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Jana Keller Jana Keller
aktualisiert am 31.01.2020 um 16:29:53

Lernen, Menschen zu helfen - Tag der offenen Tür in der Berufsschule für Gesundheit, Körperpflege und Sozialpädagogik

Holger Scharf, Fachlehrer für Gesundheit und Pflege  an den Berufsbildenden Schulen V Halle (Saale), gemeinsam mit Azubis der Altenpflege im ersten Ausbildungsjahr. Es ist die letzte Klasse vor der Umstellung auf die generalistische Pflege. Holger Scharf, Fachlehrer für Gesundheit und Pflege an den Berufsbildenden Schulen V Halle (Saale), gemeinsam mit Azubis der Altenpflege im ersten Ausbildungsjahr. Es ist die letzte Klasse vor der Umstellung auf die generalistische Pflege.
Foto: Jana Keller Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder)
Halle (Jana Keller). Am 30. Januar 2020 luden die Berufsbildenden Schulen V Halle (Saale) in der Klosterstraße 9 alle Sekundarschüler aus der Umgebung und auch andere Interessierte zu einem Tag der offenen Tür ein, um die verschiedenen Bildungsgänge des Hauses vorzustellen. Ab dem 1. August 2020 startet an der Schule für Gesundheit, Pflege und Sozialwesen auch die generalistische Pflegeausbildung, in der die Berufe Altenpfleger, Krankenpfleger und Kinderkrankenpfleger zusammengefasst werden. Aktuell ist man in der Klosterstraße dabei, alles für den neuen Bildungsgang vorzubereiten, da man bisher nur den Altenpfleger ausgebildet hat. Die Azubis, die ihre Ausbildung bereits begonnen haben, werden natürlich weiter unterrichtet – hier besteht Bestandsschutz. Nun aber benötigt man zusätzlich Pflegebetten und Wickelstationen für die Säuglingspflege. Holger Scharf, Fachlehrer für Gesundheit und Pflege an der Schule, sieht die Umstellung der Ausbildung als Chance an und erwartet eine positive Entwicklung in der Pflege. Abgegrenzt von der Medizin, könnten die Pfleger nun viel selbst entscheiden. Das stelle selbstverständlich eine neue Herausforderung für die Lehrkräfte dar, da die zu vermittelnden Inhalte nun nicht mehr so starr, sondern eher exemplarisch seien.  

Eine Schule - zwei Standorte

Die Schule verfügt über zwei Standorte in Halle, der zweite befindet sich am Universitätsring 21. An beiden Orten werden Schüler in über 24 Ausbildungsgängen unterrichtet, darunter unter anderem Gesundheitskaufleute, Physiotherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister, pharmazeutisch-technische Assistenten, Sozialassistenten, Kinderpfleger, Heilerziehungspfleger, Erzieher, Zahntechniker, medizinische Fachangestellte, Friseure und Kosmetiker. Doch auch das Berufsvorbereitungsjahr oder das Berufsvorbereitungsjahr Sprachförderung werden angeboten. Letzteres dient vor allem Schülern mit Migrationshintergrund, richtig Deutsch zu lernen, damit sie im Anschluss eine erfolgreiche Ausbildung absolvieren können. Ebenso ist es möglich, eine Fachhochschulreife zu erlangen, mit der man anschließend an der Fachhochschule studieren kann. 

Theorie und Praxis

Insgesamt haben die Berufsbildenden Schulen V Halle (Saale) 1 550 Schüler und 85 Lehrkräfte. Es handelt sich um eine staatliche Schule – alle Lehrer haben einen universitären Abschluss und darüber hinaus auch einen Berufsabschluss, Theorie und Praxis gehen  Hand in Hand. Die Schüler stammen weitestgehend aus Halle sowie den angrenzenden Landkreisen und auch ein Großteil der Lehrer kommt aus der Umgebung. Für die angehenden Gesundheitskaufleute allerdings gibt es eine Landesklasse für ganz Sachsen-Anhalt – diese Ausbildung kann  demnach nur hier in Halle gemacht werden. Neben Sekundarschulabsolventen richten sich die Angebote der Schule auch an alle Weiterbildungswilligen. „Das Schöne an dem offenen Schulsystem ist, dass man sich immer weiterqualifizieren kann“, meint Holger Scharf hierzu. 

Beliebte Ausbildungsgänge

Bei den Schülern beliebt sind vor allem die Ausbildungen zu pharmazeutisch-technischen Assistenten, Erziehern und Physiotherapeuten. Und auch in der Altenpflege hat man bisher immer zwei Klassen vollbekommen. So wird auch in Zukunft innerhalb der generalistischen Pflegeausbildung geplant, erklärt Holger Scharf. In dieser haben die Azubis zwar einen Betrieb als Träger hinter sich, müssen aber viele verschiedene Pflegesettings in ihrer Ausbildung durchlaufen, sei es in der Altenpflege oder im Krankenhaus. Auch die Praxiseinrichtungen müssen sich also dementsprechend präsentieren – denn bei dem Verhältnis von einem Schüler auf vier offene Stellen haben die Azubis natürlich die Qual der Wahl. Gerade Männer werden dabei im Pflegebereich gesucht, da im Schnitt nur zehn Prozent der Azubis männlich sind, Tendenz steigend. 

Physiotherapie

Im Untergeschoss der Schule in der Klosterstraße 9 wurde am Tag der offenen Tür auch der Ausbildungsgang Physiotherapie vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine dreijährige Ausbildung mit Praktika im Wechsel. Die Schüler probieren hier alles an sich selbst aus. Es ist eine schwierige Ausbildung, die sich lohnt, denn man erlebt in dem Beruf so viele Erfolge wie in keinem anderen, so Cornelia Kloss, Fachlehrerin für Physiotherapie. Sie übt diesen Beruf bereits seit 20 Jahren aus − davor was sie selbst 20 Jahre lang Physiotherapeutin. Unterrichtet werden die Azubis in Elektrotherapie, krankengymnastischen Techniken, Atemtherapie, Hydrotherapie und mehr. „Es ist ein toller Beruf, das muss man immer wieder sagen“, betont Cornelia Kloss. Doch Nachwuchs wird auch in diesem Bereich dringend benötigt. Dieser müsse aber auch willig sein, meint die Expertin.   

Alles auf dem neuesten Stand

Als staatliche Schule wird die Einrichtung von der Stadt unterstützt  − Geräte, Lehrbücher und Ausstattung sind hier auf dem neuesten Stand. Für die Physiotherapeuten und Masseure gibt es darüber hinaus Spinde, Umkleideräume und Duschen. Aber auch eine Cafeteria und eine Turnhalle findet man vor Ort. Im Rahmen von Erasmus+ besteht zudem eine Kooperation mit einer Partnerschule in Finnland – damit die Schüler sehen können, wie sich die Ausbildung im europäischen Vergleich gestaltet. Die Partnerschaft besteht seit über zehn Jahren. Die Lehrkräfte der Schule sind bei den Azubis außerdem sehr beliebt. So wurde Skadi Schlesinger von der  Berufsfachschule Kosmetik im letzten Jahr beispielsweise mit dem Deutschen Lehrerpreis ausgezeichnet. Für diesen wurde sie von ihren Schülern nominiert.

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