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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Kunst am Bau für das Planetarium Halle - Gewinner-Entwurf ausgewählt >
Jana Keller Jana Keller
aktualisiert am 10.01.2020 um 12:11:44

Kunst am Bau für das Planetarium Halle - Gewinner-Entwurf ausgewählt

Etienne Dietzels Entwurf „As far as the eye can see“ soll im Planetarium realisiert werden. Etienne Dietzels Entwurf „As far as the eye can see“ soll im Planetarium realisiert werden.
Foto: Jana Keller Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder)
Halle (Jana Keller). Kunst am Bau wird in Deutschland seit über 100 Jahren gefördert. In Halle fand zu diesem Zweck kürzlich ein Kunst-am-Bau-Wettbewerb statt. Die Jury erwählte die Arbeit „As far as the eye can see“ des Künstlers Etienne Dietzel  zum Sieger. Das Kunstwerk soll im Foyer des neuen Planetariums im ehemaligen Gasometer am Holzplatz realisiert werden. 

„As far as the eye can see“

Kunstwerke an Gebäuden stehen immer auch in Beziehung zu diesen. Um Halle mit derartigen Werken zu bereichern, hat sich die Stadt im Jahr 2016 dazu verpflichtet, ein Budget für baubezogene Kunst an städtischen Hochbauprojekten zur Verfügung zu stellen. In diesem Zusammenhang findet alle zwei Jahre ein Kunst-am-Bau-Wettbewerb für Künstler aus Halle und dem Saalekreis statt. Zu einem solchen Wettbewerb kam es im letzten Jahr im Zusammenhang mit dem Ersatzneubau des Planetariums im ehemaligen Gasometer am Holzplatz. Sechs Künstler wurden eingeladen, sich zu beteiligen, fünf von ihnen reichten eine Arbeit ein: Christine Bergmann, Etienne Dietzel, Marc Fromm, Moritz Götze und Line Jastram. In der Jury befanden sich Vertreter der Stadt, der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, des BBK Sachsen-Anhalt e. V. sowie des Architekturbüros RKW Architektur +. Diese haben die Entwürfe im September 2019 bewertet und Etienne Dietzels Arbeit „As far as the eye can see“ zum Sieger gekürt. Auf Platz zwei schaffte es Marc Fromm mit „neue Wege schweben“, Platz drei erreichte Moritz Götze mit seiner Arbeit ohne Titel. 

Die Entscheidung der Jury

Die Entscheidung der Jury begründete Professor Rolf Wicker, Prorektor der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Laut ihm setzt sich Dietzels Entwurf mit dem Staunen der Menschheit über das Universum auseinander und schafft dabei Bezüge zwischen der Kunst und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Vor allem das kluge künstlerische Konzept sowie die gestalterische Strenge und Schönheit überzeugte die Jury-Mitglieder. So soll ein ikonisches Bild aus farbigen Buchrücken im zukünftigen Planetarium einen bunten Akzent setzen und sich doch für den bewussten Umgang mit astronomischem Wissen einsetzen. Man möchte das Kunstwerk verstehen und gleichzeitig auch die Rätsel des Universums erkunden. Zudem hat das Werk mit „As far as the eye can see“ einen poetischen Titel und stellt einen relevanten Beitrag zur Kunst am Bau dar, so die Jury. 

Ein Kunstwerk im stetigen Wandel

Zum Kunstwerk selbst: In einem Regal aus Stahlblechen sollen auf 25 Lagen 6 000 Bücher eingereiht werden. Dies entspricht etwa der Anzahl der mit bloßem Auge sichtbaren Sterne am nächtlichen Himmel. Die Einbände der Bücher haben dabei verschiedene Farben und sollen so die aktuellen Messungen der kosmischen Hintergrundstrahlung visualisieren. Diese entstand einst als erstes Licht des Universums verhältnismäßig kurz nach dem Big Bang und ist heute noch in Reminiszenzen messbar. Die einzelnen Bücher erhalten jeweils eine thematische Einleitung, bleiben ansonsten aber leer. Zu jeder Zeit wird eines davon ausliegen, damit die Besucher des Planetariums darin ihre Eindrücke festhalten können. Ist es voll, wird es ausgetauscht. Die Arbeit „As far as the eye can see“ wird sich demnach also im stetigen visuellen und inhaltlichen Wandel befinden. Als Gedächtnis des Planetariums werden die Bücher ihre Spuren hinterlassen – so wie auch das erste Licht des Universums. Der Titel selbst thematisiert das Verhältnis zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem und verweist auf das Planetarium als Ort des Sichtbarmachens, so der Künstler.

Ausstellung der Arbeiten im Ratshof

Der Entwurf seiner Arbeit sowie die der anderen Teilnehmer am Kunst-am-Bau-Wettbewerb werden seit dem 20. Dezember 2019 in der ersten Etage des Ratshofes am Marktplatz ausgestellt. Dort sind sie noch bis zum 31. Januar 2020 zu sehen – immer montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr.     

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