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Wochenspiegel > Halle (Saale) > Neujahrsempfang der Wirtschaft - IHK und Handwerkskammer fordern Unternehmensförderung im Strukturstärkungsgesetz >
Jana Keller Jana Keller
aktualisiert am 24.01.2020 um 09:20:11

Neujahrsempfang der Wirtschaft - IHK und Handwerkskammer fordern Unternehmensförderung im Strukturstärkungsgesetz

Die Präsidenten von IHK und Handwerkskammer mit einigen Ehrengästen: (v. l. n. r.) Steffen Keitel, Reiner Haseloff, Thomas Keindorf, Thomas Webel und Marco Tullner. Die Präsidenten von IHK und Handwerkskammer mit einigen Ehrengästen: (v. l. n. r.) Steffen Keitel, Reiner Haseloff, Thomas Keindorf, Thomas Webel und Marco Tullner.
Foto: Jana Keller Galerie (11 Bilder) Galerie (11 Bilder) Galerie (11 Bilder) Galerie (11 Bilder) Galerie (11 Bilder) Galerie (11 Bilder) Galerie (11 Bilder) Galerie (11 Bilder) Galerie (11 Bilder) Galerie (11 Bilder) Galerie (11 Bilder)
Halle (Jana Keller). Die Handwerkskammer Halle (Saale) und die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) luden am 21. Januar zum gemeinsamen Neujahrsempfang in die Händel-Halle ein. Hauptthema des Abends war der Kohleausstieg, für den eine bessere Unternehmensförderung unverzichtbar sei. Als Ehrengäste waren unter anderem Mitglieder des Landtags, Staatssekretäre und auch Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, zugegen. Prof. Dr. Steffen Keitel, Präsident der IHK, und Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer, forderten letzteren auf, sich für eine echte Unternehmensförderung im Strukturstärkungsgesetz   einzusetzen, welches sich im parlamentarischen Prozess befindet. Nach dem Gesetz sollen vom Kohleausstieg betroffene Reviere gefördert werden. Ministerpräsident Reiner Haseloff sprach  das Grußwort zur Veranstaltung: Sachsen-Anhalt bräuchte Ausbaumaßnahmen, neue technologische Pfade und Perspektiven für den Nachwuchs. Die Energiewirtschaft müsse auf neue Füße gestellt werden und das Wirtschaftswachstum dürfe nicht abbrechen. In diesem Zusammenhang versprach er: „Das Azubi-Ticket kommt!“ Zudem erhoffte er sich, in Sachsen-Anhalt bald so manche Investition in Gang setzen zu können. 

Die Stimmen der Wirtschaft

Im Anschluss an das Grußwort repräsentierten Steffen Keitel und Thomas Keindorf die Stimmen der Wirtschaft. Keindorf verwies sogleich auf ein wichtiges Jubiläum: den 30. Geburtstag Sachsen-Anhalts nach der Wiedervereinigung. Selbstständigkeit wurde damals für viele Menschen zu einer Perspektive, woraus die tragende Rolle des Unternehmertums im Land erwuchs. Auf dieses könnten wir stolz sein, so Steffen Keitel. Seine Bitte: „Den Stecker bitte nicht wieder herausziehen!“  Denn genau das drohe den Industriebetrieben der Region  mit dem geplanten Ausstieg  aus der Braunkohleverstromung. „Wir müssen für eine bezahlbare und jederzeit sichere Energieversorgung sorgen!“, forderte er. Den nötigen Beitrag für das Weltklima möchte er dabei natürlich trotzdem leisten − aber mit sinnvollen Maßnahmen.

„Umweltsteuern etwa − auch wenn sie CO2-Abgabe heißen − kommen nicht dem Klima zugute, sondern dem Steuersäckchen“, fügte Thomas Keindorf hinzu. Ökologie und Ökonomie müssten sich die Waage halten, um das Gleichgewicht zu wahren. Als Beispiel führte er Bitterfeld-Wolfen an, das sich dank der Modernisierung  der vorhandenen Industriekulturen  von einer „Dreckschleuder“ beinahe in ein Naherholungsgebiet verwandelt habe. 

Die richtige Infrastruktur

Um weiter modern denken und handeln zu können, sollten die Universitäten und Fachhochschulen der Region noch stärker zu den Forschungsabteilungen des Mittelstands werden, so Keitel weiter. Zudem freue er sich, wenn sich zukunftsgerichtete Forschungseinrichtungen in der Region ansiedeln − doch dafür bedürfe es der richtigen Infrastruktur, darunter Schiene, Straße, Wasserstraße und Datenautobahn. Breitbandanbindung und Mobilfunk seien der Wirtschaft dabei besonders wichtig. Ebenfalls wichtig seien die Fachkräfte, so Thomas Keindorf. Junge Leute müssten die bestmögliche Berufsorientierung erhalten, damit ihnen die Wahl des zukünftigen Berufs erleichtert wird. Hier seien Wirtschaft, Schulen, Verbände, Medien und Politik gleichermaßen gefragt. Ein Azubi-Ticket, um potenzielle Auszubildende in Sachsen-Anhalt zu halten, sowie ein Zuwanderungsgesetz für Fachkräfte aus dem Ausland seien nötig, forderten die beiden Redner. Damit die Menschen auch kommen wollen,  müsse das Land attraktiver werden. Dazu gehört auch, den Berufsstand des Unternehmers zu würdigen und bürokratische Hindernisse abzubauen, so Keindorf. Als Beispiel führte er die Bonpflicht an. 

Der Neujahrsempfang 2040

Abschließend unternahmen  IHK- und Handwerkskammer-Präsident einen Ausflug in die Zukunft: Zum Neujahrsempfang im Jahr 2040 ist der Braunkohleausstieg geschafft, allein Sonne und Wind produzieren den Strom. Das Problem: Es ist ein dunkler Tag, an dem kein Lüftchen weht, und der Strom für öffentliche Veranstaltungen wird rationiert. Keine Sorge, die beiden Präsidenten reden einfach im Laternenschein weiter. Aber hätte die Energiewende vor 20 Jahren nicht vielleicht ein wenig sorgfältiger geplant werden können? Das fragt zumindest die Mitteldeutsche Online Zeitung. Zurück im Jahr 2020 übergaben Keindorf und Keitel das Wort an Minister Altmaier, da dieser ja die Energiewende vorantreiben  und gleichzeitig die Industrie stärken müsse. Wie wolle er diese Herkulesaufgabe angehen?

Die Festrede

Das Thema Energiewende ist entscheidend  für die Zukunft des Landes, begann Altmaier seine Festrede.  Der Strukturwandel sei dabei in einer Marktwirtschaft Alltag. Doch wolle man  nicht den Stecker ziehen. Vielmehr müsse die Energiewende wirtschaftlich vertretbar sein. Umwelt und Wohlstand sollen nebeneinander bestehen, so Altmaier. Doch wie soll das gehen? Noch sei genügend Zeit, um bis zum Braunkohleausstieg neue Arbeitsplätze zu schaffen. Um dabei die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, bis ein klimaneutrales System da ist, müsse Gas als Brückentechnologie dienen. „Keiner wird zurückgelassen: Wir sichern die Beschäftigten über das Instrument des Anpassungsgelds zusätzlich ab und stellen hierfür bis zu 4,8 Milliarden Euro zur Verfügung“, versprach er.

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