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Jana Keller Jana Keller
aktualisiert am 10.01.2020 um 11:54:28

Unterschriften für mehr Lehrer - Volksbegehren gegen Lehrermangel in Sachsen-Anhalt gestartet

Ein Bündnis aus Lehrern, Eltern und Gewerkschaften setzt sich für mehr Lehrer und gegen Unterrichtsausfall ein. Ein Bündnis aus Lehrern, Eltern und Gewerkschaften setzt sich für mehr Lehrer und gegen Unterrichtsausfall ein.
Foto: Archiv
Bis zum 7. Juli müssen mehr als 160 000 Unterschriften gesammelt werden.

Sachsen-Anhalt (red).
Seit dem 8. Januar können sich die Bewohner Sachsen-Anhalts für eine Verbesserung der Personalsituation an Schulen einsetzen: Das Volksbegehren des Bündnisses „Den Mangel beenden – Unseren Kindern Zukunft geben!“ hat begonnen. Seit letztem Mittwoch werden Unterschriften gesammelt, um durch verbindliche Personalschlüssel eine verlässliche Anzahl von Lehrkräften, pädagogischen Mitarbeitern und Sozialarbeitern an Schulen sicherzustellen. Bis zum 7. Juli 2020 müssen mehr als 160 000 Unterschriften von Wahlberechtigten aus Sachsen-Anhalt gesammelt werden, damit der  Gesetzentwurf im Landtag zur Abstimmung gestellt wird. 

Der Entwurf mache mit den Spielereien der Landesregierung Schluss, Bedarfe willkürlich zu kürzen und den Mangel umzuverteilen, so Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt und Sprecherin im Bündnis. Bildungsminister Marco Tullner sieht die Unterschriftensammlung als Ausdruck gelebter Demokratie und begrüßt das  Ziel, beste Bedingungen für die Bildung zu ermöglichen. Das Land hätte in den letzten Jahren jedoch schon mehr als 3 200 Lehrer eingestellt, Ausbildungskapazitäten erhöht und Einstellungsvoraussetzungen flexibilisiert. „Es mangelt also nicht an Ressourcen, sondern an geeigneten Bewerbern. Dies wird sich auch mit einem festen Betreuungsschlüssel nicht ändern“, so Tullner. Hans-Thomas Tillschneider von der AfD sieht den Gesetzentwurf als „unrealistisch und unverantwortlich“ und begrüßt Tullners Standpunkt. Wolfgang Aldag von der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen lobt das Engagement der Vertreter des Volksbegehrens und möchte mit ihnen und den Koalitionspartnern ins Gespräch kommen,  um gemeinsam eine gute Lösung zu finden.

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