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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Die Händelfestspiele 2020 werfen ihre Schatten voraus: Händelpreis für Valer Sabadus >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 05.12.2019 um 13:41:40

Die Händelfestspiele 2020 werfen ihre Schatten voraus: Händelpreis für Valer Sabadus

Der Countertenor Valer Sabadus nach seinem umjubelten Festkonzert bei den Händelfestspielen 2019. Der Countertenor Valer Sabadus nach seinem umjubelten Festkonzert bei den Händelfestspielen 2019.
Foto: S. Christmann
Halle (S. Christmann). Wenn man einen - wenn auch kleinen - Titel im bundesdeutschen Haushalt hat, dann ist das was. Jedenfalls für die Händelfestspiele in Halle, denn einzelne Musikfestivals wird diese finanzielle Ehre dort sonst eher  nicht erwiesen. Festspiel-Intendant und Stiftungsdirektor Clemens Birnbaum verwies auf dieses Detail bei der Pressekonferenz zur Vorschau auf die Händelfestspiele 2019 am vergangenen Dienstag nicht ohne Stolz, zeigt es doch, dass beim Bund um die Bedeutung der Festspiele und deren finanzielle Unterstützung  keine langwierigen Diskussionen mehr nötig sind.

Beim Land in Magdeburg und bei treuen Sponsoring-Partnern auch nicht. Und für die Stadt ist es ohnehin eine Ehre, nicht nur  Geld dafür bereitzustellen, sondern sich auch mit eigenen Veranstaltungen im Rahmenprogramm zu beteiligen. Namentlich bezog sich Oberbürgermeister Bernd Wiegand auf die Reihe „Händel nach acht“ unterhalb des Roten Turms, die zu den Festspielen 2019 ins Leben gerufen worden war. Weil sie so gut ankam, soll sie 2020 ihre zweite Auflage erleben.  Das ist auch deshalb gut so, weil hier das Blechbläserkonzert integriert wird, das  in den vergangenen Jahren Höhepunkt des Barockfestes  auf dem Domplatz war, 2020 aber nicht (mehr?) im Festspiel-Programm  auftaucht.

Die Ehre, den Händelpreisträger 2020 zu verkünden, ließ sich Halles alter und neuer Oberbürgermeister natürlich auch nicht nehmen. Es ist der Countertenor Valer Sabados, der, wie Clemens Birnbaum betonte, auch einer jener Barockkünstler sei, der mit den Händelfestspielen groß geworden sei. „Sabdus’ Triumphzug durch die internationalen Opernhäuser begann mit seinem glanzvollen Auftritt in der Titelrolle der Händel-Oper „Rinaldo“ bei den Händelfestspielen 2011. Seitdem ist er als gefragter Countertenor weltweit unterwegs“, zitierte Bernd Wiegand aus der Jury-Entscheidung.  Auch 2020 präsentiert sich Valer Sabadus in einem eigenen  Festkonzert in der Händel-Halle - am 30. Mai um 19.30 Uhr tritt er gemeinsam mit dem „Venice Baroque Orchestra“ unter dem Motto „London 1735 - Der Kampf zwischen Händel und Porpora "  auf.

Auch der britische Countertenor Iestyn Davies, die belgische Sopranistin Sophie Junker, sowie die Mezzosopranistin Sophie Harmsen und der Bassbariton Andreas Wolf  werden Gala -Konzerte geben.

Unter dem Motto „Musikalische Malereien“  wird der Schwerpunkt der 2020-er Festspiele naturgemäß aber wieder bei Händels Opern liegen. Das Motto ist eine  Hommage an Oskar Hagen.  Der hat vor genau 100 Jahren an der halleschen Uni promoviert und hatte damals die Idee, eine Händel-Oper nach über 170 Jahren wieder szenisch aufzuführen. Das wurde dann 1920 in Göttingen umgesetzt.  Und  so begann vor 100 Jahren die Händel-Opern-Renaissance - ein bedeutendes Jubiläum, das 2020 gemeinsam von den Händel-Festspielen in Göttingen und Halle gefeiert wird.

Vom 29. Mai bis 14. Juni 2020 stehen gut 100 Veranstaltungen auf dem Festprogramm, oft an authentischen Händel-Orten. Fünf szenische Produktionen, fünf Oratorien und die schon erwähnten Gala-und Festkonzerte werden präsentiert. Die Oper Halle zeigt die Neuproduktion der Händel-Oper „Teseo“ in einer Spielfassung von Martin G. Berger. Im Goethe-Theater Bad Lauchstädt werden die Opern „Ottone, Rè die Germania“ und „Alessandro Severo“ gegeben. Das Carl-Maria-von-Weber-Theater in Bernburg wird Schauplatz von etwas Besonderen: eine Kombination aus barocker Musik  und modernem Ballett  mit dem Titel „Moving Seasons“.  Nicht fehlen darf der „Messiah“, der gleich zwei mal auf dem Programm steht - einmal in der Fassung von 1751 und einmal in der Bearbeitung von Wolfgang Amadeus Mozart.

Eine Rarität, das Opernfragment „Fernando, Rè di Castiglia“,  kommt in italienischer Originalsprache am 5. Juni in den Franckeschen Stiftungen zur Uraufführung mit dem englischen Orchester für Alte Musik Opera Settecento, das auf historischen Instrumenten spielen wird.

Schließlich: die bekannte Krimi-Autorin (bekennender Händel-Fan!) Donna Leon kommt zu den Händelfestspielen 2020. Sie fokussiert sich auf die Aspekte in Händels Werken, die mit Tieren zu tun  haben. Darüber hat sie ein Buch geschrieben und es bezeichnenderweise mit „Händels Bestiarium“ betitelt. Daraus wird sie lesen, gemeinsam mit der Schauspielerin Annett Renneberg, die in den Verfilmungen der Donna-Leon-Romane mit Commissario Brunetti die Signorina Elettra spielt.   

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