App aus der Schweiz ist ein praktisches Tool bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs.

(Halle, Jana Keller.)
 Mit nur einem Wisch immer mit der richtigen Fahrkarte unterwegs? Hier in Halle ist das nun dank einer neuen App möglich. Fairtiq genannt, möchte diese den Ticketkauf in der Tarifzone 210 revolutionieren, wobei Halle neben Göttingen erst die zweite deutsche Stadt ist, die das neue Angebot in petto hat. Die App wurde 2016 vom gleichnamigen Start-up Fairtiq in der Schweiz entwickelt und ist dort bereits flächendeckend in Betrieb. In den heutigen Zeiten der Digitalisierung ist sie ein nützliches Tool, um den öffentlichen Personennahverkehr problemlos und ohne viel Vorwissen zu nutzen. „Wir sind sehr stolz, dieses zukunftsweisende Projekt als Pilot im Mitteldeutschen Verkehrsverbund zu starten“, so Vinzenz Schwarz, Vorstand der Halleschen Verkehrs-AG. Gemeinsam mit Vertretern der Stadt und der Stadtwerke – darunter René Rebenstorf und Matthias Lux – sowie mit den Entwicklern aus der Schweiz stelle er die App am 25. November der Presse vor.

Bestpreis garantiert

Man kann die Fairtiq-App mithilfe eines Smartphones mit Internetanbindung ganz einfach im App Store oder bei Google Play herunterladen – natürlich kostenlos. Im Anschluss registriert man sich einmalig mit seiner Handynummer, seinem Namen, der E-Mail-Adresse sowie dem Geburtsdatum und hinterlegt eine gültige Zahlungsmethode. Zur Zeit der Vorstellung waren dies Visa, Mastercard und PayPal, doch auch das Lastschriftverfahren sollte im Lauf der Woche noch freigeschaltet werden. Ist alles einmal hinterlegt, bleibt es langfristig in der App gespeichert. Zudem sollte man Fairtiq erlauben, Push-Nachrichten zu schicken und Bewegungsdaten abzufragen, denn diese sind essentiell für das Funktionieren der App. Und dann kann es auch schon losgehen. Berührt man den Start-Button in der App an der Einstiegshaltestelle, startet ein Timer, der die gesamte Fahrtzeit über aktiv bleibt. Bei Fahrkartenkontrollen generiert die App einen Barcode, der vom Lesegerät des Prüfers gescannt werden kann. An der Ausstiegshaltestelle muss man wieder auschecken und fertig! Die App berechnet dabei immer den für den Benutzer günstigsten Preis, ohne dass man sich Sorgen um Tarifdetails machen muss. Kurzstrecken, verschiedene Fahrten in der gleichen Stunde und mehr werden automatisch erkannt. Am Ende bezahlt man für mehrere Fahrten an einem Tag nie mehr als den Preis einer Tageskarte.

Eine App für Gelegenheitsfahrer

Die App ist momentan noch speziell für Gelegenheitsfahrer gedacht, so René Rebenstorf, Beigeordneter für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Halle. Sie soll Berührungsängste zum öffentlichen Nahverkehr abbauen. Das ist vor allem in Bezug auf die Energiewende von Belang. Im Mitteldeutschen Verkehrsverbund soll das Zuständigkeitsgebiet von Fairtiq dabei natürlich noch ausgebaut werden. Aber auch die Gelegenheitsfahrer müssen Achtung walten lassen. Denn der Fahrgast ist hier verantwortlich dafür, dass sein Gerät und seine Internetanbindung einwandfrei funktionieren. Wird der Akku während der Fahrt leer, gilt man als Schwarzfahrer. Zudem ist zu beachten, dass die App momentan wirklich nur in der Tarifzone 210 funktioniert. Läuft man Gefahr, diese zu verlassen, wird man per Push-Nachricht informiert und muss am Automaten ein weiteres Ticket lösen. Für die Straßenbahnen in Halle ist das nur auf der Linie 5 nach Merseburg und Bad Dürrenberg relevant, doch da die App auch für Fahrten in Bussen und S-Bahnen zur Verfügung steht, muss man als Nutzer dennoch aufpassen, wann genau man die Tarifzone 210 verlässt. Und ob Erwachsener oder Kind – Fairtiq funktioniert nur jeweils für die Person, die sich in der App registriert hat. Der Nachwuchs bräuchte also gegebenenfalls ein eigenes Smartphone mit eigener App.    

Kostenlose Kennenlernangebote

Natürlich sollte jeder das Prozedere zunächst erst einmal selbst ausprobieren. Dafür bietet die Havag während der Einführungsphase der App verschiedene Kennenlernaktionen an. So können neugierige Nutzer während der Weihnachtsmarktzeit an allen Samstagen innerhalb der Tarifzone 210 kostenlos zum Markt und wieder nach Hause fahren. Bedingung ist, dass der Check-out bei der Hinfahrt bzw. der Check-in bei der Rückfahrt an den Haltestellen Marktplatz oder Hallmarkt erfolgt. Das Gleiche gilt für alle Samstage und Sonntage während des Wintermarktes, der vom 26. Dezember bis zum 5. Januar stattfindet. Darüber hinaus bietet die Havag die Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“ und einen Fünf-Prozent-Bonus ab der fünften Fahrt im Monat an. Weitere Informationen hierzu sowie alles Wissenswerte rund um die App gibt es im Internet unter www.havag.com/fairtiq. Gute Fahrt!  
 

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