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Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 07.01.2020 um 17:32:57

Letzter Lauf des Jahres! Letzter Lauf der Heidelaufserie?

Erst im November des vorigen Jahres feierte die Heidelaufserie ihr 40-jähriges Jubiläum. Beim letzten Lauf des Jahres, dem Silvesterlauf, gab der Heidelaufverein das Ende der Serie unter seiner Regie bekannt. Erst im November des vorigen Jahres feierte die Heidelaufserie ihr 40-jähriges Jubiläum. Beim letzten Lauf des Jahres, dem Silvesterlauf, gab der Heidelaufverein das Ende der Serie unter seiner Regie bekannt.
Foto: Kerstin Eschke
Von Kerstin Eschke

Mitten in der Siegerehrung der traditionell letzten Sportveranstaltung des Jahres, dem Silvesterlauf, sorgte am 31. Dezember in der Sporthalle Brandberge eine Ankündigung von Moderator Jörg Lehmann für trübe Gesichter. Die Heidelaufserie, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feierte, wird es im nächsten Jahr in der bisherigen Form nicht mehr geben.

 Einer der Gründe ist, dass die aktiven Helfer des Heidelaufvereins bereits über 70 Jahre alt sind und die jüngeren Mutti werden. „Die ganze Organisation und Vorbereitung der Läufe ist langfristig nicht mehr zu stemmen“, sagte Jörg Lehmann den Zuhörern auf den dicht gefüllten Rängen. An diesem Tag unerwähnt blieb ein weiterer Grund. Es sind  Unstimmigkeiten mit Mathias Nobel, dem Betreiber des Heidebades. Er stellte in den vergangenen Jahren  die Fläche vor dem Bad, Umkleidemöglichkeiten  und die Sanitäreinrichtungen dem veranstaltenden Heidelaufverein  zur Verfügung. „Das lange Zeit kostenlos. Da wir wirtschaftlich arbeiten müssen, baten wir den Heidelauf um eine Beteiligung an den Kosten“, so Mathias Nobel. Kurzfristig kam es zu einer Einigung, der Verein zahlte einen finanziellen Beitrag.

Nach weiteren Forderungen des Heidebades verhärteten sich die Fronten. Vereinsvorsitzender Martin Springer: „Selbst mit einer Erhöhung der Startgebühr hätten wir die geforderte Kostenbeteiligung nicht finanzieren  können.“ Dazu kommt, dass für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung jedes Laufes 15 bis 20 aktive Helfer im Einsatz sind.  Sie kennzeichnen die Strecken, sichern die Versorgung mit Obst und Getränken sowie die Startnummernvergabe und die Ausreichung der Urkunden ab. Nicht unerwähnt bleibt die Moderation durch Jörg Lehmann. Martin Springer gibt zu: „Es wird immer schwieriger, genug Freiwillige zu finden, die ehrenamtlich für den Lauf arbeiten.“ Auch deshalb traf der Vorstand des Heidelaufvereins schweren Herzens die Entscheidung, die Heidelaufserie nicht mehr weiterzuführen.

Ein Hoffnungsschimmer für alle Lauffreunde  bleibt. Heidebadbetreiber Mathias Nobel möchte die Läufe zukünftig weiterführen: „Wir möchten die beliebte Laufserie langfristig sichern und entwickeln. Dazu soll beim ortsansässigen Nietlebener Sportverein Askania 09 eine eigene Sektion ’Heidelauf’ gegründet werden. Geplant sind sieben Läufe pro Jahr“. Und weiter führt Nobel aus: „Der Lauf soll in Zukunft grüner werden. Ein Mehrwegsystem für die Versorgung soll eingeführt werden.“ 

Badbetreiber Mathias Nobel wünscht sich, dass das bisherige Organisations- und Helferteam mit an Bord bleibt. So auch Martin Springer, der das Zeitnahmesystem zur Verfügung stellt. Sowohl Badbetreiber als auch Heidelaufverein sind am Fortbestehen der traditionellen Laufserie interessiert. Inwieweit dieses Interesse bei einer Einigung behilflich ist, wird die Zeit zeigen. Das hängt vor allem davon ab, ob es zu einer fairen Lösung für beide Seiten kommt. Im Interesse der knapp 693 Läuferinnen und Läufer, die durchschnittlich im vergangenen Jahr an einem der sieben  stattgefundenen Heideläufe teilnahmen − so viele wie noch nie in der Geschichte des Heidelaufes −,  ist dies wünschenswert. Martin Springer hätte im nächsten Jahr seinen 100. Heidelauf gestaltet in den 20 Jahren, in denen er dabei ist. Deshalb sagt der Vereinsvorsitzende und  Cheforganisator etwas wehmütig zum Ende der Laufserie unter der Regie des Heidelaufvereins: „Wenn’s am schönsten ist, soll man aufhören.“ 

Teilnehmerrekord beim Silvesterlauf
Der letzte Lauf des Jahres in der Saalestadt ging mit einem Teilnehmerrekord zu Ende. 730 Läuferinnen und Läufer begaben sich auf die 3,4 oder die 8,5 Kilometer lange Strecke. Ihnen ging es weniger um gute Zeiten als vielmehr um den Spaß, das alte Jahr sportlich zu verabschieden. Während der abschließenden Siegerehrung in der Brandbergehalle wurden alle Sportlerinnen und Sportler geehrt, die an mindestens drei Wertungsläufen teilgenommen hatten. Die Gesamtwertung der Kinder gewann nach sieben Läufen Finn Heinemann bei den Jungen und bei den Mädchen Frieda Sienko. Paul Zenker vom SV Rotation Halle heißt der Sieger der Männer. Siegerin bei den Frauen ist erneut Maria Heinrich vom SV 1885 Teutschenthal.

Leserkommentare:


MD Speedwalker , Magdeburg:
"Als treuer Teilnehmer an dieser Laufveranstaltung als Walker ist mir heute die Nachricht über die offene Zukunft der Heidelaufserie bekannt geworden. Die Heidelaufserie soll in ihrer Bekannten Form mit den Bekannten Protagonisten weiterhin bestehen. Wann muss was geschehen damit die Zukunft der Serie gesichert ist? Was können wir Sportler tun? Ich bitte die Redaktion dranzubleiben. Sportliche Grüße

Ja, das werden wir. Freundliche Grüße Die Redaktion"


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