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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Pflegekräfte werden rund um die Uhr gebraucht: Weihnachten auf Arbeit heißt helfen und Gutes tun >
Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 20.12.2019 um 14:56:36

Pflegekräfte werden rund um die Uhr gebraucht: Weihnachten auf Arbeit heißt helfen und Gutes tun

Für Weihnachtsstimmung in ihrem Wohnbereich sorgen  Thomas Matterne und seine jungen Kolleginnen Sophie Naumann und Sahra Liebrenz. Für Weihnachtsstimmung in ihrem Wohnbereich sorgen Thomas Matterne und seine jungen Kolleginnen Sophie Naumann und Sahra Liebrenz.
Foto: Kerstin Eschke Galerie (1 Bild)
Der Stationsleiter einer  Notaufnahme und ein Wohnbereichsleiter eines Seniorenheimes berichten über ihre Erfahrungen.

Halle (Kerstin Eschke).
Natürlich würde die Familie ihn lieber zu Hause haben, gibt Christian Böhme unumwunden zu. Der Stationsleiter der Notaufnahme im halleschen Klinikum Bergmannstrost  wird am Heiligen Abend sowie die beiden Weihnachtsfeiertage im Spätdienst arbeiten. Aber, so sagt er, das trifft jeden von ihnen nur alle sechs Jahre. Weihnachtsstimmung komme bei ihm in diesem Jahr nicht auf. Das ist aber nicht schlimm, das weihnachtliche Zusammensein mit der Familie wird  nach den Feiertagen nachgeholt. 

"Das Schicksal guckt nicht auf den Kalender"

Christian Böhme arbeitet seit 14 Jahren in der Notaufnahme. Er sieht das Arbeiten an Feiertagen und am Wochenende ganz nüchtern. Wer diesen Beruf ergreift, der weiß, dass die Woche nicht nur von Montag bis Freitag geht. Und wer in der Notaufnahme arbeitet, der weiß, dass das Schicksal nicht auf den Kalender guckt.  Wenn seine Wohnung Heiligabend brennt, möchte er auch, dass die Feuerwehr kommt. Er ist hier, um zu helfen, denn niemand möchte bei einem Notfall vor verschlossener Tür stehen. Was ihn und sein Team in den drei Tagen erwartet, darüber will er nicht spekulieren. Es kann ruhig oder hektisch werden − das Team ist immer im Stand-by-Modus.  Sollten doch Eis und Schnee kommen, so spekuliert er dann doch, dann kommen die Verletzten zu ihnen, denn er arbeitet in einer Spezialklinik für  Unfallchirurgie.

Der Stationsleiter beginnt mit der Schichteinteilung für die Feiertage schon viele Wochen vorher. Die Wünsche der Pflegekräfte werden  berücksichtigt. Das gelingt nicht immer, aber man versuchet,  dass junge Eltern Heiligabend zu Hause verbringen können. Genauso wird es auch in der Seniorenresidenz AGO Halle-Neustadt gehandhabt. Wohnbereichsleiter Thomas Matterne ist seit 30 Jahren Krankenpfleger. Schon seit vielen Jahre übernimmt er die Spätdienste an Heiligabend und den beiden Weihnachtsfeiertagen. Das macht ihm nichts aus, gibt er zu. Sein Vater starb in der Weihnachtszeit. Die Erinnerung daran ist schmerzhaft. Deshalb findet er bei der Arbeit Ablenkung. Und er macht es sich und den Bewohner schön. Das Leben in der Seniorenresidenz  wird ruhiger. Der Weihnachtsmann kommt und verteilt kleine Geschenke. Es wird gesungen und gebastelt und natürlich der TV-Weihnachtsmärchenklassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ geschaut. 

Die Weihnachtszeit ist die Zeit des Erinnerns

Manche Senioren werden von ihren Angehörigen abgeholt und verbringen die Feiertage im Kreise ihrer Familie. Für die, die bleiben, ist es manchmal eine traurige Zeit. Denn auch sie leben in ihren Erinnerungen an vergangene Weihnachtsfeste und die gemeinsame  Zeit mit der Familie, erzählt Thomas Matterne. Die  Pflegekräfte können die Familie zwar nicht ersetzen, aber sie sind da, gehen respektvoll miteinander um, helfen und nehmen sich Zeit für Gespräche. Wie in einer guten Familie.

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